Aktuelle Nachrichten aus der Industrie wöchentlich von der Redaktion für Sie kostenfrei zusammengestellt.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Die digitale Welt von morgen: Mit Industrial-IoT-Lösungen erhöhen Unternehmen vor allem ihre Flexibilität bis zur Auslieferung und machen sich mit „as a Service“-Geschäftsmodellen fit für die Zukunft.

Bild: Eco, Arthur D. Little

Doppelter Umsatz für deutschen IIoT-Markt Das Geschäft mit dem Industrial-IoT boomt

20.12.2017

Die Umsätze auf dem deutschen Industrial-IoT-Markt werden bis 2022 jährlich um 19 Prozent wachsen und ein Volumen von 16,8 Milliarden Euro erreichen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Verbands Eco und des Beratungsunternehmens Arthur D. Little. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland jetzt schon zu den größten Industrie-4.0-Märkten.

Sponsored Content

Der deutsche Industrial-IoT-Markt (IIoT) soll sich in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppeln. Der Umsatz könnte dann im Jahr 2022 bereits rund 16,8 Milliarden Euro erreichen. Das entspricht einem zukünftigen Wachstum von beinahe 19 Prozent pro Jahr.

Zu diesem Schluss kommen Eco, ein Verband der Internetwirtschaft, und das Consultingunternehmen Arthur D. Little. Ihre Ergebnisse haben sie in der Studie „Der deutsche Industrial-IoT-Markt 2017-2022. Zahlen und Fakten“ vorgestellt.

Wachstum vor allem in der Autoindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau

Das heute bereits größte Marktsegment im Bereich des IIoT, die Automobilwirtschaft, wächst dabei mit 20,2 Prozent am schnellsten. Ein starkes Wachstum mit 18,9 Prozent pro Jahr gibt es aber auch im Maschinen- und Anlagenbau. Beide Segmente machen gemeinsam über 50 Prozent des gesamten Industrial-IoT-Marktes in Deutschland aus. Insgesamt sieben Marktsegmente hat die Studie untersucht.

„Industrial-IoT ist wesentlich für den Erhalt und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf den Weltmärkten“, ist sich Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa sicher. „Die sieben in der Studie betrachteten Industrien entfalten enorme Potenziale, wenn sie ihre Stärken mit denen der Internetwirtschaft verbinden.“

Deutschland im internationalen Vergleich führend

Im internationalen Vergleich ist der deutsche Markt für Industrial-IoT laut der Studie hoch entwickelt. Deutschland zählt mit seiner breiten und innovativen Industriestruktur und der hohen Roboterdichte zu den größten Industrie-4.0-Märkten der Welt. Wachstumstreiber für die nächsten Jahre ist vor allem die voranschreitende Digitalisierung von derzeit analogen Produktions- und Lieferprozessen.

„Die Digitalisierung der Industrie und des Mittelstands ist in der Umbruchphase unbequem und in vielen Bereichen schmerzhaft. Industrial-IoT erfordert ein Neudenken der zentralen Wertschöpfungsprozesse oder gar des gesamten Geschäftsmodells. Langfristig sichern diese Maßnahmen aber die Position der deutschen Industrie im globalen Wettbewerb“, sagt Lars Riegel von Arthur D. Little.

Die Studie hat die wichtigsten Markttrends untersucht. Mit Industrial-IoT-Lösungen erhöhen Unternehmen vor allem ihre Flexibilität bis zur Auslieferung und machen sich mit „as a Service“-Geschäftsmodellen fit für die Zukunft. „Unternehmen wünschen sich individuell zugeschnittene Lösungen mit niedrigem Investitionsbedarf. Anbieter müssen dafür eine klare Strategie in Bezug auf Portfolio-Tiefe und Kooperation mit geeigneten Partnern festlegen“, sagt Riegel.

Industrieübergreifende Kooperationen sind entscheidend

Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen ist dabei erfolgsentscheidend, wie die Studie zeigt. Industrial-IoT-Lösungen setzen sich aus rund 30 Kompetenzen zusammen. „Kein Unternehmen ist in der Lage, die gesamte Wertschöpfungskette alleine abzudecken. Bei Industrial-IoT handelt es sich um ein Ökosystem-Geschäftsmodell“, sagt Harald Summa. „Industrieübergreifende Kooperationen sind daher eine Grundvoraussetzung, um für Kunden relevante Services anbieten zu können. Es bedarf einer neuen Orientierung der Unternehmen, die vor allem für Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette offen sein müssen“, so Summa weiter.

Grundvoraussetzung für diese Entwicklung ist der sichere Austausch der von den Teilnehmern der Ökosysteme geteilten Datenmengen. Daher bedarf es vollumfänglicher Security-Konzepte, um auftretende Sicherheitslücken im Kommunikationssystem zu vermeiden und Fernzugriffe auf das Produktionssystem zu kontrollieren.

Bildergalerie

  • Digitalisierung und Industrie 4.0 erhöhen vor allem die Flexibilität der Unternehmen – hier gezeigt am Beispiel von Bosch Rexroth.

    Bild: Eco; Arthur D. Little

  • Laut Studie sind industrieübergreifende Kooperationen in Zukunft entscheiden für den Erfolg der Unternehmen. Eine Zusammenarbeit könnte aussehen wie hier zwischen Ivii, Intel und SAP.

    Bild: Eco; Arthur D. Little

  • Die Studie hat sieben Marktsegmente untersucht. Das stärkste Wachstum auf dem IIoT-Markt verzeichnen dabei die Automobilindustrie und der Maschinen- und Anlagenbau.

    Bild: Eco; Arthur D. Little

Verwandte Artikel