Die Umweltbank hat vor, künftig viele Solarparks zu finanzieren.

Bild: iStock, JayRosco

Solarpark Barth 5 Erster förderfreier Solarpark

25.11.2019

Der Solarpark Barth 5 ist aktuell die größte förderfreie Anlage in Deutschland, die von der Umweltbank finanziert wurde.

Die Umweltbank hat einen weiteren Finanzierungsvertrag für einen förderfreien Solarpark auf Basis eines Power Purchase Agreements (PPA) abgeschlossen. Der Solarpark Barth 5 westlich von Stralsund wurde von der BayWa r.e. realisiert und ist mit einer Gesamtleistung von 8,8 MWp derzeit die größte Anlage in Deutschland, die gänzlich ohne Förderung auskommt. Der erzeugte Strom wird über einen fünfjährigen Stromabnahmevertrag mit der BayWa r.e. Clean Energy Sourcing (CLENS) vermarktet. Das Projekt wird über eine langfristige Non-Recourse-Finanzierung mit einer Kreditlaufzeit von 20 Jahren durch die Umweltbank finanziert.

Standardisierte Finanzierung

Dr. Benedikt Ortmann, Global Director of Solar Projects bei BayWa r.e., sagt über die Zusammenarbeit: „Freiflächen-PV-Anlagen in Deutschland benötigen keine EEG-Vergütung mehr, das beweisen wir mit dem Solarpark Barth 5. Es ist eine großartige Neuigkeit für die Energiewende in Deutschland und gut gegen den Klimawandel. Und es ist der Beginn einer neuen Ära förderfreier PV-Anlagen in Deutschland. Dass die Umweltbank als einer der profiliertesten Erneuerbaren-Finanzierer frühzeitig mit neuen Produkten auf diese Entwicklung reagiert und sie stützt, beweist einmal mehr ihre Vorreiterrolle in der Branche.“ Das neue Kreditprodukt hatte die Umweltbank auf der Intersolar 2019 vorgestellt. Es ermöglicht deutschlandweit die standardisierte Finanzierung von neu errichteten Photovoltaik-Freiflächenanlagen, für die ein langfristiger Stromliefervertrag geschlossen wird. Der entsprechende Kredit kann eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren haben.

PPA-Finanzierungsstandard

Die starke Nachfrage nach PPA-Projekten bestätigt die Umweltbank in ihrer Strategie, ein spezielles Konzept für PPA-Finanzierungen anzubieten. „In diesem Jahr rechnen wir damit, rund 10 PPA-Projekte mit einer Gesamtleistung von 20 MWp zu finanzieren. Wir freuen uns, dass sich die BayWa r.e. bei ihrem Projekt Barth 5 für uns entschieden hat“, erläutert André Hückstädt, Leiter der Abteilung Energie und Infrastruktur bei der Umweltbank. „Wir sehen für 2020 Planungen für PPA-Projekte von insgesamt weit über 100 MWp.“

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