Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Kunststoffabfällen: Industrieabfälle und Abfälle aus privaten oder gewerblichen Haushalten. Letztere sind in Deutschland für 85 Prozent des gesamten Kunststoffabfalls verantwortlich, die Industrie steuert die übrigen 15 Prozent bei. Industrial-Recycling kämpft häufig mit Glas- oder Metallresten, Post-Consumer-Recycling mit unterschiedlichen Formen und Fließeigenschaften.
Von der Analyse zur Anlage
Grundlage für jede Anlagenkonzeption sind Tests im hauseigenen Azo-Labor und Versuchszentrum: Eingangsstoffe werden auf Schüttgewicht, Partikelform und -größe, Feuchte und Fließfähigkeit geprüft. Jährlich führt die Azo Gruppe rund 250 solcher Versuche mit Kundenprodukten durch und verfügt über eine umfangreiche Schüttgut-Datenbank. Vor allem leichte Produkte wie Schnipsel oder Flakes neigen zum Verhaken und haben schlechte Ausfließeigenschaften. Azo bietet dafür Lösungen mit Rührwerken, Vibrationsunterstützung und speziellen Geometrien gegen Brückenbildung. Am Ende der Förderstrecke trennen verschleißfeste, teils nitrierte Abscheider das Produkt vom Luftstrom – auch bei abrasiven oder extrem leichten Materialien. Für das exakte Dosieren stehen die AZODOS-Geräte bereit, die kontinuierlich nach dem Loss-in-Weight-Prinzip arbeiten. Der AZO MIXOMAT fördert, dosiert, wiegt und mischt bis zu 30 Komponenten rezepturgesteuert in einem kompakten System. Warmlufttrockner, Metallsuchsysteme und Mischsilos sorgen für ein gleichbleibendes Endprodukt.