Powtech

Beim Explosionsschutz kommt es vor allem auf die Kommunikation und die Zusammenarbeit der einzelnen Komponenten an.

Bild: Pixabay, mohamed_hassan
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Ganzheitlicher Explosionsschutz Mehr als die Summe seiner Teile

16.04.2019

Integrierte Explosionsschutzlösungen sind mehr als die Summe von Einzelkomponenten. Als intelligente Systeme müssen sie vielmehr vernetzt agieren. Auf der Powtech 2019 hat IEP Technologies deshalb den eSuppressor vorgestellt. Er funktioniert ohne Pyrotechnik oder Gasgeneratoren und basiert stattdessen auf einer elektrischen Lösung, die von einem Magneten gesteuert wird.

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Die Ausschüttung von Löschmitteln aus dafür vorgesehenen Behältern wurde bislang mithilfe von Pyrotechnik und Gasgeneratoren ausgelöst. Dieser Mechanismus erweist sich jedoch zunehmend als schwierig im Handling. Eine Trendwende soll nun der eSuppressor darstellen, den IEP Technologies auf der Powtech vorgestellt hat.

Auslösemechanismus ständig überwachen

Begleitet von einer Vielzahl an Tests in der Entwicklungsphase ist eine Lösung entstanden, die durchgängig intelligenten Explosionsschutz ermöglichen soll. Der von einem Magneten gesteuerte eSuppressor bietet gegenüber Auslösern, die Pyrotechnik oder Gasgeneratoren nutzen, einen Vorteil. Bei Ersteren kann nämlich die elektrische Verbindung überprüft werden – nicht allerdings, ob beispielsweise tatsächlich Gas im Gasgenerator vorhanden ist und dieser somit im Ernstfall auslösen würde. Nur das Zünden würde die Funktionalität bestätigen. Der eSuppressor gestattet es jedoch, die Funktionalität des Auslösemechanismus permanent zu überwachen.

Die Lösung ist wiederinstandsetzbar und eignet sich für Bereiche wie die Kohlevermahlung und Industrien mit hohen Hygieneanforderungen. In beiden Bereichen muss das Personal aufgrund von Reinigungsarbeiten regelmäßig in die Behälter steigen.

Druckschwankung von Explosion unterscheiden

Der eSuppressor gewährleistet zudem intelligenten Explosionsschutz in Form eines integrierten Safety Lockouts für den sicheren Zugang zum Prozessbehälter. Der neue Löschmittelbehälter ist kompatibel mit dem Detektionssystem SmartDS von IEP Technologies, das mit komplexen Algorithmen dafür sorgt, dass normale Prozessdruckschwankungen sicher von einer Explosion unterschieden werden können. Dadurch lässt sich der Kreis vom Löschmittelbehälter über die Steuerungseinheit, die Auswerteeinheit und die Detektion schließen.

„Vom Kontrollraum kann mit dem eSuppressor die elektronische, SIL-zertifizierte Kette zwischen den zentralen Baugruppen inklusive Löschmittelbehälter in Zukunft effizient gesteuert werden – die Basis für eine Reihe anspruchsvoller Anwendungen“, sagt Markus Häseli, Director of Sales Europe bei IEP Technologies. Das Konzept sei beispielsweise besonders für die extremen Hygieneanforderungen im Bereich Babynahrung oder für Behälter geeignet, die von Mitarbeitern zu Reinigungszwecken betreten werden müssen.

Bildergalerie

  • Der eSuppressor basiert auf einer elektrischen Lösung, die von einem Magneten gesteuert wird.

    Bild: IEP Technologies

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