Fabian Bremauer ist Head of Operations bei der German Robotics. Als gelernter Kaufmann mit anschließendem Studium der Wirtschaftswissenschaften, befasst er sich seit Jahren intensiv mit der Leichtbaurobotik und dem Know-how-Transfer dieser Technologie. Unter anderem war er im Projektteam der Entwicklung des Panda von Franka Emika beteiligt.

Bild: German Robotics

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Robotics Herstellerneutrale Robotikkurse: Den Anschluss behalten!

19.11.2020

Deutschland ist top! Wir wollen aber auch weiterhin top bleiben. Wie kann das in Zeiten von Corona, Industrie 4.0, Automatisierung und einer schwankenden Weltwirtschaft gelingen? Geht es um Roboter, um Greifer oder doch um den Menschen? Lassen sich Wohlstand, Automatisierung und das Halten der Belegschaft komplementär vereinen? Wir sagen ja.

Fabian Bremauer ist mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten. Alle Beiträge des A&D-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen .

Immer öfter werden wir mit Umfragen konfrontiert, die abfragen, ob der Roboter oder der Endeffektor der entscheidende Baustein hin zur erfolgreichen Automatisierung ist. Unsere klare Meinung dazu ist: weder noch. Es wird, vor allem zu Beginn dieser Transformation, an den Mitarbeitern liegen, die Transformation durchzuführen – und diese Mitarbeiter brauchen eins: nachhaltige Bildung.

Stellen Sie sich vor, in den 1990er Jahren hätte sich nur die Führungsetage mit PCs befasst. Dann würden wir in Deutschland immer noch Schreibmaschine schreiben und hätten vermutlich mit mehr als zehn Millionen Arbeitslosen zu kämpfen. Der Schlüssel zum Erfolg war es, der breiten Masse den Zugang zu dieser Technologie zu ermöglichen. Seither kommen die Innovationen nicht nur top-down, sondern werden ebenso von vermeintlich einfachen Mitarbeitern vorangetrieben. Daher unser klares Kredo: Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, die neuen Technologien zu verstehen und zu nutzen.

Immer größer wird der Innovationsdruck der Unternehmen, der Druck, immer kosteneffizienter zu produzieren und auch der Preisdruck aus dem Ausland steigt. Genau aus diesem Grund muss Deutschland, und auch Europa, sich auf seine Kernkompetenzen besinnen: Innovationsfreude und Qualität. Es kann nicht sein, dass wir (personelle) Ressourcen für einfachste Tätigkeiten vergeuden. Vielmehr ist es entscheidend die Mitarbeiter weiterzuentwickeln, um die Qualität der gesamten Belegschaft und am Ende auch die Qualität des Produkts weiter zu steigern. Gerade jetzt sollten wir die Post-Corona-Zeit effektiv nutzen und unsere Unternehmen zukunftsfähig machen.

Wucht der globalen Automatisierung

Waren in den letzten Jahren die Mitarbeiter aufgrund der übervollen Auftragsbücher unentbehrlich und deshalb selten auf Weiterbildungen, so ist der Zeitpunkt aktuell perfekt. Die Frage ist nämlich nicht ob, sondern nur wann und mit welcher Wucht die globale Automatisierung voranschreitet – und hier dürfen Deutschland und Europa keinesfalls den Anschluss verlieren.

Mit, laut VDMA, durchschnittlich nur 1,8 Tagen Weiterbildung pro Mitarbeiter und Jahr war der Maschinenbau in Deutschland die letzten Jahre sehr konservativ in der Mitarbeiterentwicklung. Studien des World Economic Forums zeigen, dass bis Ende 2021 durchschnittlich 101 Tage pro Mitarbeiter notwendig wären, um up-to-date zu sein.

Herstellerneutrale Robotikkurse

Selbstverständlich ist diese Zahl in der Praxis nicht umsetzbar. Umso wichtiger ist es, die Weiterbildungen entsprechend gezielt auszusuchen, um den größten Nutzen für das Unternehmen zu generieren. Hier kommt das Know-how der German Robotics zur Geltung. Mit unseren Kursen, die gezielt auf das „Wie“ konzipiert wurden, können wir, in enger Zusammenarbeit mit dem MittelstandsCampus, herstellerneutrale Robotikkurse anbieten, die nicht plump das Bedienen eines Roboters vermitteln, sondern vielmehr das komplette Projektmanagement in der Automatisierung abdecken.

Von der Prozessanalyse über die Auswahl der geeigneten Automatisierungstechnik und der Berechnung des ROI, bis hin zur Implementierung bekommen Ihre Mitarbeiter einen kompletten Überblick und können Ihnen als Entscheidungsträger eine Entscheidungsgrundlage erarbeiten und die Integration begleiten oder selbst vorantreiben. Denn nach wie vor gilt: Es sind die Menschen, die Deutschland groß gemacht haben und es werden die Menschen sein, die den Wohlstand und die Wertschöpfung weiterhin in Deutschland und Europa halten werden.

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