Batterieentwicklung Audi entwickelt Hochvoltbatterien in Neckarsulm

Audi baut die Entwicklung von Hochvolt-Batterien aus und setzt dafür auf den Standort Neckarsulm (v.l.n.r.: Fred Schulze, Werkleiter Neckarsulm; Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats, Audi Werk Neckarsulm; Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung Audi; Stephan Reil, Leiter Technische Entwicklung Neckarsulm).

Bild: Audi
27.10.2021

Automobilhersteller Audi baut die Entwicklung von Hochvoltbatterien aus und setzt dafür auf den Standort Neckarsulm. Mit der strategischen Entscheidung wird die Technische Entwicklung für die Zukunft gestärkt und Neckarsulm zu einem Kompetenzzentrum für eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität

Seit Ende 2020 qualifiziert Audi seine Mitarbeiter für die Entwicklung von Elektroautos. Um sich auf das Themenfeld Hochvoltbatterie zu spezialisieren, bietet Audi den Mitarbeitern der Technischen Entwicklung Neckarsulm in den kommenden Jahren unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Fahrplan für erfolgreiche Zukunft

Audi entwickelt bereits Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride (PHEV) in Neckarsulm, nun wird die Entwicklung des kompletten Hochvoltbatterie-Portfolios für vollelektrische Fahrzeuge schwerpunktmäßig am Standort angesiedelt und dafür sukzessive ausgebaut. Außerdem geht bis 2023 ein Batterietechnikum zur Erprobung von Hochvoltspeicher-Technologien in Betrieb.

Ein klarer Fahrplan für eine erfolgreiche Zukunft: Audi treibt den Ausbau strategisch bedeutsamer Kompetenzen für die Elektromobilität am Standort Neckarsulm voran. „Hochvoltbatterien und Elektromotoren machen einen wichtigen strategischen Anteil an der künftigen Wertschöpfung in einer transformierten Autoindustrie aus. Deshalb bauen wir unsere Kompetenz bei der Entwicklung dieser Komponenten systematisch aus“, sagt Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi.

Die Strukturen für die PHEV-Hochvoltbatterie-Entwicklung liegen bereits vor: Damit ist der Standort bestens darauf vorbereitet, nun auch das komplette Hochvoltbatterie-Portfolio zu entwickeln. Perspektivisch wird die Hochvoltbatterie-Entwicklung – in weiterhin enger Zusammenarbeit mit der Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Ingolstadt – personell deutlich überwiegend in Neckarsulm verortet.

Technikum zur Entwicklung und Erprobung von Batterie-Prototypen

Weiterhin entsteht am Standort Neckarsulm ein Batterietechnikum: In diesem Labor für Pilotprojekte werden weitergebildete Mitarbeiter, die zuvor im Prüftechnikum für Verbrennungsmotoren tätig waren, ab 2023 Prototypen neuer Hochvoltspeicher-Module für verschiedene E-Fahrzeuge erproben.

„Die Investitionsentscheidung des Unternehmens, die Hochvoltbatterie-Entwicklung und ein Batterietechnikum in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein deutliches Bekenntnis zur Elektrifizierung und damit langfristigen Sicherung des Standorts“, sagt Fred Schulze, Werkleiter Audi Neckarsulm. Die neu in Neckarsulm verankerte Kompetenz für Hochvoltbatterien profitiert zudem von bereits vorhandener Expertise am Standort: Es werden Synergien mit dem Leichtbauzentrum geschaffen.

Kompetenz der Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg der Elektromobilität

„Der Beschluss, die Batterieentwicklung in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein erster wichtiger Schritt, um den Beschäftigten der Technischen Entwicklung am Standort eine zukunftssichere Perspektive auch nach dem Auslaufen des Verbrennungsmotors zu geben“, sagt Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats.

„Audi setzt damit auf die hohe Kompetenz der Audianer in Neckarsulm, um die Zukunft der Elektromobilität erfolgreich zu gestalten.“

Seit Ende 2020 qualifiziert Audi kontinuierlich Mitarbeiter der Technischen Entwicklung Neckarsulm für den Bereich Hochvoltspeicher-Systeme, in den kommenden Jahren werden immer mehr Mitarbeiter in diesen Bereich transformiert. Um sich auf das Themenfeld zu spezialisieren, stehen den Audianer der Technischen Entwicklung unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Bekenntnis von Audi zum Standort Neckarsulm spiegelt sich auch in mehreren Baumaßnahmen wider: So werden der Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Technische Entwicklung Ende 2022 und die neue Lackiererei bis 2025 fertiggestellt.

Ein Neubau der Montage ist bereits auf eine Mischfertigung sowie für künftige E-Modelle ausgerichtet. Der e-tron GT, Speerspitze der Marke auf dem Weg in die elektrische Zukunft, wird in den Böllinger Höfen gefertigt. Mit den Plug in-Hybriden und den Mild-Hybriden der Modelle A6, A7 und A8 sind die Kernbaureihen des Audi-Standorts schon heute elektrifiziert.

Audi hat mit der Strategie „Vorsprung 2030“ angekündigt, neue Modelle ab 2026 ausschließlich als Elektroautos auf den Weltmarkt zu bringen. Bis 2033 lässt das Unternehmen die Produktion der Verbrenner auslaufen. Entsprechend transformiert Audi seine Standorte und die Mitarbeiter: Seit 2017 wurden bereits rund 30.000 Audianer für E-Mobilität weltweit qualifiziert.

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