Andreas Baumüller ist geschäftsführender Gesellschafter der Baumüller Gruppe und führt das Familienunternehmen mit 1.950 Mitarbeitern und über 40 Standorten weltweit in dritter Generation. Seit der Gründung vor fast 90 Jahren hat sich das Unternehmen zu einem global aufgestellten Systemanbieter in der Automatisierungs- und Antriebstechnik entwickelt und bedient dabei den gesamten Lifecycle.

Bild: Baumüller

Kommentar Chancen durch stetigen Wandel

06.11.2019

Die Baumüller Gruppe lebt das Unternehmensmotto ‚be in motion‘ seit knapp 90 Jahren. Den stetigen Wandel müssen wir dabei als Chance begreifen. Das gelingt mit Industrie 4.0 ebenso wie mit der E-Mobilität.

Andreas Baumüller war mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2019/2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten.

Globalisierung, Digitalisierung, neue Mobilitätskonzepte – nur einige Beispiele für sogenannte Megatrends, die nicht nur die Gegenwart prägen, sondern auch unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen werden. Die dazugehörigen Entwicklungen wirken sich auf Verbraucher, Industrie und damit auch auf den gesamten Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automatisierungs- und Antriebstechnik aus. Diesen Wandel als Chance begreifen – das ist für Baumüller seit fast 90 Jahren eine Selbstverständlichkeit.

Fernwartug schon seit 1990

Doch was bedeutet der Wandel konkret für ein mittelständisches Unternehmen in der Antriebs- und Automatisierungstechnik? Ein Megatrend ist die Digitalisierung – mit dieser beschäftigt sich Baumüller seit vielen Jahren. So wurde bereits in den 1990er Jahren das Fernwartungs- und Diagnosesystem Baudis eingeführt, welches seitdem erfolgreich in vielen Applikationen weltweit im Einsatz ist.

Mit Baudis können Service-Techniker von jedem Ort der Welt aus schnell und unkompliziert auf die Maschinen zugreifen und beispielsweise Fehlerdiagnose betreiben sowie im Bedarfsfall Antriebseinstellungen verändern. Baumüller bediente damit bereits vor über 20 Jahren auch heute noch aktuelle Kundenanforderungen nach optimaler Anlagenverfügbarkeit, koordiniertem Service, niedrigerem Wartungsaufwand und Reduzierung der Wartungskosten. Baudis ist in der aktuellsten Version bis heute bei zahlreichen internationalen Kunden im Einsatz.

Be in motion auch bei Entwicklung

‚be in motion‘ heißt aber auch, erfolgreiche Geschäftsmodelle und Produkte stetig zu optimieren und sinnvoll an neue Marktanforderungen anzupassen. Aus diesem Grund wurde Baudis strategisch weiterentwickelt und mit Baudis IoT ein System zur Vernetzung von Bestands- und Neumaschinen entwickelt.

Der Fokus liegt hier auf Predictive Maintenance und Prozessoptimierung in der Fertigung – durch die intelligente Analyse von Big Data. Der Vorteil: Baudis IoT kann in Bestandsmaschinen, also im Brownfield, und auch in Neumaschinen, also in Greenfield-Anwendungen eingesetzt werden.

Gesamthafter Projektpartner auch bei Antrieben

Ein weiterer Megatrend sind neue, umweltfreundliche und effiziente Mobilitätsformen und -konzepte. Hier ist Baumüller ebenfalls ein Vorreiter und entwickelt seit einigen Jahren hybride und vollelektrische Antriebssysteme für Schiffe, Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen.

Auch beim Aufbau dieses Geschäftsfelds war das Motto stets ‚be in motion‘ – standen anfangs Projekte im Vordergrund, bei denen Komponenten als Teile des Gesamtsystems geliefert wurden, wurde das Geschäftsmodell inzwischen deutlich erweitert.

Als Systemintegrator kann Baumüller mittlerweile von der Steuerung bis zum Hauptantrieb als Engineering-Dienstleistung das komplette elektrische Antriebssystem umsetzen. So zum Beispiel bei Schiffen: Von der Auslegung und der Konzeption bis zum Stapellauf – ist Baumüller gesamthafter Projektpartner.

Ob Digitalisierung oder E-Mobilität – den Wandel als Chance begreifen und sich laufend weiterzuentwickeln, das ist eine der Grundlagen für unsere Erfolgsgeschichte unter dem Motto ‚be in motion‘.

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