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Industriearmaturen Die Wahl der richtigen Dichtung

21.07.2015

Kraftwerke, Chemieanlagen oder Erdgas-Pipelines: Weichdichtende Ventile und Ventilblöcke kommen in den unterschiedlichen Branchen in der Mess- und Regeltechnik zum Einsatz. Anders als bei metallisch dichtenden Ventilen ist bei ihnen der Ventilkegel oder das Gehäuse an den Dichtflächen mit einer Kunststoffdichtung versehen.

Zu den weltweit führenden Herstellern von Industriearmaturen für die Mess- und Regeltechnik gehört AS-Schneider. Das Familienunternehmen aus Nordheim bei Heilbronn arbeitet seit vielen Jahren mit renommierten Firmen unterschiedlicher Branchen zusammen. Der Spezialist bietet auch ein breites Sortiment an weichdichtenden Ventilen und Ventilblöcken mit einer großen Vielfalt an Material- und Anschlussoptionen.

Zum Beispiel kommen die weichdichtenden Armaturen von AS-Schneider bei der Förderung und dem Transport von Erdgas zum Einsatz. Hier herrschen besonders hohe Anforderungen: Einerseits darf aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen kein Gas in die Umgebung entweichen, andererseits können undichte Messanordnungen und damit Fehler bei Druck- oder Durchflussmessungen schnell hohe Kosten zur Folge haben. Absolute Dichtheit und eine wiederholgenaue Arbeitsweise der Ventile sind daher von großer Bedeutung.

Lösungen für die Erdgasindustrie

Rohes Erdgas wird über drei Verfahren gewonnen: Öl-, Gas- und Kondensatbohrungen. Je nach Art der Bohrung enthält es zahlreiche weitere Substanzen, darunter Rohöl, Ethan, Propan, Butan, Pentan, Wasserdampf, Kohlendioxid, Helium oder Stickstoff. Auch mit Sand, Kies, Schmutz oder Schwefelwasserstoff kann das Roherdgas verunreinigt sein.

Darüber hinaus reichern es die Hersteller mit weiteren Chemikalien an – zum Beispiel mit Merkaptan, um den typischen Gasgeruch zu erzeugen, sowie mit Korrosionsschutzmitteln und Glykol, um die Pipelines vor Feuchtigkeit und Frost zu schützen. Doch machen diese Stoffe das Roherdgas zu einem hochaggressiven und komplexen Prozessmedium, das Leitungen und Armaturen angreift und mit der Zeit beschädigt.

Für Armaturenhersteller ist die Auswahl des richtigen Dichtungsmaterials von großer Bedeutung: Nicht jeder Kunststoff ist unempfindlich gegen mögliche Bestandteile und Zusätze des Roherdgases. Auch haben die Werkstoffe unterschiedliche Einsatzgrenzen in Bezug auf Druck und Betriebstemperatur. All das kann auf lange Sicht die Ventildichtungen beschädigen und gefährliche und kostspielige Leckagen nach sich ziehen. AS-Schneider bietet deshalb verschiedene weichdichtende Materialien an. Das stellt sicher, dass die Armaturen den Anforderungen in der Praxis standhalten.

Faktor Prozessmedium

Die Ventile und Ventilblöcke von AS-Schneider bewähren sich bereits seit langem in zahlreichen Anwendungen. Neben der Tatsache, dass sich das Material optimal auf den individuellen Einsatzfall abstimmen lässt, bieten die weichdichtenden Armaturen weitere Vorteile: Sie sind nicht nur sicher und zuverlässig, der elastische Kunststoff gleicht auch Unebenheiten an den Dichtflächen aus. Zudem lassen sich die Dichtungen leicht austauschen, was insbesondere bei aggressiven oder verschmutzten Prozessmedien wie Roherdgas die Lebensdauer der Ventile erhöht. Statt eine komplette Armatur zu ersetzen, kann der Anwender einfach nur den Ventilsitz wechseln. Dies verringert den Reparaturaufwand und erhöht zudem die Sicherheit: Denn durch regelmäßige Wartung kann der Anlagenbetreiber das Risiko einer Leckage weitgehend minimieren.

Bildergalerie

  • Die Armaturen werden in der Mess- und Regeltechnik eingesetzt, etwa bei Druck- oder Durchflussmessungen.

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  • Bei weichdichtenden Ventilen und Ventilblöcken ist die Auswahl eines geeigneten Dichtungsmaterials von großer Bedeutung.

    Bild: AS-Schneider

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