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Sporadische Ausfälle bei Bussystemen vermeiden Permanente Zustandsüberwachung

20.11.2018

Mit zu den schwierigsten Aufgaben in der Instandhaltung gehört das Finden von sporadisch auftretenden Fehlern in der Buskommunikation. Sie sind nicht nachvollziehbar und die Mess­geräte zeigen Signalpegel, die in Ordnung sind. Trotzdem führen diese Fehler in unregelmäßigen Abständen zum Anlagenstillstand. Es gibt aber auch für solche Probleme eine geeignete Lösung.

Ein Instandhalter von Maschinen und Produktionsanlagen hat regelmäßige Stillstände an seinen Maschinen bemerkt. Da sich IVG Göhringer im Bereich der Fehlersuche und Instandhaltung von industriellen Netzwerk- und Feldbusinstallationen über viele Jahre hinweg ein großes Know-How angesammelt hat, entschließt sich der Instandhalter IVG Göhringer zu kontaktieren. Vor Ort werden durch den Anschluss des Profibus-Testers Fehltelegramme erkannt, eine genau Störquelle kann jedoch noch nicht identifiziert werden. Durch das anschließende Abklopfen der Steckverbindungen stößt IVG schließlich auf einen Stellantrieb mit 24V Versorgung. Sobald man an dem Kabel wackelt, werden Fehltelegramme erzeugt, welche die Hupe am Profibus Quick Tester nochmals deutlich signalisiert. Als nach dem Abziehen des Steckers keine Fehltelegramme mehr auftreten, ist klar: Dies ist die Fehlerstelle!

Nach der erfolgreichen Fehlerlokalisierung durch den Profibus Quick-Tester von IVG Göhringer wechselte ein Elektriker vor Ort den 24VDC-Stecker aus. Die Anlage lief nun wieder einwandfrei.

Fehler vorbeugen

Grundsätzlich ist der Verschleiß eines Bussystems weder durch Berechnung noch durch Erfahrungswerte bestimmbar. Aus diesem Grund bietet sich bei Feldbussystemen, die prinzipbedingt zuverlässige und fehlertolerante Systeme sind, eine permanente Zustandsüberwachung an. So können Diagnose-Module von IVG Göhringer an einer beliebigen Stelle auf den Feldbus gesteckt werden. Sie messen keine physikalischen Größen wie Spannungspegel und Signal­laufzeiten, sondern zeichnen Fehler auf Protokollebene auf. Konkret erkennen die Module eine Verschlechterung der Buskommunikation durch typische Profibus-Fehler wie Fehltelegramme, Telegramm-Wiederholungen und Diagnosemeldungen.

Solange die Anzahl der Telegrammwiederholungen nicht überhandnimmt, läuft die Kommunikation ohne Einschränkung weiter. Der potenzialfreie Alarmkontakt der Diagnose-Stecker löst zur Anzeige eines Fehlers eine Warnleuchte oder eine Sirene aus und kann zudem den Alarmkontakt über die übergeordnete Steuerung auswerten. Schwerwiegenden Fehlern wie Stillständen oder Produktionsfehlern kann somit frühzeitig vorgebeugt werden.

Bildergalerie

  • Prüfgeräte wie der Profibus Quick Tester P-QT10 von IVG Göhringer ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung mit direkte Fehleranzeige und akustischer Fehlersignalisation von industriellen Netzwerken.

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