Wasserstoff in der Luftfahrt

Brennstoffzellen-Technologie „Made in Germany“ rückt näher an die Marktreife

Beim Projekt H2Sky wurde ein luftfahrttauglicher Brennstoffzellen-Stack entwickelt und demonstriert – ein Schritt hin zum wasserstoffbasierten, emissionsarmen Fliegen.

Bild: publish-industry, Gemini
31.03.2026

Beim Abschluss von H2Sky in Dettingen an der Erms würdigte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder das Projekt als Schritt Richtung wasserstoffbasierter Luftfahrt. Unter Führung von Aerostack wurde ein luftfahrttauglicher Brennstoffzellen-Stack entwickelt und demonstriert.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat das Verbundprojekt H2Sky im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 26. März 2026 in Dettingen an der Erms als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem wasserstoffbasierten Luftverkehr gewürdigt. Unter Konsortialführung von Aerostack wurde ein Brennstoffzellen-Stack speziell für den Einsatz in der Luftfahrt entwickelt und erfolgreich demonstriert.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagt: „Klimafreundliche Mobilität wird dort erfolgreich sein, wo Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen. In der Luftfahrt spielt Wasserstoff dabei eine Schlüsselrolle. Projekte wie H2Sky zeigen eindrucksvoll, dass Erfindergeist und Technologie ‚Made in Germany‘ direkt zu Fortschritten auf dem Weg zu einem emissionsarmen Flugverkehr führen.“

Was H2Sky technisch leisten sollte

H2Sky wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 26,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert und zählt zu den umfangreichsten Projekten zur Entwicklung wasserstoffbasierter Brennstoffzellentechnologien für die Luftfahrt in Deutschland. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines luftfahrttauglichen Brennstoffzellen-Stacks, unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen der Luftfahrt an Leistungsdichte, Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Das NIP wird von NOW koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Dagmar Fehler, CEO und Sprecherin von NOW, sagt: „Wir begleiten im Auftrag des Bundes Projekte von der Forschung bis an die Schwelle zur Umsetzung. H2Sky ist eines unserer besten Beispiele dafür, wie wirkungsorientierte Förderung Partnerschaften stärkt, Entwicklungsrisiken adressiert und die Voraussetzungen schafft, damit aus Technologieentwicklung marktfähige Lösungen werden können.“

Das Projekt wurde als Konsortialleistung unter der Führung von Aerostack umgesetzt. Weitere Partner sind EKPO Fuel Cell Technologies, Hahn-Schickard, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die Technische Universität München, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Andreas Hubert, CEO von Aerostack, kommentiert: „Im Projekt H2Sky konnten wir die Brennstoffzellentechnologie gezielt für die Anforderungen der Luftfahrt weiterentwickeln und ihren technologischen Reifegrad deutlich steigern. Die Ergebnisse bilden eine belastbare Grundlage für weitere Entwicklungsschritte, um die Marktreife der Technologie vorzubereiten.“

Bei Aerostack handelt es sich um ein Joint Venture von Airbus und Elring Klinger zur Entwicklung und Kommerzialisierung von Brennstoffzellen für die Zivilluftfahrt.

Projekte wie H2Sky legen die Grundlage, um Maßnahmen für den systematischen Aufbau einer technologischen und industriellen Basis für klimafreundliche Antriebslösungen im Luftverkehr zu entwickeln. Im Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie in der Luftfahrt werden mittel- bis langfristig große Potenziale zur Defossilisierung des Verkehrssektors gesehen.

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