Die Anwendung eines elektrischen Mehrachsen-Testsystems für die Ermüdungsprüfung für Sitzlehnen.

Bild: Moog

Ermüdungs- und Festigkeitsprüfungen Lösungen für Testlabore in der Automobilindustrie

18.06.2019

Vom 21. Mai bis zum 23. Mai 2019 präsentierte Moog auf der Automotive Testing Expo in Stuttgart neue Produkte und Lösungen unter anderem für Testlabore in der Automobilindustrie. Darunter fanden sich ein Merachsen-Testsystem und eine Reihe von Aktuatoren.

Zum Moog-Angebot gehören nun auch neue elektrische Mehrachsen-Testsysteme, kurz EMATS, der Testcontroller mit neuen Datenerfassungsmodulen DAQ und eine Reihe von hydraulischen, elektrischen und hybriden Aktuatoren. „Testingenieure in der Automobilindustrie benötigen Werkzeuge für eine Vielzahl von Ermüdungs- und Festigkeitsprüfungen“, erklärt Craig Lukomski, Solutions Commercialization Manager, Simulation & Test bei Moog. „Unsere EMATS sind Plug-&-Play-fähig, benötigen kein Hydrauliköl und verbrauchen nur Energie, wenn ein Labor einen Test durchführt. Sie sind also günstiger und können sauberer betrieben werden als Hydrauliksysteme.“

Elektrische Mehrachsen-Testsysteme haben sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt; denn Labore möchten weg von der komplexen Infrastruktur, dem höheren Wartungsbedarf und der Leckagegefahr durch hydraulische Testsysteme. Moog hat seine EMATS mit den Bausteinen entwickelt, die das Unternehmen für die Konstruktion und Fertigung früherer Testsysteme eingesetzt hat. EMATS nutzen leckagefreie, elektrische Aktuatoren mit Servomotoren, die gegenüber ähnlich dimensionierten, hydraulischen Konstruktionen eine verbesserte Antriebsleistung bieten.

Testcontroller mit Datenerfassungsmodulen

Der neue Testcontroller von Moog verfügt über zwei vollintegrierte Datenerfassungsmodule, mit denen sich während eines Tests im Labor einige oder mehrere Kanäle erfassen lassen. Diese Module besitzen alle Funktionen für die Konditionierung einer Vielzahl von Transducer-Signalen.

„Der Test-Controller von Moog besitzt Regelkreiskompensatoren für die automatische Änderung von Anweisungssignalen während eines Tests“, ergänzt Lukomski. „Die Abstimmung beim Aufbau wird damit einfacher, und die Tests liefern schneller genaue Ergebnisse.“

Für Teststände ist der Antrieb eine zentrale Komponente, die Lebensdauer eines Aktuators hängt mit Nutzung und Wartung zusammen. Moog will mit vier Lösungen die Betriebsdauer von Aktuatoren verlängern und den Wartungsbedarf verringern. Sie richten sich an Laborleiter, die den Betrieb erweitern, neue Teststände erwerben oder vorhandene Ausrüstung überholen.

Neue Lösungen im Überblick

  • Der hydraulische Servoaktuator ist eine Lösung für Ermüdungs- oder Betriebsfestigkeitsprüfungen, zum Beispiel für Radaufhängungen.

  • Die Elektrohydrostatische Pumpeneinheit EPU ist das Herzstück eines elektrischen und hydraulischen Antriebssystems, das, gesteuert von elektrischen Servomotoren, Labore mit Hydraulikleistung versorgt.

  • Der elektromechanische Aktuator EMA ist ein Plug-&-Play-System, das Lasten bis zu 36.287 kg und Geschwindigkeiten bis zu 41 cm/s generiert.

  • Der lineare Motor von Moog ist ein Aktuator, der Eingaben von mehr als 100 Hz liefern kann.

„Wir können Laborleitern zeigen, wie diese Antriebstechnologien nahtlos mit unserem Controller und EMATS zusammenarbeiten“, sagt Lukomski. „Wenn ein Testlabor Festigkeits- und Ermüdungsprüfungen ausführt und seine Ausrüstung aktualisiert oder erweitert – oder nur vor Veralterung schützt –, hat Moog die Komplettlösung.“

Bildergalerie

  • Aufgrund der dualen Kraft-/Positionsregelung bleiben die Aktuatoren des elektrischen Testsystems im Einsatz stabil.

    Bild: Moog

  • Der neue Test-Controller von Moog verfügt über zwei vollintegrierte Datenerfassungseinheiten, mit denen während eines Tests im Labor einige oder mehrere Kanäle erfasst werden können.

    Bild: Moog

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