eSIM-Technologie wird im Connected Car eine entscheidende Rolle spielen.

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Treiber für die Automobilindustrie 7 Gründe für eSIM in vernetzten Autos

14.08.2019

Die eSIM-Technologie dient dazu, Geräte oder Maschinen, die eine Mobilfunkverbindung benötigen, mit fest verbauten SIM-Chips auszustatten. Auf diese lassen sich die Profile der Netzbetreiber dann „over the air“ aufspielen. Eine Branche, die von dieser Technologie besonders profitiert, ist die Automobilindustrie.

eSIM-Technologie setzt sich in immer mehr Anwendungsbereichen durch. Auch die Automobilindustrie mit ihren zunehmend vernetzten Fahrzeugen ist davon nicht ausgeschlossen. G+D Mobile Security erläutert nachfolgend sieben Gründe, warum die eSIM einen entscheidenden Treiber für den Erfolg des Connected Car darstellt.

1. Gesetzliche Vorgaben

Die Europäische Union macht seit 1. März 2018 das automatische Notrufsystem eCall, das zwingend eSIM benötigt, für alle Neuwagen in der EU zur Pflicht. Mit ERA‑GLONASS fordert die Russische Föderation ab 2020 etwas Ähnliches. Länder wie Brasilien, China, Türkei, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits Gesetze zur Telekommunikationsregulierung erlassen oder bereiten derzeit Gesetze mit spezifischen lokalen Anforderungen vor. eSIM-Technologie wird die Fahrzeughersteller maßgeblich dabei unterstützen, auf veränderte Gesetzes- und Regulierungsvorhaben flexibel zu reagieren.

2. Optimale 5G-Unterstützung

Der neue Mobilfunkstandard 5G wird dem autonom fahrenden Connected Car einen gehörigen Schub verleihen, da er spezielle Services für kritische Kommunikationsanforderungen bietet. Um ohne menschliches Eingreifen sicher ans Ziel zu kommen, werden den autonomen Fahrzeugen Mobilfunkverbindungen mit geringsten Latenzzeiten zur Verfügung stehen. Prognosen von Machina Research zufolge werden im Jahr 2023 rund eine halbe Milliarde vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Beim Management dieser Vernetzung wird eSIM eine integrale Rolle spielen.

3. Vereinfachte Logistik

Die eSIM-Technologie ermöglicht den Automobilherstellern, das korrekte Netzwerkprofil erst nach der Auslieferung der Autos direkt in ihrer Zielregion „over the air“ aufzuspielen. Zudem ist sichergestellt, dass die lokalen gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Logistikprozesse der Automobilhersteller vereinfachen sich dadurch erheblich. Mit der zunehmenden Verbreitung von 5G und vernetzten, autonom fahrenden Autos wird dieser Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnen.

4. Höhere Zuverlässigkeit

Herkömmliche SIM-Karten, die in die dafür vorgesehenen Slots der Autos eingebracht werden müssen, sind dort rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Dazu zählen etwa extreme Temperaturen, Feuchtigkeit, Korrosion oder Vibrationen durch den Motor und unebene Strecken. Die eSIM-Chips sind für diese Bedingungen ausgelegt und fest in die Hardware integriert. Dadurch sind sie im Vergleich zur Steck-SIM deutlich zuverlässiger.

5. Abgesicherte Konnektivität

eSIM-Chips bieten die Möglichkeit, TLS-Zertifikate zu speichern und damit TLS-verschlüsselte Verbindungen nach außen aufzubauen – sei es zu anderen Fahrzeugen oder zu Services in der Cloud. Damit unterstützen sie die sichere gegenseitige Authentifizierung von Autos und Cloud-Diensten. Auf diese Weise lässt sich etwa verhindern, dass Cyberkriminelle die Kontrolle über das Auto übernehmen und die Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden.

6. Verbesserte Nutzererfahrung

Mit klassischen SIM-Karten lässt sich lediglich ein einziger Mobilfunkvertrag nutzen. Konfigurierbare eSIM-Chips dagegen erlauben den wechselweisen Einsatz mehrerer Mobilfunkverträge der Fahrzeugbesitzer und Serviceanbieter. Dadurch können die Fahrzeuginsassen verschiedene Infotainmentanwendungen zu den Konditionen ihrer Mobilfunkvertragspartner in Anspruch nehmen. Die Zufriedenheit der Kunden und daher auch ihre Bindung an die Automobilhersteller wird aufgrund dessen verstärkt.

7. Zukunftsfähige Plattform

Die Möglichkeiten des Connected Car sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft; seine Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Für die Zukunft sind, ebenfalls befeuert durch 5G, zahlreiche weitere Services zu erwarten, etwa für Selbstdiagnosen, maßgeschneiderte Kfz-Versicherungen, Infotainment oder mobiles Bezahlen. Die eSIM-Technologie liefert dem vernetzten Fahrzeug eine flexible Plattform, um die nötige Konnektivität für jeden beliebigen Service bereitzustellen.

Fazit

Zusammengefasst beschreibt Alois Kliner, Head of Division Digital Enterprise Security bei G+D Mobile Security, die Bedeutung der eSIM für das Connected Car folgendermaßen: „Mit eSIM-Technologie können Automobilhersteller nicht nur höchste Sicherheits- und Datenschutzstandards erfüllen und der Telekommunikationsgesetzgebung gerecht werden. Sie ermöglicht ihnen auch, die Nutzererfahrung zu verbessern, neue Geschäftsmodelle durch sichere digitale Dienste zu erschließen und das Vertrauen in ihre Marken weiter zu stärken.“

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