Der Schunk PGN-plus-E mit IO-Link ermöglicht flexible Prozesse und lässt sich einfach in Betrieb nehmen.

Bild: Schunk

Sinkender Verdrahtungsaufwand Integrierte Profinet-Schnittstelle erweitert Greif-Möglichkeiten

08.10.2018

Zur SPS IPC Drives erweitert Schunk sein Greiferportfolio um leistungsdichte Mechatronikgreifer, die unmittelbar per IO-Link beziehungsweise Profinet parametriert und angesteuert werden können. Sowohl der lebenslang wartungsfreie, mechatronische Universalgreifer Schunk PGN-plus-E als auch der kompakte Kleinteilegreifer Schunk EGP werden Anfang 2019 serienmäßig mit IO-Link im SCHUNK-Katalogprogramm enthalten sein.

Gegenüber der bisherigen Verwendung von binärschaltenden oder analogen Sensoren und Aktoren können nun über die digitale Punkt-zu-Punkt-Verbindung sowohl Parametrier- als auch Diagnosedaten vom und zum Greifer übertragen werden. Damit sinken der Verdrahtungsaufwand und die Zahl der Schnittstellen- und Steckverbindervarianten in der Anlage. Beide Greifer überzeugen mit ihrer 24V-Technologie sowie einer integrierten Regelungs- und Leistungselektronik. Sie benötigen weder Platz im Schaltschrank noch eine externe Steuerungseinheit und sie bieten geradezu ideale Voraussetzungen für einen einfachen Umstieg vom pneumatischen aufs mechatronische Greifen.

Zusätzlich präsentiert Schunk den ebenfalls IO-Link-fähigen Magnetschalter MMS 22, mit dem sich der gesamte Hubbereich von Greifern erfassen lässt und unterschiedlich große Teile präzise detektierbar sind. Dank IO-Link können neben der Positionsabfrage zusätzliche Daten generiert werden, beispielsweise die Abfrage der Zyklenzahl, der Temperatur, die Auswertungsqualität oder die Sensoridentifikation.

Optimale Voraussetzungen für eine Echtzeit-Prozessregelung

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem intelligenten Greifer Schunk EGL mit Profinet-Schnittstelle. Der in der höchsten Kategorie C zertifizierte Profinet-Universalgreifer vereint Power, Vielseitigkeit und Intelligenz und schafft optimale Voraussetzungen für eine Echtzeit-Prozessregelung. Mit ihm können Anwender prozessintegriert Bauteile vermessen und identifizieren sowie den laufenden Produktionsprozess überwachen. Der Greifer selbst erkennt ohne zusätzliche externe Sensorik ein fehlerhaftes Bauteil und entscheidet, ob das Teil aus dem Prozess auszuschleusen ist. Durch integrierte Sensorik erfasst er Daten des Bauteils, wie etwa die Größe, und verarbeitet diese unmittelbar.

So ist es möglich, noch auf Ebene des Greifers Bauteile zu identifizieren, Beschädigungen zu erkennen und eine Gut/Schlecht-Entscheidung zu treffen. Nach der Verarbeitung der Daten in der eigenen Elektronik können sowohl die ermittelten Informationen (z.B. Bauteil gut oder schlecht) wie auch die Messdaten an die Anlagensteuerung zur Prozessregelung übertragen werden. Zusätzlich ist es möglich, die Daten an ERP-Systeme oder Cloud-Plattformen weiterzuleiten.

Schunk auf der SPS IPC Drives 2018: Halle 3A/ Stand 450.

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