Ob im E-Commerce, in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie oder in der Speditionslogistik: Überall dort, wo Waren versandfertig gemacht werden, sind schnelle und effiziente Prozesse ebenso gefragt wie Sicherheit und Sorgfalt. Denn am Ende der Lieferkette entscheidet die richtige Verpackung darüber, ob Produkte unversehrt beim Kunden ankommen. Die Kosten von Transportschäden werden weltweit auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Diese zu vermeiden, ist seit mehr als 50 Jahren die Mission von Lantech. Das von den Brüdern Pat und Bill Lancaster im US-amerikanischen Louisville, Kentucky, gegründete Unternehmen hat sich auf End-of-Line-Verpackungslösungen spezialisiert, also auf Maschinen, die Kartons aufrichten und verschließen, Paletten mit Folie sichern oder Trays und Deckel verarbeiten. Mehr als 100.000 solcher Anlagen hat Lantech bereits aus den USA und den Niederlanden in alle Welt ausgeliefert.
50 Jahre Erfahrung in der Verpackungsbranche
Einen ersten Meilenstein erreichte das damals frisch gegründete Familienunternehmen im Jahr 1972 mit der Erfindung des Stretchwicklers, einem bis heute zentralen Verfahren in der Verpackungsbranche. Weltweit werden jährlich Milliarden von Paletten mit Stretchfolie umwickelt, damit die Ladung beim Transport unversehrt bleibt. „Unsere Maschinen arbeiten unter anderem in Kühl- und Tiefkühlbereichen, in feucht-warmer Umgebung und teilweise sogar im Freien”, skizziert Ron Jansen, Hardware-Entwickler bei Lantech am niederländischen Standort Malden. „In der Lebensmittelindustrie kommen sie zudem häufig mit aggressiven Reinigungsmitteln in Kontakt. Trotzdem erwarten unsere Kunden einen sicheren und zuverlässigen Betrieb – in vielen Fällen rund um die Uhr.“
Verbindungstechnik als Basis stabiler Prozesse
Ein häufig unterschätzter Faktor, der dies möglich macht, sitzt im Schaltschrank und zieht sich durch die gesamte Anlage: die elektrische Verbindungstechnik. Für Lantech ist sie eine der wichtigsten Voraussetzungen für stabile Prozesse, eine hohe Verfügbarkeit und die Einhaltung der eigenen Qualitätszusagen. In modernen Verpackungsmaschinen laufen zahlreiche Funktionen zusammen. Antriebe, Sicherheitstechnik, Sensorik, HMIs, Kommunikation – all das muss zuverlässig verbunden werden, oftmals unter beengten Platzverhältnissen im Schaltschrank und mit bewegten Leitungen in der Maschine. Entsprechend vielfältig sind die Kabel, die bei Lantech verbaut werden.
Internationale Normen für globale Märkte
Hinzu kommt, dass das Unternehmen weltweit liefert. Je nach Zielregion müssen Maschinen unterschiedliche Normen und Vorschriften erfüllen, beispielsweise CE/UKCA in Europa oder UL/CSA in Nordamerika. „Standardisierung ist zwar ein Schlüssel zu einer effizienten Fertigung, darf aber nicht zu Lasten der Konformität gehen”, ist Jansen überzeugt. „Stattdessen brauchen wir Lösungen, die unsere funktionalen genau wie die normativen Anforderungen erfüllen.“ Das niederländische Werk von Lantech setzt bei der Verkabelung seiner Maschinen bereits seit 20 Jahren auf Helu. Das Portfolio des Verbindungstechnik-Spezialisten deckt die Leitungstypen ab, die in den komplexen Anlagen benötigt werden.
Auch für seine verschiedenen Zielregionen erhält das exportorientierte Unternehmen alles aus einer Hand: So setzt Lantech für den europäischen Markt beispielsweise auf die bewährte Steuerleitung JZ-500 mit VDE- und UKCA-Zulassung; in Nordamerika kommt das UL/CSA-zertifizierte Pendant JZ-602 zum Einsatz.
Bei der Schaltschrankverdrahtung vertraut der Anlagenbauer auf die Einzeladern der Serie FIVENORM. Diese sind nach fünf verschiedenen internationalen Standards zertifiziert und können damit nahezu weltweit eingesetzt werden. „Wir können unsere Stücklisten verschlanken und müssen weniger unterschiedliche Leitungen bevorraten. Das spart Platz im Lager und Arbeit im Einkauf“, berichtet Ron Jansen.
Bewegung im Kabel, Nachschub im Takt
Für die sichere Führung von bewegten Leitungen kommen zudem die Energieführungsketten der Serie HELUCHAIN PLASTIC LINK 2-KL zum Einsatz. Sie sind speziell für den leichten Maschinenbau konzipiert. Die Leitungen bezieht Lantech im Rahmen eines Kanban-Systems von dem niederländischen Großhändler Itsme. Alle in der Fertigung regelmäßig benötigten Artikel werden durch den Handelspartner automatisch wöchentlich aufgefüllt. „Das bedeutet für uns minimalen internen Aufwand für die Bestandhaltung bei gleichzeitig hoher Versorgungssicherheit“, erklärt Jansen.
„Ausschlaggebend waren dabei vor allem drei Punkte: lokale Verfügbarkeit, schnelle Lieferung und kurze Wege in der Kommunikation – inklusive direkter Ansprechpartner und technischer Unterstützung“, erinnert sich der Entwickler.
Für Lantech ist verlässliche Lieferfähigkeit ein entscheidendes Kriterium – denn fehlt auch nur eine Leitung, steht im Zweifel eine komplette Fertigungslinie still. Helu hat deshalb einen zusätzlichen Pufferbestand an seinem niederländischen Standort im wenige Kilometer entfernten Budel angelegt. Und auch im Rest der Welt ist der Verbindungstechnik-Spezialist mit zahlreichen Landesgesellschaften vertreten. „Dadurch können wir unseren internationalen Kunden schneller Ersatzteile liefern und teure Ausfallzeiten bei der Wartung und Instandhaltung reduzieren – ein wichtiger Teil unseres Service-Konzepts“, schildert Jansen.
Partnerschaft für Lieferfähigkeit und Maschinenverfügbarkeit
Für Lantech ist die Partnerschaft mit Helu ein klarer Hebel für Lieferfähigkeit und Maschinenverfügbarkeit. „Die einfache und zuverlässige Beschaffung erleichtert uns die Arbeit in der Produktion und Logistik, und die hohe Qualität der Leitungen trägt zu einem sicheren und dauerhaften Betrieb unserer Anlagen bei“, resümiert Ron Jansen. „Dank der verschiedenen Normen und Zulassungen haben wir für jeden Teil der Welt die passenden Lösungen zur Hand – ein Vorteil, den wir besonders mit den FIVENORM-Einzeladern in Zukunft noch stärker ausspielen werden.“ Für den Entwickler ist klar: „Wir wollen unsere erfolgreiche Zusammenarbeit auf jeden Fall beibehalten und auch weiter ausbauen.“