Bei Medikamenten kann eine korrekte Beschriftung Leben retten.

Bild: Bausch+Ströbel

Vial-Etikettierung Schluss mit falsch beschrifteten Medikamenten

06.07.2021

Oft ist ein nicht korrekt bedrucktes Etikett der Grund, dass ein an sich ordnungsgemäß befülltes Vial nicht mehr verwendet werden kann. Eine neue Etikettiermaschine soll Kennzeichnungsfehler jetzt mithilfe zahlreicher Kontrollstationen ausschließen.

Falsch etikettierte Medikamente? Nicht mit der ESF 60100! So präsentiert Bausch+Ströbel seine neue Etikettiermaschine ESF 60100 auf der Fachpack 2021. Denn nicht nur falsch befüllte und falsch verschlossene Vials müssen im Produktionsprozess verworfen werden, sondern auch falsch bedruckte. Stimmen Angaben auf dem Etikett nicht oder sind nicht aktuell, kann das schlimmstenfalls bis zum Tod eines Patienten führen.

Die ESF 60100 ist mit zahlreichen Kontrollstationen ausgestattet, die vermeiden, dass falsch gedruckte Etiketten auf Medikamentenflaschen gelangen. Leistungstechnisch schafft sie über 20.000 Objekte pro Stunde.

Zwei parallele Drucksysteme möglich

Bausch+Ströbel hat die Etikettiermaschine flexibel gestaltet. Zum einen hinsichtlich des Verarbeitungsbereichs: Etikettiert werden können sowohl kleine 2R-Vials als auch große Liter-Flaschen. Zum anderen bei den Drucksystemen: Auf dem modular aufgebauten Gerät lassen sich zwei unterschiedliche Drucksysteme parallel einrichten, um eine Kennzeichnung auf verschiedenen Etikettenmaterialien ohne Umrüstung zu ermöglichen. Auch sind Druck und Etikettierung oben auf dem FlipCap möglich.

Zur Auswahl stehen dabei mehrere Drucksysteme: Heißpräge-Chargendrucker, Thermotransferdrucker oder Laserkennzeichnung. Aber auch die Integration eines kundenspezifischen Geräts ist möglich.

Bedienerfreundlich und leicht zu reinigen

Der Etikettenspender verfügt zudem über einen Zwischenantrieb. Spannungen am Etikettenband, die bei hohen Geschwindigkeiten auftreten können, werden vermieden; Anwender sollen stets ein perfektes Druckergebnis erzielen.

Außerdem wurde die Maschine bedienerfreundlich entwickelt. Sie ist leicht zu reinigen und ermöglicht ein schnelles Umrüsten auf andere Objekt- und Etikettengrößen, genauso wie bei den
anderen Formatteilen.

Ausschleusen fehlerhafter Vials

Schon zu Beginn überprüft die Anlage Vials nach Farbe der Kappen und Füllstand. Auf diese Weise gelangen nur korrekt befüllte und verschlossene Vials in den Etikettierprozess.

Vor dem Aufbringen des Etiketts kommen die Kontrollstationen ins Spiel: Sie sorgen dafür, dass jedes Etikett mit richtiger Chargennummer, Codierung et cetera bedruckt ist. Geschwindigkeitseinbußen müssen Anwender dabei laut Bausch+Ströbel nicht hinnehmen.

Fehlerhafte Etiketten werden entfernt, nicht etikettierte Vials ausgeschleust. Diese müssen dann allerdings nicht wie falsch etikettierte Objekte verworfen werden, sondern lassen sich erneut in den Etikettierprozess einbringen.

Die ESF 60100 ist mit dem Etikettensplicer ESE9752 kombinierbar. Er soll eine Etikettierung ohne Stillstandszeiten durch einen automatisierten Splice-Prozess vom aufgebrauchten zum neuen Etikettenband sicherstellen. Das leere Trägerband wird dabei platzsparend wieder aufgewickelt.

Bildergalerie

  • Die ESF 60100 ist Bausch+Ströbels neue Antwort auf die Vial- und Flaschenkennzeichnung.

    Bild: Bausch+Ströbel

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel