Rolf Becker ist 1961 geboren und studierte Maschinenbau. Seit 1999 ist er Geschäftsführer der AS-International Association.

Bild: AS-International Association

Industrial Communication Quo vadis data?

01.10.2020

Die Datenwege von der Feldebene sind vielfältig. Mit AS-Interface stellen wir uns als Wegweiser für die industrielle Kommunikation der Zukunft auf.

Rolf Becker ist mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten. Alle Beiträge des A&D-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen .

Was kommt sind innovative Geschäftsmodelle, neue Informationswege und höhere Abwicklungsgeschwindigkeiten in der Automatisierungstechnik. Die Zukunft der industriellen Kommunikationstechnik gehört neuen Kommunikationsstandards wie auch klassischen Systemen, die von der Feldebene den Datenfluss gewährleisten, egal, wie fein verzweigt die Anzahl der Geräte auch sein mag.

Was bleibt sind die Kabel von den unzähligen Sensoren und Aktoren, die für die Produktion angebunden werden, um die Werte zu Temperatur, Druck, Spannung oder Strom zu übertragen. Plus den Gateways und Übersetzern, die die Daten beider Welten ineinander übersetzbar machen. Einher geht das Ganze mit einer immer leistungsfähigeren Infrastruktur in der Feldebene, die die Übertragungsraten sicherstellt. Wichtig sind dem Anwender hier Einfachheit und Kostenachtsamkeit, um der Industrie die Digitalisierung der Feldebene und damit den Schritt ins IIoT zu ermöglichen.

Interaktion von Feld- und Steuerungsebene

Was passiert nun mit der Feldebene, die die Basis der industriellen Vernetzung bleibt? Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Daten in der Feldebene zu gewinnen und auf den weiteren Stufen der Automatisierungspyramide zu verarbeiten und auszuwerten. Angesichts der steigenden Zahl von Sensoren und Aktoren und dem steigendem Informationsbedarf sucht man nach einer richtigen Feldvernetzung.

Was dann wiederum gefällt sind Systeme, die eine individuelle Flexibilität und Offenheit versprechen. Zuverlässige Kommunikationsnetzwerke sind Wegbereiter für die digitale Transformation, müssen aber den Aufwand bei Parametrierung, Initialisierung und Programmierung geringhalten.

Gerade für Anwendungsgebiete wie Retrofits von Maschinen sowie Energieeffizienz- und Zustandsüberwachungsprojekte in der Produktion will man eine Lösung integrieren, die keine Engpässe in der Automatisierungsumgebung entstehen lässt.

Was ich empfehlen kann ist die Datenerfassung mit AS-Interface, die in der Feldebene die Interaktion zur übergeordneten Steuerungsebene sicher und einfach gewährleistet. Denn hier gestaltet sich der Anfang der Datenorchestrierung für IoT-Anwendungen, hier bildet sich die Basis für eine hochintegrierte und intelligente Entscheidungskette aus

Die Leistungskennzahlen in der Fertigung entstehen an dieser Stelle und eröffnen Potenziale für mehr Effizienz und Optimierungen. Die Daten mit AS-Interface zu erfassen bietet aus der Erfahrung heraus eine ideale Basis, flexible Strukturen einfach und offen zu realisieren. Egal, ob klassische Verkabelung von analogen Sensor- und Aktordaten oder intelligenter IO-Link-Sensorik – die Unternehmen können mit AS-Interface nach Bedarf und Kompetenz automatisieren.

Für die Zukunft: Ganzheitlichen Ansatz

Und das ist es, was man auch in der Produktion zukünftig braucht. Wenn es darum geht, Fertigungsprozesse vorausschauend zu planen und flexibel zu halten, dann bedarf es einem bedürfnisgerechten und zeitgemäßen Anschlusssystems wie AS-Interface, das je nach Applikation Datenbreite wie auch Anschlussfreude offeriert. ASi-3 wächst nach wie vor im zweistelligen Prozentbereich, ASi-5 hält die Spezifikation für alle verfügbar, die an Dateninfrastrukturen mit einem ASi-5 Chip weiterentwickeln wollen.

In der industriellen Kommunikation muss man den ganzheitlichen Ansatz sehen, auf Feldebene die Lastverteilung der Daten einfach und offen zu gestaltenmachen und dezentrale Konzepte zu realisieren – so lässt sich Time-to-Value verkürzen.

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