Dr. Matthias Laux ist Chief Technology Officer (CTO) bei Abas Software. Vorherige Stationen waren unter anderem IBM, Sun Microsystems und Sage Software. Zudem hatte er leitende Positionen im Bereich Software für das Gesundheitswesen inne.

Bild: Abas Software

Kommentar Wir haben erst angefangen

23.10.2019

Die Zukunft gestalten, ohne die Gegenwart zu ignorieren: Digitale Transformation bietet enorme Möglichkeiten, sie ist radikal, sie ist unverzichtbar. Aber welcher ist der richtige Weg? Wir liefern unseren Kunden Antworten und zeigen, wie sie durch Veränderung ihre Zukunft sichern können, während ihr Business heute wie morgen weiterwächst.

Dr. Matthias Laux war mit diesem Beitrag im P&A-Kompendium 2019 als einer von 100 Machern der Prozessindustrie vertreten. Alle Beiträge des P&A-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen .

Digital or Dead – das ist unsere Botschaft zum Thema Digitalisierung. Die Zukunft zu verändern, beginnt für mich jeden Tag aufs Neue. Unsere Kunden erwarten Lösungen, die ihnen die täglichen Aufgaben vereinfachen und gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen – heute, morgen und in zehn Jahren. Eine umfassende Digitalisierung aller Prozesse ist daher entscheidend. Genauso wichtig ist für mich jedoch der Blick nach vorne, über das Bekannte hinaus.

Heute nutzen wir unsere Stärke – unser weltweit eingesetztes ERP-System Abas ERP. Flankierend bieten wir ein stetig wachsendes Ökosystem an cloudbasierten Diensten wie Business Intelligence, Business Process Management, intelligentes Dokumentenmanagement, Browser-UI und Dashboards sowie spezialisierte Lösungen von Partnern für weitere Anwendungsgebiete.

Doch das ist lange nicht alles: Unsere Kunden erwarten zu Recht viel. Für mich sind sie darum Ansporn und Inspiration. So arbeiten wir bereits an konkreten Anwendungsfällen des maschinellen Lernens (ML) und Data Science für die ERP-Domäne, mit denen wir unseren Kunden die enormen Möglichkeiten dieser Technologien verfügbar machen. Auch im Internet of Things (IoT) haben wir bereits erste Projekte aufgesetzt.

Agilität ist mehr als nur Scrum

Ich denke, die Revolution der digitalen Transformation hat gerade erst begonnen – und auch wir haben erst angefangen, die Zukunft der Prozessindustrie mit diesen neuen Technologien zu gestalten. Meine Organisation ist darauf bereits abgestimmt, denn Agilität ist für uns mehr als nur Scrum. Agilität ist eine Einstellung, ein Mindset, der alle Aspekte unseres Handelns umfasst – immer mit Fokus auf den Kunden. Wir müssen schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren, Trends erkennen, bewerten und in Lösungen übersetzen, die echte Mehrwerte schaffen.

Grundlegend ist dazu vor allem eins: Zuhören. Der intensive Austausch mit Kunden und Partnern ist nicht nur für mich essenziell, sondern auch etwas, das ich von meinem Team erwarte. Kundenorientierung bedeutet jedoch auch Wahlfreiheit: Lizenzmodell und Wartung oder Subskription, Private oder Public Cloud, natives oder webbasiertes User Interface – all das zusammen mit einer frischen, modernen Benutzererfahrung und neuen Technologien ebnen den Weg der Digitalisierung.

Wir müssen uns permanent hinterfragen

Natürlich stellt die digitale Transformation nicht nur unsere Kunden, sondern auch uns selbst immer wieder vor neue Herausforderungen. Ist Blockchain ein Hype oder ein Zug, auf den wir rechtzeitig aufspringen müssen, um ihn nicht zu verpassen? Wir müssen uns permanent hinterfragen und neu erfinden.

Dabei müssen wir alle Beteiligten mitnehmen. Das beginnt in meinem Team, das sich stets neuen Veränderungsprozessen und Technologien gegenübersieht, das betrifft aber natürlich vor allem unsere Kunden und Partner. Denn unsere Produkte sind in erster Linie Business-Enabler. Wir müssen die Vorteile der neuen Technologien erkennen, vermitteln und in einer möglichst wenig disruptiven Weise beim Kunden etablieren.

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