Die Stromversorgung EA-PSB 9000 3U 1PH wartet mit den gleichen Funktionen wie Dreiphasengeräte auf, ist allerdings preislich attraktiver.

Bild: EA Elektro-Automatik

Alternative zur Dreiphaseninstallation Erste bidirektionale Stromversorgung für Einphasenbetrieb

15.05.2020

Bisher benötigten Anwender zwingend eine 400-V-Dreiphaseninstallation, um von den Vorteilen einer bidirektionalen Stromversorgung mit Netzrückspeisung und Auto-Ranging profitieren zu können. Jetzt hat ein deutsches Unternehmen das nach eigenen Angaben erste bidirektionale Gerät entwickelt, das sich an einer einphasigen 16-A-Steckdose betreiben lässt.

Mit der EA-PSB 9000 3U 1PH hat EA Elektro-Automatik auf die Nachfrage im Markt reagiert und eine Stromversorgung hergestellt, die an einer einphasigen 16-A-Steckdose betrieben werden kann. Damit sollen sich Leichtlastanwendungen bis 750 VDC, 120 A und 2,5 kW deutlich flexibler und kostengünstiger durchführen lassen.

„Lange Zeit waren bidirektionale Laborstromversorgungen ausschließlich in hohen Leistungsbereichen gefragt. Inzwischen hat sich die Bedarfslage deutlich geändert“, sagt Wolfgang Horrig, Vertriebsleiter bei EA Elektro-Automatik. So sei die Nachfrage nach Geräten mit geringerer Leistung insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung sowie für Prototypentests stark gestiegen. „Hier möchten wir Anwender mit unserer Produktneuheit unterstützen, indem wir die Funktionen einer modernen bidirektionalen Stromversorgung auch für den Einphasenbetrieb ermöglichen.“

Keine überdimensionalen Lüfter notwendig

Die EA-PSB 9000 3U 1PH beinhaltet alle Vorteile einer bidirektionalen EA-Stromversorgung und arbeitet sowohl als DC-Quelle als auch als DC-Last, mit einem stufenlosen Übergang in den jeweiligen Modus. Die Ausgangsstufe ist flexibel (Auto-Ranging-Ausgang und -Eingang), was einen Betrieb mit hoher Ausgangsspannung oder wahlweise hohem Ausgangsstrom innerhalb der Nennleistung ermöglicht.

Die Wandlung der entnommenen Prüflingsgleichspannung in eine netzsynchrone Wechselspannung bewirkt laut Hersteller eine direkte Netzrückspeisung mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Das senkt einerseits den Energieverbrauch und schont die Umwelt, andererseits verringert es auch die Wärmeentwicklung. Im Gerät müssen somit keine großen dissipativen Kühlkörper mit überdimensionalen Lüftern installiert werden. Übermäßige Wärmeabstrahlung und störende Geräuschemissionen am Arbeitsplatz sollen entfallen.

An jedem Arbeitsplatz anwendbar

Vor allem im Bereich der Grundlagenentwicklung sollen Anwender von den neuen Möglichkeiten profitieren, wie Vertriebsleiter Horrig erklärt. So können nicht nur komplette Batteriesysteme geprüft werden, sondern auch einzelne Stacks und Zellen. Bidirektionale Tests in kleinerer Skalierung, beispielsweise zur zyklischen Ladung / Entladung, sind ebenfalls möglich.

Hierbei soll die EA-PSB 9000 3U 1PH mit mehr Präzision aufwarten. Denn: Je kleiner der Prüfling, desto geringer sollte im Verhältnis auch die Leistung der zum Testen verwendeten Laborstromversorgung sein. Auf diese Weise lassen sich effektive Messungenauigkeiten erheblich reduzieren. Anwender können das Gerät zudem an jedem Arbeitsplatz flexibel nutzen, da es an jeder gewöhnlichen 230-V-Steckdose betrieben werden kann.

Aufrüstung zu Dreiphaseninstallation möglich

„Nicht für alle Labore sind kostspielige Dreiphaseninstallationen, die bisher für den Betrieb bidirektionaler und regenerativer Laborstromversorgungen Voraussetzung waren, wirtschaftlich praktikabel“, erklärt Horrig. Die neue Stromversorgung des Unternehmens bietet deshalb nun als einphasiges Gerät mit den gleichen Funktionen eine preiswerte Alternative. Auch die Anschaffungskosten sollen dabei unter denen eines Gerätes liegen, das auf den Betrieb an dreiphasigen Netzen ausgerichtet ist.

Wer perspektivisch dennoch eine Dreiphaseninstallation in Betracht zieht, kann ebenfalls zur EA-PSB 9000 3U 1PH greifen. Unter geringen Mehrkosten lässt sich die Laborstromversorgung von 230 V und 2,5 kW Leistung auf 400 V und 5 kW aufrüsten.

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