Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter von Pflitsch Mathias Stendtke (l.) und Roland Lenzing vor dem neuen Gebäude, in dem der erfolgreiche Mittelständler sein Kompetenzzentrum für Kabelkanäle realisieren will.

Bild: Pflitsch

Investition am Standort Hückeswagen Pflitsch will Kompetenzzentrum für Kabelkanäle realisieren

01.10.2018

Mit dem Kauf des Werks von Magna Powertrain im Gewerbegebiet Hückeswagen Winterhagen stellt Pflitsch, ein Experte für Kabelverschraubungen und Kabelkanäle, auch räumlich die Weichen auf Zukunft. Pflitsch will hier ein Kompetenzzentrum für seinen stark wachsenden Kabelkanal-Produktbereich realisieren.

„Auf unserem Firmengelände am Mühlenweg könnten wir unser aktuelles Wachstum nur noch etwa ein bis zwei Jahre stemmen“, sagen Roland Lenzing und Mathias Stendtke, die als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen mit 100-jähriger Erfolgsgeschichte in der 4. Generation leiten. Während der Standort nahe der Wupperschleife bereits mit dem hochmodernen neuen Automatischen Kleinteilelager vorbereitet ist für die Expansion des Produktbereichs Kabelverschraubung, schaffe der neue Standort die perfekten Rahmenbedingungen für den ebenfalls stark wachsenden Bereich Kabelkanal. „Hier haben wir Platz, um Produktionsprozesse optimal zu gestalten und unsere Baugruppen-Fertigung weiter auszubauen“, erklärt Roland Lenzing. Das sei auch angesichts der neuen, vielversprechenden Kabelkanalserie Variox mehr als notwendig.

„Das neue Gelände mit insgesamt ca. 52.000 qm Fläche und seiner Nähe zu unserem Firmensitz war für uns ein Entscheidungskriterium für den Erwerb“, sagt Mathias Stendtke. Die Gesamtinvestition in 2-stelliger Millionenhöhe sei ein klares Bekenntnis für den Standort Hückeswagen, an dem Pflitsch zu Hause ist. „Die Nähe der beiden Werke macht auch eine unkomplizierte Verzahnung möglich.“

Platz für neue Mitarbeiter

„1.300 qm neue Bürofläche schafft auch Raum im Werk 1 Platz für weitere Mitarbeiter“, so Roland Lenzing. Allein im vergangenen Geschäftsjahr hat der Mittelständler hier 46 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Zusammen mit den 22 Azubis gehören derzeit fast 300 Mitarbeitende zu unserem Team.“

In den neuen Hallen mit fast 7.000 qm will Pflitsch eine moderne, automatisierte Produktion aufbauen, die fertigungstechnisch wie logistisch Pluspunkte bringt und weitere Expansionsmöglichkeiten bietet. „In den nächsten zehn Jahren sind mit den beiden Werken Wachstumssteigerungen von über 60 % erreichbar mit entsprechendem Personalzuwachs bei gleichzeitiger Kostenreduktion“, gibt Mathias Stendtke einen Einblick in den Stand der Planungen. Die Zahlen seien nicht aus der Luft gegriffen: Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Pflitsch das ambitionierte geplante Umsatzsoll weit übertroffen. „Bis zu 900 Einzelaufträge wickeln wir derzeit täglich ab“, freut sich Roland Lenzing. Außerdem wachse der Bereich der Baugruppen-Fertigung überproportional.

Der Umzug der Kabelkanal-Sparte ist geplant für das 3. Quartal 2019 – kurz nach den Feierlichkeiten zur 100-jährigen Firmengeschichte am 1. Juli 2019.

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