Bluhm Systeme GmbH

50 Jahre Reise hinter sich, zeigt Bluhm Systeme auf der diesjährigen Fachpack, wohin die Kennzeichnung künftig führen soll.

Bild: Pixabay, Pexels

Offenzeiten erhöhen, Faltschachteln versiegeln Wohin geht die Kennzeichnungsreise?

21.09.2018

Bluhm Systeme feiert dieses Jahr nicht nur sein 50-jähriges Firmenjubiläum. Das Kennzeichnungsunternehmen hat zudem zahlreiche Neuheiten und Standaktionen für die Besucher der Fachpack 2018 im Gepäck.

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Der Markoprint-Ultimate-Twin-Druckkopf mit HP-Kartuschentechnik ist ein Inkjet-Drucksystem, das Anwendungen abdecken soll, die bisher nicht zu realisieren waren. Das System druckt bis zu 25 mm hoch und verfügt über die Schutzklasse IP-65. Damit ist es für Anwendungen in feuchten und staubigen Umgebungen geeignet, etwa in der Holz-oder Lebensmittelindustrie.

Das Besondere: Der Druckkopf muss bei der Reinigung der Anlage nicht abgedeckt oder demontiert werden. Er verschließt sich bei Stillstand, und mit jedem Schließen und Öffnen wird die Düsenplatte automatisch gereinigt. Ein Entfernen der Kartuschen bei langen Pausen, etwa übers Wochenende, ist somit laut Hersteller nicht notwendig. Für die Pharmaindustrie oder bei integrierten Systemen bedeutet das auch, dass die Kartuschen in geschlossenen oder schwer zugänglichen Anlagen und bei längeren Pausen nicht entfernt werden müssen.

Schnelles Abtrocknen ohne Verlaufen

Der Druckkopf eignet sich außerdem für UV-Tinten, wie sie beispielsweise zum Bedrucken von glatten Oberflächen zum Einsatz kommen. Das UV-Licht sorgt dafür, dass die Tinte sekundenschnell abtrocknet und nicht auf der glatten Oberfläche verläuft. Das Verschließen und Reinigen der Kartusche erhöht die Offenzeit der UV-Tinte. Hierdurch kann bei Druckpausen keine UV-Strahlung auf die Tinte einwirken und diese aushärten. Zusätzliche Pausen zum Säubern der Kartuschen sind nicht nötig.

Die Offenzeit der Tinte Markoprint 2580 soll etwa von 15 Minuten auf über 72 Stunden erhöht werden, sodass die Kartusche auch übers Wochenende im System verbleiben kann. Je nach Tintenart erhöhe sich laut Bluhm die Offenzeit um mehrere Stunden oder Tage.

Produktlinie für Systemintegratoren

Inkjet-Systeme der Markoprint-Integra-Serie sollen sich einfach in Produktionsanlagen integrieren lassen. Die neue Produktreihe startet mit dem Drucksystem Markoprint Integra One und dem Markoprint Integra Quadro. Ersterer wurde speziell für die Integration in Verpackungsanlagen entwickelt, wie sie zum Beispiel im Nahrungsmittelbereich zu finden sind, und druckt bis zu 12,5 mm hoch. Einstellungen können direkt vor Ort an einem Display vorgenommen werden. Das System soll dabei Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 180 m/min erreichen und über eine IP65-Schutzklasse verfügen.

Das Steuergerät Markoprint Integra Quadro erweitert die Vorteile des Integra One auf ein Drucksystem mit vier Druckköpfen. Das kompakte System kann direkt an der Anlage, in der Anlage oder in einem Schaltschrank installiert werden. Auch hier kann der Bediener die Einstellungen direkt an dem Steuergerät vornehmen. Für unterschiedliche Druckaufgaben kann das Steuergerät auch zwei verschiedene Drucktechnologien – bis zu zwei Druckköpfe pro Drucktechnologie – ansteuern.

Blick in die Zukunft

In Zusammenarbeit mit HP soll das erste thermische Inkjet-Druck-System 4.0 für industrielle Anwendungen entstehen. Zusätzlich wird eine neue Tintenkartusche von Funai vorgestellt. Diese erzielt selbst bei einem Druckabstand von mehr als einem Zentimeter ein scharfes Druckbild und ermöglicht das Beschriften von runden Oberflächen oder in Vertiefungen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Standpräsentation von Bluhm sind Etikettierlösungen zum flexiblen Etikettieren wechselnder Produkte. Der Etikettendruckspender Legi-Air 2050 Linerless etikettiert unterschiedliche, kleine Losgrößen. Der integrierte Sato-Etikettendrucker CL4NX verarbeitet Etikettenmaterial ohne Trägerpapier. Die Etiketten werden mit den notwendigen Informationen bedruckt und unmittelbar danach automatisch per Cutter abgeschnitten.

Auf diese Weise lassen sich mit der Linerless-Technologie Etiketten mit bis zu 140 mm Länge erzeugen. Ein Applikator mit Spendestempel nimmt die fertigen Etiketten auf und appliziert sie auf das gestoppte Produkt. Der Stempel ist so konstruiert, dass er unterschiedliche Etikettenformate aufnehmen kann. Ein Austauschen des Stempels bei Formatwechsel ist somit nicht erforderlich, sodass auch keine Rüstzeiten anfallen. Das Linerless-Verfahren soll dabei nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch die Abfallkosten reduzieren.

Etikettieren ohne Druckluft

Speziell für die Pharmaindustrie zeigt Bluhm einen Tamper-Evident-Etikettierer als Stand-alone-Gesamteinheit. Damit lassen sich Faltschachteln manipulationssicher mit Siegeletiketten verschließen. Zu der Einheit gehören unter anderem Förderband und Steuerung. Die Anlage kann verschiedene Etikettenformate verarbeiten und bringt die Siegeletiketten im Wipe-on-Verfahren auf.

Zusätzlich wird eine neue Variante des Highspeed-Etikettierers Legi-Air 6000 für den Versandhandel zu sehen sein. Benötigte das bisherige System Druckluft zum Abblasen des Etiketts auf das Produkt, kommt der neue Legi-Air 6000 ganz ohne Druckluft aus. Der Applikator wird servo-elektrisch betrieben. Die Etiketten werden im Wipe-on-Verfahren aufgewischt. Von den Taktleistungen her ist der Legi-Air 6000 Wipe-on vergleichbar mit dem bisherigen System, welches bis zu 2.400 Etiketten pro Stunde aufbringen kann.

Überraschung gefällig?

Anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums hat sich das Kennzeichnungsunternehmen für seine Standbesucher noch etwas Besonders einfallen lassen: Am Alpha-Glücksrad können sie Reaktionszeit beweisen und müssen ein Etikett im richtigen Feld platzieren. Wer möchte, kann zusätzlich sein Glück an einer historischen Slot-Maschine versuchen. Allen, die ein glückliches Händchen an den Maschinen haben, winke laut Bluhm eine kleine Überraschung.

Bluhm Systeme auf der Fachpack 2018: Halle 1, Stand 141

Bildergalerie

  • Der Druckkopf Ultimate Twin druckt bis zu 25 mm hoch und verfügt über die Schutzklasse IP-65.

    Bild: Bluhm Systeme

  • Das Drucksystem Integra One wurde für die Integration in Verpackungsanlagen entwickelt, beispielsweise im Nahrungsmittelbereich.

    Bild: Bluhm Systeme

  • Das Steuergerät Integra Quadro kann bis zu vier Druckköpfe ansteuern und lässt sich einfach in Schaltschränke oder Maschinen integrieren.

    Bild: Bluhm Systeme

  • Der Druckspender Legi-Air 2050 Linerless wurde für Unternehmen entwickelt, die geringe Batchgrößen und wechselnde Etikettenlängen haben.

    Bild: Bluhm Systeme

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