Die optimierte Schnittstelle ist aus Infotainment-Systemen von VW-Autos bekannt.

Bild: Pixabay, scottyuk30

Automotive-Steckverbinder Quadlock-Standardschnittstelle in VW-Fahrzeugen verbessert

15.10.2020

Anschlussboxen, die in Infotainment-Systemen für die Verkabelung und Ansteuerung von Lautsprechern verwendet werden, sind an und für sich keine Neuheit. Nun ist aber ein System, das auf der VW-Standardschnittstelle Quadlock basiert, weiterentwickelt und in mehrerlei Hinsicht verbessert worden.

Mit dem Y-Quad hat Yamaichi eine Automotive-Schnittstelle optimiert, die bei VW seit Jahren etabliert ist. Die zugrundeliegende technische Spezifikation definiert einen PCB-Steckverbinder mit bis zu 52 Kontakten, die in Mischbestückung von Ethernet-Signalen bis hin zu Power-Pins verschiedene Aufgaben erfüllen. Die Serienproduktion des Steckers ist bereits gestartet.

Konkrete Verbesserungen

Neben der Standardversion für das Wellenlötverfahren bietet Yamaichi eine reflowtaugliche „Pin in Paste“-Version des Y-Quad-Steckverbinders an. Der Vorteil für den Kunden liegt dabei darin, dass er die Anschlussbox nicht mehr in einem separaten, zusätzlichen Lötprozess verarbeiten muss. Er kann vielmehr den Y-Quad im Standard-Reflowprozess verarbeiten, was Zeit und Kosten spart.

Weiter ist bei dem neuen Steckverbinder die Ground-Anbindung in verschiedenen Positionen möglich. So lassen sich flexiblere Gehäuse gestalten. Und mit der optionalen High-Power-Version wird durch ein spezielles PCB-Design eine Übertragungsrate von bis zu 20 A erreicht – im Vergleich zu der Standardvariante mit maximal 16 A. Auch die Anzahl der Pins ist individuell anpassbar.

90- und 180-Grad-Version

Bei der gewinkelten 90-Grad-Variante macht die hohe Anzahl der Kontakte eine rückseitige PCB notwendig, die die elektrischen Signale beziehungsweise Ströme routet, welche dann wiederum mit der Leiterplatte des Kunden verlötet werden. Zudem gibt es einen Ground-Kontakt, der mit der Schirmung des Kundengehäuses verbunden wird.

Die gerade 180-Grad-Version kann auf die PCB und den Ground verzichten, da sich alle Kontakte direkt mit der Kunden-Leiterplatte verlöten lassen. Bei beiden Varianten erfolgt das Verlöten im THT-Wellenlötverfahren.

Gefertigt wird der Y-Quad in einer vollautomatischen Bestückungslinie. Die Verpackung kann je nach Wunsch in Tray oder Tube erfolgen.

Bildergalerie

  • Der Y-Quad-Steckverbinder erspart im Vergleich zur Quadlock-Schnittstelle einen zusätzlichen Lötprozess.

    Bild: Yamaichi

Verwandte Artikel