Glasklare Vorteile im Bereich der Aseptik

Aseptische Verpackung: Glasbarriere für PET‑Flaschen

PET-Flasche mit Plasmax-SiOx-Beschichtung als Glasbarriere, die sauerstoffempfindliche Getränke vor Oxidation schützt.

Bild: KHS GmbH
26.02.2026

Glas trifft auf PET: Mit der PET-Flasche KHS Supreme stellt KHS eine Lösung für sauerstoffempfindliche Getränke vor. Sie schützt Tee und andere empfindliche Inhalte vor Oxidation und bewahrt so Geschmack, Farbe und Qualität.

Mit der KHS Supreme möchte das Unternehmen KHS den Schutz sauerstoffempfindlicher Getränke auf ein neues Niveau bringen. Die Lösung kombiniert die Vorteile von Glas mit der Handhabbarkeit von PET und nutzt die Plasmax-Barrieretechnologie.

Plasmax‑Barriere für mehr Produktschutz

Mit der PET-Flasche KHS Supreme legt der Dortmunder Komplettanbieter den Fokus auf den Produktschutz sauerstoffempfindlicher Getränke wie Tee. Dafür wird die Plasmax-Barrieretechnologie eingesetzt: Eine hauchdünne, transparente Beschichtung aus Siliziumoxid, die sich wie Glas auf die Innenwand der Flasche legt. Mit einer Dicke von weniger als 100 nm schützt sie empfindliche Flascheninhalte zuverlässig vor Oxidation und bewahrt Geschmack, Farbe und Qualität über lange Zeiträume. Damit einher geht eine bis zu zehnfach erhöhte Haltbarkeit des Produkts.

Die Plasmax-Technologie, die KHS seit über 20 Jahren erfolgreich einsetzt, wurde am Hamburger Standort kontinuierlich weiterentwickelt. Hamburg fungiert dabei als Kompetenzzentrum für PET und das gebündelte Know-how des Teams fließt direkt in jedes Produkt ein, um Kunden weltweit bei der Entwicklung von Verpackungslösungen zu unterstützen.

Schutz für qualitätssensible Getränke

„Die Barriereleistung eignet sich ideal für Premiumprodukte wie grünen Tee, der sehr qualitätssensibel ist und in Märkten wie Asien höchsten Anforderungen erfüllen muss“, so Philipp Langhammer, Product Manager Barrier Technology bei KHS. Tee oxidiert leicht, was zu unerwünschten Farb- und Geschmacksveränderungen führt. Die Glasbarriere verhindert dies und sorgt für Langlebigkeit, Frische und Sicherheit.

Die ursprünglich für pharmazeutische Glasbehälter entwickelte Technologie basiert auf langjähriger Forschung und Prozessoptimierung. Bereits in den frühen 2000er-Jahren wurden erste Plasmax-Anlagen im Lebensmittelbereich pilotiert. Seither hat KHS seine Plasmax-Barriere weiterentwickelt und sie in diesem Jahr auf großtechnische Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 60.000 Flaschen pro Stunde skaliert, ohne dabei an Schutzwirkung einzubüßen.

Recycling und rPET: Sortenreines PET trotz Barriere

Die Barriere ist zudem umweltfreundlich, denn die Plasmax-Technologie ermöglicht eine vollständige Recyclingfähigkeit. Im Recyclingprozess wird die Glasschicht durch Lauge entfernt, ohne dass die Materialqualität beeinträchtigt wird. Im Gegensatz zu chemischen Scavenger-Technologien, die das Recycling erschweren, bleibt die Sortenreinheit des PET erhalten. Die Beschichtung ist zudem vollständig mit 100-prozentigem [r]PET kompatibel, das heißt, sie ist sowohl recyclingfähig als auch für recyceltes PET einsetzbar. „Wir sprechen somit von einer vollständig kreislauffähigen Barrieretechnologie“, erklärt Langhammer. „Unsere Verpackung vereint alle Vorteile: Beste Barriereleistung und vollständige Recyclingfähigkeit.“

KHS präsentiert seine wegweisende Lösung auf der Düsseldorfer interpack vom 7. bis zum 13. Mai in Halle 13, Stand 31A. Mit der KHS Supreme demonstriert der Dortmunder Anlagenbauer seine hohe Innovationskraft im PET-Segment.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel