Die Produktreihe H2 Seal soll Wasserstoff-Verflüchtigungen gezielt eindämmen.

Bild: Christiane Bach, C. Otto Gehrckens

Elastomere Zwei neue Werkstoffe für Wasserstoff-Dichtungen

11.05.2021

H2 Seal ist eine kürzlich vorgestellte Dichtungswerkstoffreihe, die den klimafreundlichen Energieträger Wasserstoff adressiert. Die beiden Materialien der Serie konnten ihre Eignung für das Gas bereits in unabhängigen Tests unter Beweis stellen.

Der Dichtungshersteller C. Otto Gehrckens (COG) hat sein Angebot um neue Elastomerdichtungen für die Zukunftstechnologie Wasserstoff erweitert. Die Reihe H2 Seal umfasst zwei Werkstoffe: einen blauen FKM und einen blauen EPDM Compound. Beide sind bereits externen Prüfungen der Wasserstoffpermeabilität in einem unabhängigen Labor unterzogen wurden.

Da das farb- und geruchslose Gas hochentzündlich und die Erzeugung molekularen Wasserstoffs kompliziert und teuer ist, ist eine Verflüchtigung aus Sicherheits- sowie auch aus Kostengründen zu vermeiden. Im Fokus der Testreihe stand deshalb die Vermessung der Wasserstoffpermeabilität durch ein Druckanstiegsverfahren in Anlehnung an DIN 53380.

Die zwei Werkstoffe im Detail

Der FKM-Werkstoff Vi 208 verfügt über eine Härte von 80 Shore A. Im Test erzielte er einen Wasserstoff-Permeationskoeffizienten von 281 Ncm3 mm m-2 Tag-1 bar-1 im Mittelwert, womit seine H2-Dichtigkeit die anderer FKM-Compounds deutlich übersteigt. Hinzu kommen eine hohe chemische Beständigkeit und ein Einsatztemperaturbereich von -10 bis 200 °C.

Auch die EPDM-Neuentwicklung AP 208 hat beim Permeationstest überzeugend abschneiden können: Ihr Wasserstoff-Permeationskoeffizient betrug 1.317 Ncm3 mm m-2 Tag-1 bar-1, ihr Druckverformungsrest < 15 Prozent. Einsätze sind bei bis zu -45 °C möglich.

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