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Funktechnologien sind im Alltag überall zu finden. Doch wo liegen bei der kabellose Kommunikation die Unterschiede? Wir klären auf.

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Wireless-Technik einfach erklärt NFC, UWB, BLE: Das sind die Unterschiede

16.06.2021

Die Wireless-Technologie ist geprägt von vielen unterschiedlichen Standards. In diesem Zusammenhang werden häufig die Abkürzungen NFC, UWB oder BLE verwendet. Doch was steht hinter diesen Funktechnologien und wie unterscheiden sie sich technisch voneinander?

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NFC, UWB und BLE – was bedeutet das eigentlich? Wir haben es für Sie kompakt in unserer Bildergalerie zusammengefasst:

Bildergalerie

  • NFC: Near Field Communication ist ein Funkstandard, der auf RFID-Technik basiert. Der Datentransport von bis zu 424 kbit/s erfolgt per elektromagnetischer Induktion von gekoppelten Spulen auf einer Frequenz von 13,56 MHz. Die Reichweite ist dabei auf wenige Zentimeter begrenzt. Deshalb ist NFC auch keine Konkurrenz zu BLE oder UWB. Zusätzlich bietet NFC einen schnellen Verbindungsaufbau und kann als eine Art von Schlüssel eingesetzt werden. Großen Zuspruch findet die Technik im Bereich Micropayment per Giro- oder Kreditkarte ohne PIN-Eingabe. Weitere Anwendungen eröffnen sich beim Smart Home und Internet der Dinge.

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  • UWB: Bei Ultra-Wideband handelt es sich um eine digitale Funktechnologie für den Nahbereich. Die Reichweite liegt je nach Anwendungsfall bei 10 bis 50 m. Eine besondere Eigenschaft ist der große Funkfrequenzbereich im unteren GHz-Bereich mit einer Bandbreite von mehr als 500 MHz. Gegenüber anderen funkbasierten Technologien verzichtet UWB auf die Modulation einer Trägerfrequenz, sondern überträgt die Daten durch Einzelimpulse. Diese Merkmale macht UWB besonders robust gegenüber Störungen und umgekehrt. UWB eignet sich zur Positionsbestimmung im Nahbereich aber auch für den Datenaustausch.

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  • BLE: Bluetooth Low Energy basiert auf der herkömmlichen Bluetooth-Standard, jedoch mit reduziertem Stromverbrauch. Je nach Funkklasse kommt BLE auf eine Reichweite von bis zu 100 m. Die Datenübertragung erfolgt auf einer Trägerfrequenz von 2,4 GHz, wobei das Band in 40 Kanäle mit einer Breite von 2 MHz aufgeteilt wird. Je nach Datenmenge verkürzen Burst-Signale und Schlaf-Modi die Sendephasen, um Energie zu sparen. Antikollisionsverfahren und eine integrierte Fehlerkorrektur stabilisieren den Datenaustausch. Typische Einsatzgebiete sind Datenübertragungen im Nahbereich, Automation oder zentimetergenaue Ortung.

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