Das Schäumverfahren Plastinum Foam Injection Moulding eignet sich besonders für die Branchen Automotive, Unterhaltungselektronik, Medizingeräte und Konsumgüter.

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Granulat mit Kohlendioxid beladen CO2 steigert Effizienz von Schaumspritzguss-Verfahren

11.10.2018

Zur Fakuma führt Linde ein neuartiges physikalisches Schäumverfahren mit Kohlendioxid (CO2) in den Markt ein. Die nun serienreife Lösung Plastinum Foam Injection Moulding verbindet die Vorteile chemischer und physikalischer Schäumprozesse beim Spritzguss. Damit sollen sich erhebliche Material- und Gewichtseinsparungen erzielen lassen.

Plastinum Foam Injection Moulding ist ein Verfahren, bei dem ein getrocknetes Kunststoffgranulat bereits vor der Zuführung in die Spritzgießmaschine unter Druck mit CO2 beladen wird. Das Gas diffundiert dabei in das Granulat ein. Damit vereint das neue Verfahren die einfache Handhabung chemischer Schäumprozesse mit den positiven Effekten des physikalischen Schäumens.

Vorteile im Schäumprozess

Konkret verbessert das Verfahren laut Linde die Produktqualität, indem es eine hohe dimensionale Stabilität und Funktionalität der Spritzgussteile gewährleistet. Verzug und Einfallstellen werden minimiert. Insbesondere lassen sich so selbst scherempfindliche Kunststoffe wie etwa langfaserverstärkte Thermoplaste (LFT-Granulate) sehr gut schäumen, weil die Polymere nicht beschädigt werden. Zudem sind auch bei geringen Wanddicken gute Schäumergebnisse und somit erhebliche Material-, Gewichts- und Energieeinsparungen möglich.

Gleichzeitig wird der Produktionsprozess schneller und flexibler, weil mehrere Spritzgießmaschinen gleichzeitig bestückt werden können. Nicht zuletzt ermöglicht Plastinum Foam Injection Moulding Kosteneinsparungen: Maschinen können kleiner ausgelegt und sowohl zum Schäumen als auch für den Kompaktspritzguss eingesetzt werden. Die Nachrüstung bestehender Anlagen ist problemlos möglich.

Im Vergleich zu herkömmlichen physikalischen Schäumverfahren lassen sich nach Herstellerangaben die Investitionskosten um bis zu 60 Prozent reduzieren und die Schäumkosten pro Bauteil beinahe halbieren. Der Einsatz des Verfahrens ist damit insbesondere für Schäumprozesse in den Branchen Automotive, Unterhaltungselektronik, Medizingeräte und Konsumgüter interessant.

Live-Einsatz bei bekannten Herstellern

Das neue Plastinum Foam Injection Moulding ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklungsarbeit von Linde und dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid (KIMW). Die Fertigungszelle Plastinum Perfoamer des Systempartners Protec Polymer Processing ermöglicht es, das für Plastinum Foam Injection Moulding erforderliche Prozessequipment problemlos in vorhandene Spritzgussanlagen zu integrieren.

Im Live-Einsatz können Messebesucher erleben, dass auch führende Hersteller von Spritzgussmaschinen bereits auf das neue Verfahren setzen: Am Stand von Protec läuft es auf einer Maschine von Engel, das KIMW zeigt es auf einer Maschine von KraussMaffei.

Effizienz durch Kohlendioxid steigern

Unter der Dachmarke Plastinum bündelt Linde ein breites Angebot an Verfahren, Anlagen und Services für gasunterstützte Prozesse in der kunststoffverarbeitenden Industrie, die Zykluszeiten um bis zu 30 Prozent verkürzen können. Insbesondere der Einsatz von CO2 ermöglicht bei Herstellungsverfahren wie der Gasinnendrucktechnik, dem Schäumen und dem Spot Cooling von Spritzgusswerkzeugen große Effizienzsteigerungen.

Auch in diesem Jahr präsentiert sich Linde auf der Fakuma an einem Gemeinschaftsstand mit dem Hochdruckspezialisten Maximator. Neben dem neuen Plastinum Foam Injection Moulding zeigt das Unternehmen dort auch aktuelle Lösungen für Druckerhöhung, Dosierung und Temperierung, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Maximator entwickelt wurden.

Linde auf der Fakuma 2018: Halle B3, Stand 3309

Bildergalerie

  • Die Fertigungszelle Plastinum Perfoamer ermöglicht es, das für Plastinum Foam Injection Moulding erforderliche Prozessequipment problemlos in vorhandene Spritzgussanlagen zu integrieren.

    Bild: Linde

  • Die nun serienreife Lösung Plastinum Foam Injection Moulding verbindet die Vorteile chemischer und physikalischer Schäumprozesse beim Spritzguss.

    Bild: Linde

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