Bluhm Systeme GmbH

Mit dem neuen Zweifarb-Drucker lassen sich beispielsweise Säcke mit Gefahrstoffkennzeichnungen versehen.

Bild: Bluhm

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Tintenstrahldruck Neuer Zweifarb-Drucker erspart teure Etiketten

17.11.2020

Für schöne Unternehmenslogos oder Warnsymbole: Ein neuer Inkjet-Drucker kann zweifarbige Motive detailgetreu wiedergeben, kommt dabei aber nur mit einem einzigen Druckkopf aus. Besonders die GHS-Kennzeichnung in der Chemiebranche oder verschiedene Logistikprozesse könnten davon profitieren.

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Ergänzend zum Piezo-Tintenstrahldrucker Integra PP 108, der dem Bedrucken von saugfähigen Primär- und Sekundärverpackungen dient, hat Bluhm Systeme jetzt den Zweifarb-Drucker Integra PP 108 bicolor auf den Markt gebracht. Das Besondere: Er ist ausgestattet mit einem Seiko-Druckkopf und druckt mit zwei Farben, aber nur einem Druckkopf.

Der Drucker lässt sich entweder fest oder an einer Verfahrachse montieren. Er bringt dann auf bewegte oder stehende Produkte variable Texte und Daten, Grafiken und Logos mit Schrifthöhen von 2 bis 108 mm auf.

Die Druckgeschwindigkeit beträgt 150 m/min bei 360 dpi. Damit soll das Gerät viel schneller als vergleichbare Drucksysteme arbeiten, die bei deutlich geringerer Auflösung maximal 90 m/min schaffen. Zwei interne 500-ml-Tintentanks (pro Farbe einer), die während des Druckvorgangs aufgefüllt werden können, stellen dabei ein langes, unterbrechungsfreies Drucken sicher.

Pro Farbe druckt der neue Inkjet-Drucker mit 180 dpi Auflösung. Dabei soll das rezirkulierende Tintensystem selbst bei Erschütterungen ein gleichbleibendes, streifenfreies Druckbild sicherstellen – denn es verhindert, dass sich Luft in den Düsen ansammelt und sich Tinte unkontrolliert bewegt oder eintrocknet. Unter normalen Umgebungsbedingungen ist laut dem Hersteller keine Wartung des Systems notwendig.

Einsatz vom GHS-Druck bis zur Logistikkennzeichnung

Da der Zweifarb-Drucker sehr kleine wie auch sehr große Druckbilder erzeugen kann, eignet er sich für diverse Kennzeichnungsaufgaben, insbesondere für Logistikkennzeichnungen auf Kartons. Denn in diesem Fall können seine Drucke ein teures Logistiketikett ersetzen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich durch die verschiedenen Tinten, die für das System verfügbar sind. Mit Rot und Schwarz ist der Integra in der Lage, zweifarbige Gefahrensymbole zu drucken, wie sie im Rahmen der CLP-Verordnung gefordert sind. Gegenüber teuren Gefahrgutetiketten soll das eine Ersparnis von über 50 Prozent einbringen.

Aktuell sind auch noch eine blaue und eine grüne Tinte verfügbar, weitere Farben sind geplant. So lassen sich einfach und kostengünstig Logodrucke oder gesetzliche Pflichtkennzeichnungen umsetzen. Das bedeutet unter anderem auch, dass keine vorgedruckten Kartons oder Etiketten mehr bevorratet werden müssen.

Da es sich bei allen Tinten um pigmentierte, mineralölfreie Tinten handelt, lassen sie sich auch bedenkenlos für Beschriftungen in der Lebensmittelindustrie einsetzen. Laut Bluhm können keine gesundheitsschädlichen Stoffe durch die Verpackung migrieren. Durch ein robustes Edelstahlgehäuse und Schutzart IP40 ist der Zweifarb-Drucker ebenfalls für raue Produktionsumgebungen gerüstet.

Einfache Integration auch in beengte Umgebungen

Der Integra PP 108 bicolor bedruckt Verpackungen von oben oder der Seite. Dafür müssen Tintentank und Druckkopf wegen der Pumpensteuerung und des automatischen Angleichens des internen Zirkulationsdrucks nicht wie oft üblich auf derselben Höhe installiert sein, sondern können versetzt voneinander angebracht werden.

Neben der Standardschlauchlänge von 1,5 m sind zudem noch andere Längen verfügbar. Das soll die Systemintegration auch in beengten Produktionsumfeldern stark erleichtern.

Die Druckdatenübertragung beim neuen Zweifarb-Drucker erfolgt über Ethernet, EIA232 oder USB-Stick.

Bildergalerie

  • Der Integra PP 108 bicolor bedruckt bewegte oder, montiert an einer Verfahrachse, auch stehende Produkte.

    Bild: Bluhm

  • Durch die Seiko-Druckkopftechnologie kann das Gerät mit nur einem Druckkopf zweifarbig drucken.

    Bild: Bluhm

  • Die hochauflösenden Drucke können kostenintensive Gefahrstoffetiketten ersetzen.

    Bild: Bluhm

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