Verzögerungen in der IT-Installation Projektkiller „Warten“: Warum Software-Entwicklungen nicht viel Zeit benötigen

Manche Softwarefirmen benötigen im Zuge dessen Monate, um eine Lösung in den Arbeitsalltag zu integrieren – und vergessen dabei, dass niemand in der Logistikbranche Sekunden, Minuten oder sogar Tage zu verschenken hat.

Bild: iStock, acilo
17.04.2023

Viele Betriebe wollen sich schon länger mit dem Problem des stetigen Zeitverlusts und dem Chaos auf ihren Betriebshöfen auseinandersetzen. Digitale Lösungen sollen in diesem Zusammenhang mehr Transparenz und Ordnung bringen. Besonders die Logistikbranche fällt aber in Sachen Digitalisierung noch weit zurück.

„Große Teile der Branche befürchten, dass sie den entsprechenden IT-Aufwand nicht stemmen können oder das Unterfangen zu viel Zeit in Anspruch nimmt“, weiß Sebastian Odrich, Geschäftsführer bei SDBN Solutions. Und tatsächlich: Einige Unternehmen besitzen aufgrund des Fachkräftemangels nicht einmal richtige IT- oder Digitalisierungsabteilungen.

Manche Softwarefirmen benötigen im Zuge dessen Monate, um eine Lösung in den Arbeitsalltag zu integrieren, und vergessen dabei, dass niemand in der Logistikbranche Sekunden, Minuten oder sogar Tage zu verschenken hat. „Dabei kann entsprechende Software mit dem richtigen Partner schon innerhalb von einem Monat in Betrieb genommen werden und die Mitarbeitenden in ihren Prozessen unterstützen“, hält der Experte fest. In vielen Fällen erweist sich für Geschäftsführer und Unternehmensinhaber also nicht die Suche nach einer passenden technischen Lösung als das Digitalisierungs-Problem, sondern das Finden einer einfachen und nicht zeitintensiven Einrichtung der entsprechenden Software.

Schnell und mit wenig Aufwand

Heutzutage hat kaum eine Branche Zeit zu verschenken und gerade Logistik oder Intralogistik kämpfen oft um jede einzelne Sekunde. Kaum einer hat Muße, sich mit einer neuen Softwarelösung oder einer mehrere Monate dauernden Einführungsphase zu beschäftigen, während tagtäglich mehr Arbeit ansteht, als das Personal eigentlich bewältigen kann.

Gerade auf dem eigenen Frachthof geht jedoch oft viel Zeit durch Chaos beim Be- und Entladen von Lieferungen verloren. Bis beispielsweise der richtige Lastkraftwagen auf dem Gelände alle Schranken passiert hat und am passenden Tor steht, kommt es schnell zu längeren Wartezeiten. Dies hat jedoch nicht nur negative Auswirkungen auf die Intralogistikunternehmen, sondern sorgt auch für lange Standzeiten auf Frachthöfen.

„Es erweist sich für betroffene Unternehmen als äußerst hilfreich, eine entsprechende Frachthofverwaltung einzuführen. Yard- und Timeslot-Management-Systeme erlauben beispielsweise einen genauen Überblick über alle Fahrzeugbewegungen auf dem eigenen Gelände oder die Einführung einer Zeitfensterplanung für Spediteure“, weiß Odrich, der mit seinem Unternehmen entsprechende Lösungen bereitstellt.

Übersichtliches Management

Gerade Verladerinnen und Verlader können sich besser organisieren, wenn sie wissen, wann welches Fahrzeug bei ihnen erscheint und ob es im Prozess vielleicht zu Verspätungen kommt. „Niemand in der Intralogistik hat Planungssicherheit, wenn Peaks entstehen und plötzlich drei bis vier Spediteure auf einmal auf eine Be- oder Entladung warten, aber danach für mehrere Stunden Leerlauf herrscht“, erklärt der Experte. Softwarelösungen wie TMC TIME von SDBN erlauben hier Fahrerinnen und Fahrern die Reservierung von Zeitfenstern für die Anfahrt der Laderampen. Einfache Bedienung und kostenfrei buchbare Slots führen so zu mehr Transparenz sowie übersichtlichen Transportlisten. Solch ein System bringt jedoch keinen Erfolg, wenn die Lastkraftfahrzeuge nicht zum gebuchten Termin an der Laderampe stehen.

„Wenn sich Fahrer auf dem Unternehmensgelände verfahren oder hängen bleiben, entstehen oft lästige beziehungsweise kostenintensive Verzögerungen für die Kunden. Um sich dieser Situation anzunehmen, hilft es, digital den Überblick über das Gelände zu behalten. So können Mitarbeiter einfach erkennen, wenn ein Transport, der eigentlich an der Rampe stehen sollte, nicht dort ankommt. Durch die Einbindung der Spediteure in die internen Prozesse können Betriebe auftretende Probleme somit frühzeitig erfassen und Hilfestellung liefern“, veranschaulicht Odrich.

Mit einer Yard-Management-Software wie TMC Yard haben Verlader von der ersten Anmeldung an der Schranke über den Fahrtweg zum Be- beziehungsweise Abladeplatz und bis zum Verlassen des Geländes über die Ausfahrt alles genau im Blick. So lassen sich interne Ressourcen besser nutzen und es braucht in Zeiten des Fachkräftemangels oft weniger Mitarbeitende in der Logistik.

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