Damit der Akku auf der Schiene immer ausreicht, verbauen Hersteller von Fern- und Regionalzügen vermehrt USB-Ladeports für Fahrgäste und Zugführer.

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Bahntechnik Freie USB-C-Ladeports in öffentlichen Verkehrsmitteln

04.06.2020

Smartphones und Tablets gehören mittlerweile zum Alltag vieler Fahrgäste. Entsprechend steigt die Anzahl an USB-Ladestationen in Bahnen und Zügen. Ein Hersteller aus dem Segment plant, sein Angebot um Lösungen mit USB-C-Anschluss und Ladeströmen von bis zu 3 A zu erweitern.

Der Bahntechnikspezialist Lütze Transportation bietet bereits bahntaugliche USB-Ladeports gemäß den Vorgaben der EN 50155, EN 50121-3-2, EN 61373 und EN 45545-2 ab. Sie eignen sich sowohl für den Fahrgastbereich als auch für den Führerstand: Hier lassen sich etwa Fahrdaten wie Streckentabellen, Fahrpläne und Langsamfahrstellen bequem und zeitnah aktualisieren.

Zum Lütze-Angebot in diesem Umfeld zählt mitunter eine VDE-geprüfte Steckdose, über die neben der 230-V-Stromversorgung gleichzeitig zwei Endgeräte via USB geladen werden können. Die beiden USB-Ladeports stellen einen Ladestrom von je 1,2 A bei insgesamt 12 W zur Verfügung. Falls nur einer der beiden Ports genutzt wird, wird ein Ladestrom von 2,4 A bereitgestellt.

Mittels dynamischer Erkennung des Ladeprotokolls erfasst die Steckdose den Strombedarf des angeschlossenen Mobilgerätes und passt den Ladestrom effizient an. Laut Hersteller verbrauchen die USB-Ladeports im Standby-Modus weniger als 50 mW, sodass die Bordnetze nur minimal belastet werden. Die Steckdose verfügt standardmäßig über einen mechanischen Schutz gegen unbeabsichtigtes Berühren (Shutter).

USB-Ladegerät für zwei Endgeräte

Als Alternative zum USB-Ladeport mit Schuko-Steckdose bietet Lütze einen Standard-Ladeport mit zwei USB-A-Schnittstellen und einem Ladestrom von jeweils 1,5 A an. Die ordnungsgemäße Ladefunktion wird über eine grüne LED signalisiert. Wahlweise steht auch eine Variante mit Schutzkappe zur Verfügung, die im geschlossenen Zustand die Schutzart IP65 erreicht.

Wandler für den papierlosen Führerstand

Mit dem USB-Ladegerät für den Führerstand sollen Betreiber dem papierlosen Betrieb einen Schritt näherkommen. Der DC/DC-Wandler verfügt über einen Weitspannungseingang von 24 bis 110 VDC und ist somit für den Einsatz in unterschiedlichen Bahnnetzen sowohl in Diesel- als auch Elektrofahrzeugen geeignet. Zwei Ausgangskanäle liefern einen Ladestrom von 5 VDC mit je 2,1 A.

Blick in die Zukunft mit USB-C

In Vorbereitung sind bei Lütze Transportation USB-Ladeports, die auf den 24-poligen USB-C-Standard setzen. USB-C wird bereits in den meisten Android-Smartphones und von vielen Laptop-Herstellern genutzt. Über die Schnittstelle lässt sich ein Ladestrom bis 3 A erreichen. Von Vorteil ist zudem, dass USB-C-Stecker kein Oben und Unten kennen und sich beidseitig einstecken lassen.

Bildergalerie

  • Lütze Transportation bietet für unterschiedliche Anwendungsfälle in der Bahntechnik passende USB-Ladeport-Lösungen.

    Bild: Lütze

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