Die letzten 20 Meter in der Automatisierung waren lange ein Nadelöhr: Sensoren und Aktoren mussten einzeln verdrahtet werden – je mehr Sicherheitssignale und Diagnosedaten übertragen werden sollten, desto komplexer die Verdrahtung. Euchner löst dieses Problem mit dem Einsatz von IO-Link Safety. Statt vieler Adern ist damit auf den letzten 20 Metern nur noch eine einzige Leitung notwendig, die Daten und Signale überträgt.
Mit der Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige, sichere Kommunikation in der Automatisierung – auf dem gesamten Weg von der Steuerung bis zum Sensor und zurück. Schalter, Zuhaltungen und Türsysteme lassen sich über eine standardisierte Schnittstelle effizient anbinden. Das senkt den Planungs- und Installationsaufwand erheblich. Die Übertragung von Betätiger-ID (bis SIL3 / PL e) ermöglicht dabei völlig neue Anwendungen wie beispielsweise die sichere Positionsüberwachung beweglicher Maschinenteile.
Zusätzlich senken umfassende Diagnosefunktionen den Wartungsaufwand und steigern dadurch die Anlagenverfügbarkeit. Dazu kommen ein problemloser Gerätetausch und eine detaillierte Status- und Fehlerdiagnose in Echtzeit.
Skalierbares Schutztürsystem
Maschinen- und Anlagenkonzepte ändern sich – die MGB2 Modular wächst mit. Das vollständig modular aufgebaute Schutztürsystem passt sich flexibel an wechselnde Anforderungen an. Durch die nahtlose Integration in Profinet, EtherCAT(P) und EtherNet/IP lässt sich das System für alle gängigen Steuerungsarchitekturen auslegen. Ein integrierter Ethernet-Switch reduziert den Verdrahtungsaufwand und vereinfacht die Netzwerktopologie.
MGB2 Modular bietet Zutrittskontrolle, Bedienung und Signalisierung in einem Gerät. Es ist extrem robust (bis -30 °C, IP65) und erfüllt höchste Sicherheitslevel (PL e / SIL3). Damit eignet es sich unter anderem für modulare Produktionslinien, Linienumbauten oder Retrofit-Projekte.
Digitale Zugriffskontrolle für smarte Fabriken
Ebenfalls in Hannover zu sehen: Euchners Electronic-Key-System EKS2, das eine zentrale, manipulationssichere Zugriffsverwaltung für vernetzte Produktionsumgebungen mit variablen Rollen und Schichtmodellen bietet. In Kombination mit dem neuen Electronic-Key-Manager EKM2 und der integrierten Datenbank lassen sich die Schlüssel am PC flexibel verwalten. Vordefinierte Templates, Datenverschlüsselung, hygienisches IP69K-Design und direkte Profinet-Anbindung machen die Integration des EKS2 in bestehende Automatisierungslösungen besonders effizient.
Cybersicherheit rückt ins Spotlight
Vernetzte Geräte fallen in den Anwendungsbereich des Cyber Resilience Acts (CRA) und unterliegen ab Ende 2027 entsprechenden Anforderungen an die Cybersicherheit. Euchner hat eine ganze Reihe solcher Produkte im Portfolio. „Wir haben früh die richtigen Schritte eingeleitet: Seit Anfang des Jahres ist unser Entwicklungsprozess nach IEC 62443‑4‑1 zertifiziert, damit ist Euchner CRA-ready. Parallel haben wir ein Product Security Incident Response Teams (PSIRT) eingerichtet und sind eine Kooperation mit dem Cyber Emergency Response Team des VDE (CERT@VDE) eingegangen. Damit untermauern wir unseren Anspruch, im Sinne des Cyber Resilience Act dauerhaft sichere und robuste Produkte zu liefern“, erklärt Bernd Hermann, Entwicklungsleiter bei Euchner.
Die Norm bescheinigt Herstellern von Automatisierungskomponenten einen sicheren Entwicklungslebenszyklus (Secure Development Lifecycle, SDL) für industrielle Steuerungen (IACS).
Euchner auf der Hannover Messe: Halle 9, Stand D16