Arbeiten als Team: Bei der Baugruppenmontage übernimmt der Cobot nachgelagerte Arbeitsschritte und entlastet den Menschen.

Bild: Fraunhofer IEM

Robotik & Handling Cobot-Lösungen für den Mittelstand

09.10.2019

In der Industrie entlasten kollaborative Roboter den Menschen.Das Fraunhofer IEM will kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, die sogenannten Cobots flexibel und kostengünstig einzusetzen. Dafür arbeitet das Forschungsinstitut mit Rose+Krieger als Anbieter für Komponenten und Systemlösungen für die Automatisierungstechnik zusammen.

In vielen Branchen sind bereits heute kollaborative Roboter im Einsatz. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten Unterstützung, behalten in wichtigen Bereichen aber die Entscheidungshoheit. Was oftmals fehlt: Flexible Cobots, die aufwandsarm auch Aufträge mit kleiner Stückzahl erledigen können.

»Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind auf neue, wandlungsfähige Robotik angewiesen, um angesichts von Trends wie Digitalisierung und Losgröße 1 weiterhin wettbewerbsfähig arbeiten zu können. Wir freuen uns, zusammen mit Rose+Krieger dem Messepublikum praxiserprobte Lösungen zu präsentieren«, erläutert Dr.-Ing. Christian Henke, Abteilungsleiter am Fraunhofer IEM.

Eigenständiges Anpassen an neue Arbeitsaufträge

Intelligente Sensoren im Werkzeugkopf erfassen die Konturen des Werkstücks, das System erkennt Abweichungen vom Konstruktionsmodell und gleicht diese während der Bearbeitung automatisch aus. Programmierkenntnisse des Werkers sind nicht nötig. Er wird von monotonen und körperlich anstrengenden Aufgaben entlastet, behält jedoch jederzeit die Kontrolle über den Prozess.

Bewegen sich flexibel im Raum

Ein von Rose+Krieger konzipiertes dreiachsiges Portal erweitert den Arbeitsbereich der Cobots nicht nur linear, sondern dreidimensional. Intelligente Sensoren und Algorithmen sollen eine reibungslose Kommunikation zwischen Roboter und Raumportal ermöglichen.

Das Ergebnis sind synchronisierte Bewegungen von Portal und Cobot sowie eine einfache Anpassung des Systems an sich ändernde Anwendungsszenarien ohne aufwendige Umbau- und Rüstarbeiten.

Lösungen für Schweiß- und Montageprozesse

Auf der Motek und auf der FMB stellen die Partner ihre Robotik-Lösung dem Fachpublikum mit zwei konkreten Anwendungsfällen vor. Zum einen kommt ein Schweißroboter an einem 2,7 Meter hohen 3-Achs-Portal zum Einsatz. Er erfasst das Werkstück mit seiner Sensorik und führt selbständig einen Schweißprozess durch.

Zum anderen erkennt ein auf zwei zusätzlichen Bewegungsachsen montierter Assistenzroboter eigenständig Bauteile auf einem Montagearbeitsplatz und unterstützt den Mitarbeiter beim Abtransport.

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