Hannover Messe

Industrie-Hackathon auf der Hannover Messe: In einer eigens auf dem Continental-Messestand integrierten Start-up Corner arbeiten Nachwuchstalente, Querdenker und kreative Köpfe aus Hannover, Hamburg, San Luis Potosí (Mexiko) und Bukarest (Rumänien) über drei Tage gemeinsam mit Continental-Experten an der Zukunft.

Bild: Continental

Hannover Messe 2018 Continental initiiert Industrie-Hackathon zu neuen Lösungen und Geschäftsmodellen

16.04.2018

Das Technologieunternehmen Continental hat in diesem Jahr erstmals zu einem international besetzten Industrie-Hackathon eingeladen. Start-ups aus vier verschiedenen Eco-Systemen suchen im Rahmen der Hannover Messe nach kreativen Ideen und innovativen Lösungen im industriellen Umfeld.

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„Technologische Innovationen sind Schmieröl und Treibstoff für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Industrieunternehmen. Zusammen mit unserem fast 150-jährigen Know-how und dem frischen Blick von außen formen und verfolgen wir neue Gedankenansätze, aus denen gemeinsam ganz neue Produkte, Systeme oder Geschäftsmodelle entstehen können“, erklärt Hans-Jürgen Duensing, im Continental-Vorstand verantwortlich für die Division ContiTech und Gastgeber auf der weltgrößten Industriemesse. In einer eigens auf dem Messestand integrierten Start-up Corner arbeiten Nachwuchstalente, Querdenker und kreative Köpfe aus Hannover, Hamburg, San Luis Potosí (Mexiko) und Bukarest (Rumänien) über drei Tage gemeinsam mit Continental-Experten an der Zukunft.

„Wir nutzen die Hannover Messe als Denkfabrik und Ideenschmiede“, erläutert Christoph Seeger, in der Division ContiTech verantwortlich für den zum Januar 2018 neu geschaffenen Bereich Innovation und Digitalisierung, die Motivation des Unternehmens. Die Teilnehmer dieser kollaborativen Veranstaltung entwickeln parallel in vier Teams Ideen für den logistischen oder intralogistischen Einsatz und werden von Continental-Experten für Antriebsriemen, Transportbandsysteme, Industriereifen und Industrieschläuche unterstützt. Dabei werden sie durch neun verschiedene Phasen einer Design-Thinking-Methode geführt, um konkrete Ansätze für nutzungsorientierte Lösungen zu finden. Am Ende des dritten Tages werden alle Ideen einer Jury vorgestellt. Durch eine Live-Abstimmung auf dem Messestand wird vor Ort die Siegeridee ermittelt, die im Anschluss gemeinsam weiterentwickelt werden soll.

Internationale Nachwuchstalente suchen Industrielösungen

Die Hamburger Jungunternehmer von Breeze Technologies entwickeln Umweltsensoren, die zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Ihre intelligenten Anwendungen sorgen für saubere Luft, zum Beispiel in Bürogebäuden oder in städtischen Umgebungen. Die Sensoren messen auf Basis von Echtzeit-Analysen und Big-Data-Technologien unter anderem Schadstoffbelastungen durch Ozon, Kohlenstoff- oder Stickoxide. Die Technologie kommt bereits in Pilotprojekten zum Einsatz. Hamburg zählt zur zweitattraktivsten Stadt für Start-ups und liegt weltweit in den Top 10.

Mit langjähriger Expertise auf dem Gebiet der Prozessautomatisierung ist Target Robotics aus dem mexikanischen San Luis Potosí Teil des Hackathon. Das Unternehmen erforscht und entwickelt Roboter-Automatisierungssysteme, die auf herkömmlichen und alten Technologien beruhende Maschinen ablösen. Die Neuentwicklungen von Target Robotics sind disruptiv, nutzen jedoch einfache mechanische Konzepte und Robotertechnologien, um effiziente Prozesse zu unterstützen. Die innovativen Systeme ermöglichen eine exponentielle Steigerung der Produktivität.

Das Start-up CBN Agro.Tech aus Bukarest bietet Erfahrungen in der vorausschauenden Überwachung in der Landwirtschaft. Sie sorgen dafür, dass Ernteerträge geschützt werden und bei der Lagerung nicht verderben. Die Innovatoren aus der rumänischen Gründermetropole sind Fachleute für Cloud-basierte Industrie 4.0 Automatisierungsprozesse, zum Beispiel zur Überwachung von Temperaturen oder der automatischen Belüftung in Silos. So soll sogar die Kondensation unter Silodächern verhindert werden.

Auch das Innovationspotenzial der eigenen Mitarbeiter ist notwendig

Neben externen Kollaborationen fördert Continental zudem das Innovationspotenzial und den Unternehmergeist seiner Mitarbeiter. Continental hatte bereits 2017 ein Start-up-Programm ins Leben gerufen. Ziel: eigenen Mitarbeitern, aber auch externen Entrepreneurs, die Chance geben, neue Geschäftskonzepte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Continental unterstützt die jeweiligen Projekte mit Expertise, Mentoring und finanzieller Unterstützung. Eigens zur Hannover Messe bietet das Technologieunternehmen außerdem für seine Mitarbeiter eine Innovation Challenge und bindet so auch interne Nachwuchskräfte und Ideengeber aktiv mit ein.

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