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Internet of Things Bosch wird Cloud-Betreiber

15.03.2016

Für das Internet of Things will Bosch einen eigenen Cloud-Dienst anbieten. Die Server dafür sollen in Deutschland stehen.

Bosch wird in Zukunft eine eigene Cloud betreiben. Das hat das Unternehmen auf seiner IoT-Konferenz Connected World in Berlin angekündigt. Das Angebot soll unter dem Namen Bosch IoT Cloud firmieren und zunächst nur intern genutzt werden. Ab 2017 möchte der Konzern die Dienstleistung auch anderen Firmen anbieten. Neben der technischen Infrastruktur wird Bosch eigenen Angaben zufolge die nötige Software zur Verfügung stellen.

Der Kern des Angebots soll das Softwarepaket IoT Suite des Unternehmens sein. Mit diesem sind laut Bosch aktuell fünf Millionen Geräte vernetzt. Darunter fallen so unterschiedliche Sachen wie Smart-Home-Anlagen, Sensoren für Spargelfelder und Parkleitsysteme.

Die für die Cloud nötigen Serverfarmen sollen in der Nähe von Stuttgart entstehen. Laut Volkmar Denner, Geschäftsführer von Bosch, hat man sich bewusst für Deutschland als Standort entschieden. Das liege vor allem an den Sicherheitsbedenken, die viele Firmen und Verbraucher gegenüber Cloud-Diensten hätten. Gerade in Bezug auf den Datenschutz gäbe es weiterhin große Vorbehalte. Der deutsche Standort ist laut Denner hier ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Verantwortlich dafür sei der deutsche und europäische Datenschutz. Auf die gleiche Weise argumentierte vor kurzem auch der Cloud-Anbieter Dropbox. Er hatte angekündigt die Daten hiesiger Kunden in Zukunft nur noch in Deutschland zu speichern.

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