Durch die neue Nennweite DN 10 reduziert sich der Wasserinhalt in den Raxofix-Leitungen um fast die Hälfte, verglichen mit der Nennweite 16 mm.

Bild: Viega

Nennweite DN 10 Schmalere Rohre für mehr Trinkwasserhygiene

25.09.2019

Das Kunststoffrohrleitungssystem Raxofix von Viega gibt es jetzt auch in der Nennweite DN 10. Das soll zum einen die Trinkwassergüte besser erhalten, zum anderen erhöht sich durch die kleiner dimensionierten Rohre die Reichweite.

Bei der Planung von Trinkwasseranlagen sind bedarfsgerechte Gleichzeitigkeiten exakt zu ermitteln, um den Erhalt der Trinkwassergüte durch entsprechend schlanke Rohrleitungen zu unterstützen. Rohrleitungen mit reduzierten Nennweiten erzielen zudem mehr Reichweite, während sie die Ausstoßzeiten nach VDI 6003 nicht überschreiten.

Viega hat sein Sortiment des Kunststoffrohrleitungssystems Raxofix deshalb um die Nennweite DN 10 erweitert. Erkennbar ist diese an dem weißen Rohrmantel.

Trinkwassergüte erhalten

Raxofix wurde entwickelt, um SHK-Fachhandwerkern Flexibilität bei Trinkwasserinstallationen zu bieten. Doppelwandscheiben, Anschlussblöcke, Kreuzungs-T-Stücke und weitere Formteile mit sehr geringen Zeta-Werten sollen die Arbeiten rund um die Stockwerksverteilung vereinfachen. Die für Raxofix typische, raxiale Verpressung ist laut Viega zudem sicher und schnell.

Mit der Erweiterung um die Nennweite DN 10 will das Unternehmen nun ermöglichen, Installations- und Betriebskosten durch die schlanke Auslegung der Anbindeleitungen zu weit entfernten Zapfstellen zu senken. Die neue Nennweite soll gleichzeitig den Erhalt der Trinkwassergüte unterstützen, da der Wasserinhalt einer Rohrstrecke in der Nennweite DN 10 um fast die Hälfte geringer ist als bei der Standard-Nennweite 16 mm.

Das Volumen wird hier also wesentlich schneller ausgetauscht. In vielen Fällen kann die Länge der Zuleitung auch unter Einhaltung der Ausstoßzeiten gemäß VDI 6003 etwa verdoppelt werden.

Höhere Reichweite bringt Vorteile

Die Kostenvorteile der höheren Leitungsreichweite werden anhand eines Beispiels deutlich. Küchen werden in der modernen Grundrissplanung häufig nicht mehr in direkter Nähe zum Bad geplant. Die dortigen Zapfstellen müssen also einzeln angeschlossen werden.

Bei der Rohrleitungsdimension 16 mm können unter den Gesichtspunkten Trinkwasserhygiene und Ausstoßzeiten Leitungslängen von gut 6 m installiert werden, wenn man übliche Mindestvolumenströme zugrunde legt. Mit Raxofix in DN 10 hingegen sollen sich die Längen der Einzelzuleitung in etwa verdoppeln lassen, da der Rohrinhalt fast halbiert wird. Unter Umständen kann das nach Angaben von Viega sogar einen zweiten Steigstrang inklusive der dazugehörigen Zirkulationsleitung oder den Einsatz von Kleinspeichern direkt an der Zapfstelle überflüssig machen.

Die Raxofix-Verbinder in DN 10 sind mit dem gleichen Werkzeug zu verpressen, wie es für die Nennweite 16 mm verwendet wird. Es sollen demnach keine zusätzlichen Werkzeugkosten entstehen. Mittels der vom DVGW zertifizierten Sicherheitstechnik SC-Contur fällt jede vergessene Verbindung außerdem bereits beim Befüllen oder bei der Dichtheitsprüfung auf, heißt es von Viega.

Bildergalerie

  • Für die DN-10-Leitungen kann das gleiche Presswerkzeug eingesetzt werden wie für die Nennweite 16 mm.

    Bild: Viega

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