Visualisierung mit Digitalem Zwilling

Bild: Leibniz Universität Hannover

Vorausschauendes Instandhaltungskonzept Digitaler Zwilling für Eisenbahnbrücken

19.04.2022

Wie kann der Instandhaltungsprozess von Brücken digitalisiert werden? Dieser Frage widmete sich das Konsortium des Forschungsprojekts DiMaRB, das jetzt erfolgreich abgeschlossen wurde. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde ein Konzept für eine digitale, intelligente und prädiktive Instandhaltungsstrategie entwickelt.

Das Konsortium um das Forschungsprojekt DiMaRB (Digital Maintenance of Railway Bridges), bestehend aus Wissenschaft, Praxispartnern, Infrastrukturbetreibern und Aufsichtsbehörden, verfolgte über eine Projektlaufzeit von 3,5 Jahren das Ziel, ein digitales, prädiktives Instandhaltungskonzept für Eisenbahnbrücken zu entwickeln.

Sensorgestützte Bauwerksüberwachung

Das Konzept basiert auf der Nutzung einer sensorgestützten Bauwerksüberwachung in der Form eines Structural Health Monitorings (SHM). Die Datenintegration erfolgt in einem digitalen Bauwerksmodell unter Nutzung der Methodik des Building Information Modeling (BIM).

Hierfür wurde eine Kommunikations- und Kollaborationsplattform entwickelt, auf der Schadensbilder, sämtliche Ergebnisse messtechnischer Überwachungen und weitere Informationen aus den Brückeninspektionen zentral organisiert und nutzerspezifisch dargestellt werden können.

Im Projekt haben die unmittelbar beteiligten Interessensgruppen (Anlagenverantwortliche, Bauwerksprüfer, BIM-Planer/Anwender und Monitoringspezialisten) die notwendigen Prozesse für ein interdisziplinäres Grundkonzept einer digital unterstützten Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland erarbeitet.

„Die Digitalisierung unserer Anlagen ermöglicht es uns, effiziente Instandhaltungsstrategien abzuleiten“, unterstreicht der Projektpartner DB Netz.

An realen Bauwerken demonstriert

Der methodische Ansatz liegt in der intelligenten Verknüpfung von Inspektions- und Monitoringdaten mit digitalen Bauwerksmodellen (shBIM). Die Methodik wurde anhand von Monitoringdaten bestehender Brückenbauwerke entwickelt und erprobt.

Das Konzept zur digitalen Instandhaltung von Eisenbahnbrücken wurde abschließend an realen Brückenbauwerken, wie beispielsweise der Grubentalbrücke im Zuge der Hochgeschwindigkeitsstrecke VDE 8, demonstriert.

Zum Projektende sollen die vielversprechenden Forschungsergebnisse nun der interessierten Öffentlichkeit bei einem Abschlusstreffen präsentiert werden.

Einladung zum öffentlichen Abschlusstreffen

Am 10.05.2022 sind alle Interessierten herzlich zum öffentlichen Teil des Abschlusstreffens eingeladen, bei dem die Konsortialpartner ihre Projektergebnisse vorstellen werden. In den Fachvorträgen werden Themen wie die Digitalisierung im Bauwesen aufgegriffen und auf die Instandhaltung im Brückenbau bezogen.

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