Kritische Infrastruktur im Gastransport

Stillstand für die Zukunft: Verdichterstation wird komplett modernisiert

Modernisierung am Standort Hünxe: Thyssengas und Engie setzen am Standort Hünxe gemeinsam ein Modernisierungsprojekt der Verdichterstation um.

Bild: Thyssengas GmbH / Moritz Brilo Fotografie
19.03.2026

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit modernisiert Thyssengas die Verdichterstation Hünxe mit bestverfügbarer, geprüfter Technik. Dazu wird die Station ab April 2026 für rund sieben Monate komplett außer Betrieb genommen.

Der deutsche Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas mit Hauptsitz in Dortmund hat Engie Deutschland mit der Modernisierung der kompletten E/MSR-Technik am Standort Hünxe beauftragt. „Dabei handelt es sich um eine umfassende Erneuerung”, berichtet Kathrin Schaefer, Projektleiterin bei Thyssengas. „Das Ziel von Thyssengas ist es, unsere Verdichterstation Hünxe auf die bestverfügbare geprüfte Technik zu bringen. Das Projekt hat für uns einen hohen Stellenwert, denn unsere Verdichterstation leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. In der Umsetzung setzen wir dabei auf eine langjährig bewährte Zusammenarbeit mit Engie Deutschland.“

Komplexe Anlagenstruktur mit drei Maschineneinheiten

Die Anlagen in der Verdichterstation Hünxe sind komplex: Vor Ort befinden sich insgesamt drei Maschineneinheiten. Zwei davon bestehen jeweils aus einem erdgasbetriebenen Turboverdichter, während die dritte Einheit durch einen elektrisch betriebenen Turboverdichter angetrieben wird. Das Prozessleitsystem bildet die notwendigen verfahrenstechnischen Prozesse softwaretechnisch ab und stellt das Bindeglied zwischen den in der Stationsperipherie befindlichen Einzelkomponenten dar. Es sorgt für eine Vollautomatisierung und gewährleistet die sicherheitstechnische Überwachung der verfahrenstechnischen Prozesse.

Umsetzung: Standortkenntnis und Leittechnik-Verantwortung

Das Team von Engie Deutschland kennt diese komplexen Rahmenbedingungen aufgrund der langjährigen Betreuung vor Ort und bringt neben diesen Kenntnis des Standorts auch die technische Kompetenz für die vollumfängliche Erneuerung der Verdichterstation Hünxe ein. Matthias Walters, der als Bereichsleiter Leittechnik bei Engie Deutschland für das Projekt verantwortlich ist, sagt dazu: „Das gesamte Engie-Team der Power Solutions und der SPS (Secure Power Systems) ist stolz, dass wir gemeinsam Thyssengas als Generalunternehmer für das Gesamtprojekt Hünxe unterstützen dürfen, und werden unsere ganzheitliche Expertise in die Modernisierung einfließen lassen. Damit tragen wir dazu bei, die zuverlässige Verfügbarkeit dieser kritischen Infrastruktur für die Zukunft zu sichern.“

Aktuell laufen die vorbereitenden Maßnahmen, ab voraussichtlich April 2026 wird die Station dann für die Modernisierung komplett außer Betrieb genommen. Während des engen Zeitrahmens werden bis zu 100 Fachleute gleichzeitig auf der Baustelle tätig sein, darunter neben dem Engie-Team auch zahlreiche Partner und Subunternehmer aus der Region. Erneuert werden sämtliche elektrotechnischen Komponenten in der Station sowie das komplette Prozessleitsystem.

Zieltermin 31. Oktober 2026

Engie Deutschland ist außerdem für den vollständigen Austausch der E/MSR-Technik verantwortlich. Insgesamt werden mehr als 73 km Kabel neu verlegt, rund 100 neue Schaltschränke geliefert und sämtliche Feldgeräte (Sensorik und Aktorik) ausgetauscht. Alle Modernisierungsmaßnahmen müssen bis zum Beginn der nächsten Heizperiode am 31. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt startet wieder der reguläre Gastransport und die Verdichterstation Hünxe ist dank Engie Deutschland mit einer hochmodernen E/MSR-Technik und einem umfassenden Anlagenschutz optimal für die Zukunft aufgestellt.

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