Unter dem Titel „2025 Chemical Manufacturing EMEA” hat die RS Group, ein Anbieter von globalen Produkt- und Servicelösungen für Industriekunden mit erhöhtem Beratungsbedarf, kürzlich einen umfassenden Branchenreport herausgegeben. Der auf umfangreichen Studien basierende Bericht skizziert die vielfältigen Herausforderungen, denen sich die europäische chemische Industrie derzeit gegenübersieht. Er benennt Chancen für das Wachstum und den Erfolg der Branche. Wer sie ergreift, kann die wesentlichen Probleme angehen.
Die europäische Chemiebranche steht an der Schwelle zu einer neuen Ära. Der ökologische Wandel, die digitale Transformation und effizientere betriebliche Abläufe wirken sich sowohl auf die hergestellten Produkte als auch auf die Produktionsprozesse aus. Insgesamt steht der Sektor unter erheblichem wirtschaftlichem, geopolitischem und regulatorischem Druck. Hinzu kommen Umweltrisiken mit intrinsischen Ursachen. Gerade deshalb liegt es an der Branche selbst, diese Hürden zu überwinden.
DACH-Region: Nationale Politik und Wirtschaft sorgen für zusätzlichen Druck
Die chemische Industrie in der DACH-Region sieht sich mit ähnlichen Herausforderungen und Chancen wie die gesamte europäische Branche konfrontiert. Treibende Faktoren sind hohe Energiepreise und die Notwendigkeit, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Es gibt jedoch auch Unterschiede, die spezifische Probleme mit sich bringen und spezielle Lösungsansätze erfordern.
In Deutschland beispielsweise hat der Automobilsektor traditionell eine bedeutende Nachfrage nach chemischen Produkten generiert, sodass sich der derzeitige Rückgang in der Fahrzeugproduktion tiefgreifend auf die chemische Industrie auswirkt. In der Schweiz bestehen Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu internationalen Forschungsprojekten, während die Verpflichtung der österreichischen Regierung zur Klimaneutralität bis 2040 den Druck auf die Chemiehersteller erhöht, rasche Fortschritte bei den Umweltzielen zu erzielen.
Fünf Kernthemen für Chemiehersteller
Die RS Group hebt fünf Kernthemen hervor, auf die sich Chemiehersteller in ganz Europa während des Übergangs in eine neue Ära konzentrieren müssen. Diese lauten:
Ökologischer Wandel: Die Umsätze einiger Produkte gehen zurück, während andere Sparten ein großes Wachstum verzeichnen. Wichtig ist, dass Chemiehersteller die Herausforderungen analysieren. So lassen sich vielversprechende Wachstumsbereiche identifizieren. Obwohl das aktuelle konjunkturelle Umfeld die Realisierung des Potenzials der grünen Wende erschwert, stellt dieser Sektor langfristig gesehen eine enorme Chance für Chemiehersteller dar.
Energieeffiziente Betriebsabläufe: Die Verbesserung der Energieeffizienz ist von großer Bedeutung. Chemiehersteller, die diesen Weg einschlagen, können sich signifikante Vorteile verschaffen, da höhere Effizienz nicht nur die Energie- und damit die Produktionskosten senkt, sondern auch die Treibhausgasemissionen reduziert.
Energieeffiziente Betriebsabläufe: Die Verbesserung der Energieeffizienz ist von großer Bedeutung. Chemiehersteller, die diesen Weg einschlagen, können sich signifikante Vorteile verschaffen, da höhere Effizienz nicht nur die Energie- und damit die Produktionskosten senkt, sondern auch die Treibhausgasemissionen reduziert.
Digitale Transformation: Chemiehersteller können digitale Technologien, insbesondere künstliche Intelligenz (KI), nutzen, um neue Möglichkeiten zu erschließen. Wenn die digitale Transformation über den Forschungsbereich hinaus auch auf Produktionsstätten ausgeweitet wird, schließt dies auch Gefahrenbereiche ein. Hier bieten Lieferanten wichtige Unterstützung.
Strategische Beschaffung: Ein besseres Management von Wartung, Reparatur und operativem Betrieb (MRO) trägt dazu bei, Risiken zu reduzieren, Kosten zu senken und Zeit zu sparen. Doch auch für das Erreichen von ESG-Zielen sowie für den Arbeitsschutz und die Gesundheitsvorsorge ergeben sich klare Vorteile. Ein Beispiel ist die Beschaffung: Eine widerstandsfähige, zuverlässige MRO-Lieferkette ist ein wesentlicher Schutz vor Ausfallzeiten und den damit verbundenen Kosten. Mit mehrwertorientierten Beschaffungslösungen lassen sich auch die betrieblichen Herausforderungen bewältigen, mit denen Chemiehersteller konfrontiert sind.
Vorausschauende Instandhaltung
Eine effiziente und effektive Instandhaltung ist ein klarer strategischer Vorteil. Zunächst einmal ist sie unerlässlich, um alternde Anlagen auf sichere Weise so zuverlässig wie möglich zu halten, und um die Kosten und Störungen durch Ausfallzeiten zu reduzieren – allesamt wichtige Themen für Hersteller aus dem Bereich der chemischen Industrie. Vorausschauende Instandhaltung trägt dazu bei, den Umfang reaktiver Arbeiten und ungeplanter Ausfallzeiten zu minimieren. Zustandsüberwachungssysteme liefern wertvolle Einblicke in den Zustand der Anlagen und dienen als Grundlage für das Instandhaltungsmanagement. So können Kosten gesenkt und die Zuverlässigkeit der Anlagen erhöht werden. Chemieunternehmen sind dann in der Lage, ihre technischen Ressourcen so zu optimieren, dass sich Ihre Mitarbeitenden auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren können.
Stefan Rücker, Corporate Account Manager Field Sales DACH bei RS, kommentiert: „Erzeugnisse der chemischen Industrie finden sich überall. Sie liefert die Grundstoffe für unendlich viele Gegenstände, die uns im Alltag begegnen. Trotz ihrer immensen Bedeutung ist die Branche nicht gegen Herausforderungen immun. Der Schlüssel, um ihnen zu begegnen, liegt in der Zusammenarbeit. Partner wie RS können ihre Erfahrung und Know-how einbringen. So muss kein Chemiehersteller die notwendigen Maßnahmen allein umsetzen. Mit unserer globalen Präsenz sind wir in der Lage Unternehmen auch marktübergreifend zu unterstützen. Unsere Value Added Services spielen außerdem eine wichtige Rolle bei Instandhaltungs-Best-Practices.“