Bei der symbolischen Schlüsselkartenübergabe am 27. April (von links): Thomas Popp, Leiter des Staatlichen Baumanagements Braunschweig, Ostfalia-Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger und Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler

Bild: Philipp Ziebart, Ostfalia Hochschule

Inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit Neubau für Mobilitätsforschung öffnet in Wolfenbüttel

29.04.2022

Die Ostfalia Hochschule hat das Open Mobility Lab eingeweiht – ein Forschungsgebäude, das Raum für die Arbeit an intelligenten neuen Mobilitätskonzepten bieten soll. Auf 850 m2 finden sich neben Forschungsflächen und Büroräumen auch eine EMV-Absorberkammer und eine Deep-Driving-Strecke für autonome Fahrzeuge.

Am 27. April 2022 hat die Ostfalia Hochschule ihr neues Forschungsgebäude, das Open Mobility Lab (OML), auf dem Campus Wolfenbüttel offiziell eingeweiht. Das Gebäude mit einer Gesamtfläche von mehr als 850 m2 bietet über zwei Etagen Platz für verschiedene Forschungsteams. Besprechungsräume und ein offenes Konzept sollen einen stetigen Austausch erlauben und ideale Voraussetzungen für inter- und transdisziplinäres Arbeiten liefern.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler sagt anlässlich der Einweihung: „Ich erinnere mich noch gut an die Vorfreude bei der Bewilligung im Sommer 2019, dass eine Fachhochschule einen ausschließlich für die Forschung vorgesehenen Neubau bekommt. Nun ist das Open Mobility Lab fertig und bietet tolle Möglichkeiten für die interdisziplinäre Forschung an intelligenten Mobilitätskonzepten. Die hier in Wolfenbüttel geplanten Forschungsaktivitäten werden profilbildend für die Ostfalia wirken und nicht zuletzt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen.“

Führung durch die neuen Räumlichkeiten

Eines der Projekte, das in den Räumlichkeiten des OML angesiedelt sein wird, ist das Zukunftslabor Mobilität. In dem Projekt, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im Rahmen des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen gefördert wird, forschen verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen zu verkehrsübergreifenden Systemen. Ein Ziel ist es, die Digitalisierung zu nutzen, um intermodale Mobilitätskonzepte sowie intelligente Verkehrs- und Transportsysteme zu realisieren. Damit soll dem steigenden Verkehrsaufkommen und dem sich verändernden Mobilitätsbedarf in der Region und darüber hinaus begegnet werden.

Der Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer Prof. Dr. Gert Bikker sowie der stellvertretende Leiter des Wissens- und Technologietransfers Kai Hillebrecht führten die geladenen Gäste bei der Einweihung durch die neuen Räumlichkeiten. Dabei stellten sie unter anderem ganzheitliche Prüfsysteme für intelligente Fahrfunktionen vor. Zudem wurde die EMV-Absorberkammer besichtigt, die im neuen Forschungsgebäude künftig für elektromagnetische Versuche zur Verfügung steht. Darin lassen sich beispielsweise Steuergeräte und Sensoren für moderne Fahrerassistenzsysteme und das autonome Fahren testen.

Im Obergeschoss folgte auch eine Präsentation zur Robotik. Gäste konnten auf einer Deep-Driving-Strecke die Funktionsweise von autonom fahrenden und auf Basis von Künstlicher Intelligenz selbst dazulernenden Fahrzeugen erleben.

Gesamtkosten über sechs Millionen Euro

Die Gesamtkosten des Neubaus und der zugehörigen Ausstattung belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro. Finanziert wird er durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen sowie Eigenmittel der Hochschule.

Für die Entwürfe und die Planung der Architektur war das Büro Schneider + Sendelbach aus Braunschweig verantwortlich. Bau- und Projektsteuerung lagen in den Händen des Staatlichen Baumanagements Braunschweig. Dessen Leiter, Thomas Popp, sagt bei der symbolischen Schlüsselübergabe: „Mit dem Open Mobility Lab haben wir einen hochtechnisierten und maßgeschneiderten Forschungsneubau für die Ostfalia Hochschule geschaffen.“ Trotz der Pandemie sei es dabei gelungen, den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten.

Bildergalerie

  • Björn Thümler und Prof. Dr. Rosemarie Karger in der EMV-Absorberkammer im neuen Forschungsgebäude

    Bild: Philipp Ziebart, Ostfalia Hochschule

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