Einsatzfelder identifizieren und erschließen

Neues Innovationsnetzwerk für Robotik „made in Germany“

Roboter-Hersteller, Integratoren, Komponenten- und Systemanbieter sowie Unternehmen aus verschiedenen Branchen, die Roboter einsetzen möchten, kommen zusammen, um Roboter gemeinsam intelligenter zu machen und durch den Branchenmix ganz neue Anwendungsfelder zu erschließen und prototypisch zu gestalten.

Bild: iStock, Moor Studio
30.04.2026

Ab Juli 2026 haben Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Bereichen im Innovationsnetzwerk „Applied Robotics Alliance (ARA)“ die Möglichkeit, unter wissenschaftlicher Leitung neue Einsatzfelder für Robotik-Lösungen zu erschließen und langfristige Kooperationen einzugehen.

Die Robotik steht am Beginn einer neuen Ära: Roboter entwickeln sich von starr programmierten Maschinen zu intelligenten, lernfähigen Systemen, die autonom in unstrukturierten Umgebungen agieren, natürliche Sprache verstehen und Aufgaben im Haushalt sowie in der Industrie übernehmen. Doch über diese heute bereits weit verbreiteten Anwendungen hinaus steckt noch erhebliches ungenutztes Potenzial in der Technologie: Vor allem in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz, Sensorik und weiteren digitalen Lösungen eröffnen sich neue, innovative Einsatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle.

Vor diesem Hintergrund startet das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit der „Applied Robotics Alliance“ ein Innovationsnetzwerk für Hersteller, Integratoren, Komponenten- und Systemanbieter sowie Anwender aus allen möglichen Branchen. Ziel ist es, Roboter gemeinsam nicht nur intelligenter zu machen, sondern durch den Branchenmix auch ganz neue Anwendungsfelder zu erschließen.

Neue Entwicklungen schnell marktreif machen

Unter dem Motto „Purpose. Progress. Robots.“ schafft die Allianz die Rahmenbedingungen, um Produktinnovationen voranzutreiben und Kooperationen zu fördern. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen, sondern auch um deren schnelle Umsetzung in marktreife Lösungen. In sogenannten Innovation Sprints treffen sich Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Branchen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, Prototypen zu bauen und neue Anwendungen zu testen. Pro Sprint steht immer ein Anwendungsfeld im Fokus.

„Wir fungieren dabei sowohl als Vertrauenspartner, Berater und Moderator als auch als Matchmaker“, sagt Kathrin Pollmann, Projektleiterin am Fraunhofer IAO. In vertraulichen Einzelgesprächen unterstützt das Forschungsteam die Partnerunternehmen dabei, ihre spezifischen Forschungs- und Entwicklungsbedarfe zu identifizieren. Auf dieser Basis initiiert es passgenaue Kooperationen und schafft durch intelligente Matching-Prozesse neue Innovationsimpulse.

Showroom macht Robotik-Lösungen sichtbar

Mit maßgeschneiderte FuE‑Roadmaps unterstützt das Fraunhofer IAO die teilnehmenden Unternehmen dabei, ihre strategischen Innovationsvorhaben gezielt voranzubringen. Ergänzt wird das Netzwerk durch den Showroom „Future Robotics“, in dem die Partnerunternehmen ihre Lösungen präsentieren, weiterentwickeln und einer breiten Öffentlichkeit sichtbar machen können.

Die „Applied Robotics Alliance (ARA)“ läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 30. September 2027. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich für ein unverbindliches Erstgespräch zu melden und Teil dieses zukunftsweisenden Netzwerks zu werden.

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