Bei der Anlagenkonzeption und dem Training von Anlagenbedienern kommt bei Optima unter anderem Virtual Reality zum Einsatz.

Bild: Optima

Jahresbericht 2018 Optima mit Umsatzrekord und neuer Digitalisierungsabteilung

05.03.2019

Mit einem Wachstum von rund 15 Prozent konnte Optima seinen Umsatz 2018 auf über 400 Millionen Euro steigern und hat damit einen Umsatzrekord erzielt. Das Unternehmen aus Schwäbisch Hall will zudem die Potenziale der Digitalisierung künftig noch intensiver nutzen. Dazu hat das Unternehmen eine Abteilung namens Industrial IT geschaffen.

Mehr als 85 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete Optima im Ausland. Weltweit sind mehr als 2.400 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig, über 100 mehr als 2017. Auch 2019 investiert das Unternehmen weiter in Neubauten am Stammsitz in Schwäbisch Hall: Insgesamt sind rund 50 Millionen Euro für Baumaßnahmen vorgesehen.

„Auch für 2019 und darüber hinaus erwarten wir eine positive Entwicklung“, sagt Hans Bühler, geschäftsführender Gesellschafter der Optima Packaging Group. Für die Verpackungsbranche macht er folgende Wachstumstreiber aus:

  • Die steigende Zahl der Singlehaushalte erfordert neue, kleine Verpackungen.

  • Die alternde Bevölkerung sorgt für Wachstum im Pharmabereich.

  • Die Zahl der Verbraucher in den Entwicklungsländern mit höherem Einkommen nimmt zu.

Laut Bühler sei es wichtig, sich Veränderungen ständig anzupassen und Lösungen für neue Verpackungstrends zu finden.

Umfangreiche Baumaßnahmen am Stammsitz

Derzeit entsteht ein neues Gebäude mit Büro- und Montageflächen für Optima Pharma im Gewerbegebiet Solpark in Schwäbisch Hall-Hessental. Die Beschäftigten des Unternehmensbereichs Materials Management bezogen wie geplant Anfang Juli 2018 die neuen Räumlichkeiten des Optima-Logistikzentrums. Anfang 2019 plant Optima Materials Management den „Go-live“, also den Beginn des Produktivbetriebs des automatischen Lagers, das mehr als 50.000 Teile aufnehmen kann.

Mitarbeiterzahl entwickelt sich positiv

Mit der Integration des bayerischen Unternehmens Maier Packaging im Juni 2018 verstärkten mehr als 40 Experten die Optima-Unternehmensgruppe. Die Schwerpunkte von Maier Packaging liegen im Umbauen und Optimieren bestehender Tiefzieh- und Füllmaschinen, im Bau von Einzelmodulen für Form-, Füll- und Verschließmaschinen (FFV), in der Herstellung von Banderolier- und Etikettiersystemen sowie im Stanzen- und Formenbau.

Außerdem verstärkt seit Februar 2018 Joachim Dittrich als Generalbevollmächtigter die Geschäftsleitung. Der Maschinenbauingenieur verantwortet die Entwicklung und Internationalisierung des Geschäftsbereichs Consumer und weiterer Tochterfirmen und Beteiligungen. Sein Verantwortungsbereich beinhaltet neben der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung das Erschließen von Potenzialen und Synergien.

Digitalisierungsabteilung bündelt Kompetenzen

Die Digitalisierung ist für fast alle Unternehmensbereiche seit vielen Jahren ein etablierter und ständig wachsender Bereich. Dies beginnt in der Administration über den Service und die Produktion bis hin zum Engineering.

Optima hat 2018 in diesem Rahmen eine zentrale Abteilung mit dem Namen „Industrial IT“ geschaffen, um Kompetenzen im Bereich Digitalisierung zu bündeln. Das soll die Entwicklung sogenannter Smart Services, wie die Linienmanagement-Software OPAL, die Wartungssoftware WEmaintain und die intelligente Maschinenzustandsüberwachung TCAM, weiter vorantreiben.

In Sachen Prozesssicherheit, Produktionseffizienz, Time-to-Market, vorausschauende Wartung und Maschinenverfügbarkeit bieten digitale Lösungen zudem große Chancen für die Kunden. Virtual Reality und Augmented Reality unterstützen sowohl bei der Anlagenkonzeption, beim Training von Anlagenbedienern, bei der Wartung als auch bei der Maschinenbedienung und Umbauten.

Foren für Papierhygiene und Pharma

Die IDEA in Miami ist die wichtigste Leitmesse für Vliesstoffe und daraus hergestellte Produkte. Vom 25. bis zum 28. März 2019 präsentiert der Geschäftsbereich Nonwovens auf der Messe Ideen und Lösungen für Papierhygieneproduzenten. Das Messe-Motto unterstreicht den Mut zu neuen, digitalen Technologien: „Your Production of the Future: Smart. Efficient. Flexible.“

Mit dem Pharma Forum steht im September 2019 eine Veranstaltung an, die sich in der Pharmabranche etabliert hat.Optima Pharma lädt internationale Gastredner nach Schwäbisch Hall ein, die die Besucher in den Räumen der Bausparkasse Schwäbisch Hall über aktuelle Entwicklungen und Branchentrends in den Bereichen sterile Abfüllung und Verpackungsprozesse informieren. Außerdem findet im Juli der traditionelle Familientag für Mitarbeiter statt, bei dem Maschinenvorführungen und Mitmachaktionen für Klein und Groß angeboten werden.

Leistungen in Zeiten von Fachkräftemangel

Dem Fachkräftemangel begegnet Optima, indem es neue Wege geht und zeitgemäße Kanäle für das Anwerben qualifizierter Mitarbeiter nutzt. Die Angebote für seine Mitarbeiter komplettierte das Unternehmen im vergangenen Jahr mit sogenannten Corporate Benefits – Vergünstigungen bei zahlreichen Handelspartnern – und einer betrieblichen Mitarbeiterberatung.

Diese Beratung bietet den Mitarbeitern Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen. Dabei kann es beispielsweise um Probleme in Beziehungen, bei der Kindererziehung, der Pflege von Angehörigen oder Finanzen gehen. Die Pilotmaßnahme in Schwäbisch Hall soll auf weitere Standorte in Deutschland ausgeweitet werden, sofern die Mitarbeiter das Angebot annehmen. Ein Personalentwicklungsprogramm liefert darüber hinaus Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, auch mit speziellen Angeboten für agiles Arbeiten im Zeitalter der Digitalisierung.

Den ausführlichen Jahresbericht lesen Sie auf der Website von Optima.

Bildergalerie

  • Mit dem Total Care Asset Management (TCAM) lassen sich Informationen über den Maschinenzustand und Wartungsanleitungen anzeigen, beispielsweise auf einer Augmented-Reality-Brille.

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  • Die Linienmanagement-Software OPAL lässt Produktionsleiter schnell auf Schwankungen der Gesamtanlageneffektivität reagieren, da ihnen die Produktionskennzahlen jederzeit und überall zur Verfügung stehen.

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  • Turnkey-Anlagen liegen im Trend – vor allem im Pharmabereich.

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