NASA-JPL nutzt die Systemvisualisierungs-Software zur Entwicklung von elektrischen Systemen für Mars- und Jupiter-Missionen.

Bild: Concept Engineering GmbH

Systemvisualisierungs-Software Elektronikentwicklung für Weltraummissionen

31.05.2019

Künftig wird die NASA eine neue Systemvisualisierungs-Software zur Elektronikentwicklung für Mars- und Jupiter-Missionen nutzen.

Das Jet Propulsion Laboratory (JPL), ein staatlich finanziertes und von Caltech für die NASA verwaltetes Forschungs- und Entwicklungszentrum, implementiert verschiedene Programme für Planetenerkundung, Geowissenschaft, Weltraumastronomie und Technologieentwicklung. Um die Voraussetzungen für die verschiedenen Missionen und Programme zu schaffen, entwickelt das JPL komplexe elektrische Systeme und Kabelbaum-Designs. Das Aufstellen der Lastenhefte und die Implementierung der Designs für diese komplexen elektrischen Systeme sind höchst iterativ und zyklisch.

Visualisierungsfähigkeiten bereitstellen

Das JPL arbeitet derzeit an der Umsetzung eines modellbasierten, anforderungsgetriebenen Ablaufs zur Verbesserung des Entwicklungsprozesses für künftige Missionen und Projekte. Dabei entschied sich JPL für E-engine und EEvision von Concept Engineering, um die System- und Kabelbaum-Visualisierungsfähigkeiten für diesen neuen modellbasierten Entwicklungsprozess bereitzustellen.

Systemschaltpläne: sofort, präzise und aktuell

„Wir sind stolz darauf, NASA-JPL dabei unterstützen zu können, ihre Missionen und Projekte schneller und zuverlässiger in den Weltraum zu bringen“, erklärt Gerhard Angst, CEO und President von Concept Engineering. „Da an Raumfahrtprojekten viele verschiedene Teammitglieder tätig sind, war das JPL daran interessiert, unsere cloudbasierte Visualisierungs-Funktionalität zu nutzen, um den einzelnen Teammitgliedern sofort verfügbare, präzise und aktuelle Systemschaltpläne zur Verfügung zu stellen.“

Reduzierter Entwicklungsaufwand

Die speziellen Fähigkeiten von E-engine und EEvision zur automatischen Generierung und Visualisierung von Systemzeichnungen und Kabelbaum-Diagrammen unterstützt den neuen modellbasierten Entwicklungsablauf des JPL und sorgt für einen signifikant reduzierten Entwicklungsaufwand, indem manuell gezeichnete und gepflegte Schaltpläne durch augenblicklich und automatisch erstellte Schaltpläne sowie den einfachen Zugriff auf Entwicklungsdaten über einen cloudbasierten Zugang ersetzt werden.

Die Features von E-engine und EEvision helfen unter anderem hierbei:

  • Verringerung des Zeitaufwands für Entwicklung, Herstellung und Tests

  • Reduzierung der Fehlerhäufigkeit in Zeichnungen durch automatisch generierte und prinzipbedingt korrekte Bilddarstellungen

  • Möglichkeit des einfachen Zugriffs auf beliebige Systemfunktionen durch Sofort-Visualisierung oder inkrementelle Systemerkundung

  • Verbesserung der Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit des Entwicklungsprozesses für komplexe elektronische Systeme

  • Schaffung eines einfachen Sofort-Zugangs zu konsistenten Designdaten für Entwicklungs-, Produktions- und Test-Teams

E-engine und EEvision sind für Windows- und Linux-Systeme sowie online über die Web-Browser JavaScript und WebAssembly verfügbar, sodass der Zugriff ohne Installationsprobleme über verschiedene Computer und Mobilgeräte möglich ist. E-engine und EEvision bieten die Gewähr dafür, dass Techniker stets mit neuen Schaltplänen und Schaltplanfragmenten arbeiten, die auf ihre jeweilige Aufgabe oder Tätigkeit ausgelegt sind.

Gesteigerte Produktions- und Serviceeffizienz

Unternehmen des Automotive- und Aerospace-Bereichs haben die Sicherheit, dass keine überholten technischen Zeichnungen für den Bau und die Reparatur ihrer Fahrzeuge verwendet werden. Allzu häufig haben es Techniker mit statischen, für mehrere Produktvarianten geltenden technischen Zeichnungen zu tun. Hier bedeutet die Fähigkeit zum schnellen Rendern einer Zeichnung für den jeweiligen Problembereich anhand einer bestimmten Vehicle Identification Number oder eines Diagnostic Trouble Code einen Fortschritt, was die Produktions- und Serviceeffizienz betrifft.

Die Missionen

NASA-JPL nutzt die Technologie zur Entwicklung von elektrischen Systemen für viele Vorhaben:

  • Mission Mars Sample Return: Diese vorgeschlagene Mission wird dazu dienen, Proben vom Mars auf die Erde zu holen. Dabei werden Robotersysteme und eine Mars-Startrakete eingesetzt, um Proben des Gesteins, des Bodens und der Atmosphäre des Mars zur Erde zu bringen, damit detaillierte chemische und physikalische Analysen vorgenommen werden können.

  • Mission Psyche: Hierbei geht es um eine Reise zu einem speziellen Metall-Asteroiden, der zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist. Die Besonderheit des Asteroiden Psyche besteht darin, dass es sich bei ihm anscheinend um den freigelegten, aus Nickel und Eisen bestehenden Kern eines frühen Planeten und damit eines der Bausteine unseres Sonnensystems handelt.

  • Mission Europa Clipper: Diese Mission der NASA wird eine detaillierte Erkundung des Jupitermonds Europa vornehmen und untersuchen, ob der eisbedeckte Mond die Bedingungen für Leben bieten könnte.

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