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Vielleicht nicht üblich aber auch mit Blick in die Berge kann ein Arbeitnehmer seinen mobilen Arbeitsplatz wählen.

Bild: Pixabay

Alternativen zum klassischen Arbeitsplatz Homeoffice-Trend: Massenflucht aus dem Büro?

29.08.2017

Immer mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Gleichzeitig rudern aber die Homeoffice-Vorreiter zurück.

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Der IT-Dienstleister Dimension Data hat seinen diesjährigen Arbeitsreport veröffentlicht. In diesem Rahmen hat er auch eine Umfrage zur Arbeit außerhalb des Büros gemacht. Das Homeoffice scheint immer beliebter zu werden.

Weltweit mehr mobile Arbeit

800 Führungskräfte mit mehr als 1000 Mitarbeitern aus 15 Ländern von allen Kontinenten und branchenübergreifend haben an der Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis: 40 Prozent der Angestellten können Vollzeit von zu Hause aus arbeiten. In Zukunft werden es sogar 56 Prozent. Dazu tragen auch die technischen Möglichkeiten bei. Nicht nur Laptops, Handys und gute Internetverbindungen, auch innovative Entwicklungen machen das zu Hause schnell zu einem Workspace, der sich genauso schnell wieder in das eigene Wohnzimmer zurück gestalten lässt. Ein Beispiel dafür ist Augmented Reality, bei dem beispielsweise ein Gerät in die Glühbirnenfassung gedreht werden kann und durch Projektionen den Esstisch in eine Smartphone-ähnliche Oberfläche verwandelt, also die Realität um virtuelle Elemente erweitert. Die technischen Mittel sind also förderlich für die flexiblen Arbeitskonzepte, so auch die Umfrage-Ergebnisse: 400 Befragte finden, dass die Telekonferenz-Technik deutliche Fortschritte gemacht hat.

Zu Hause, ins Café oder doch ins Büro

Manchen Angestellten bleibt die Qual der Wahl, sie können in Teilzeit von zu Hause aus arbeiten und zur anderen Zeit im Büro anwesend sein. Laut der Umfrage sind das 46 Prozent. Die Befragten rechnen sogar mit einer Steigerung von 30 Prozent mehr Arbeitnehmern im Teilzeit-Homeoffice. Diese Konzepte benötigen eine Neuorganisation. Dabei gaben 62 Prozent an, Probleme mit der IT zu haben, 60 Prozent haben organisatorische Schwierigkeiten.

Vorreiter machen einen Rückzieher

Möglicherweise könnte das der Grund sein, weshalb Vorreiter der flexiblen Arbeitsmöglichkeiten einen Rückzieher machen und ihre Mitarbeiter wieder fest ins Büro setzen. Beispielsweise will IBM eine stärkere Präsenz vor Ort. Yahoo und HP machen das ebenfalls, jedoch ist das noch keine Tendenz zu einem rückläufigen Trend. Denn für Arbeitgeber scheint das ein gutes Konzept zu sein, immerhin führe die Heimarbeit laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu unbezahlter Mehrarbeit. Die IAB hat dazu eine Umfrage in privaten Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern gemacht.

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