ANSYS Germany GmbH

Erster Test einer Trägerrakete des Start-ups Firefly: Das US-amerikanisch-ukrainische Unternehmen ist seit 2017 Teil des Ansys-Förderprogramms.

Bild: Ansys

Simulation zum Durchstarten Ansys unterstützt jetzt mehr als 1.000 Start-ups

22.10.2020

Weltweit sind nun über 1.000 junge Unternehmen Mitglied im Start-up-Programm von Ansys. Damit haben sie vergünstigten Zugriff auf die Simulationslösungen des Unternehmens, um ihre Ideen zu verwirklichen. Zu diesen gehören etwa eine 3D-gedruckte Rakete oder ein geländefähiger Rollstuhl.

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2016 hat Ansys sein Start-up-Programm ins Leben gerufen, das mittlerweile Jungunternehmen aus 44 Ländern und verschiedenen Branchen fördert. Dazu gehören unter anderem die Luft- und Raumfahrt, der Energiesektor oder die Automobilindustrie.

Viele Start-ups haben begrenzte finanzielle Mittel und limitierte Umsätze. Trotzdem sind sie oft auf das zeit-, kosten- und personalintensive Testen von Prototypen angewiesen, um die Produktleistung zu überprüfen.

Innerhalb des Ansys-Programms haben sie deshalb zu einem erschwinglichen Preis Zugriff auf die Simulationslösungen des Unternehmens. Sie sollen damit den Aufwand für die Validierung der Produktleistung sowie die benötigte Anzahl an Tests von physischen Prototypen reduzieren können ihren Mitbewerbern damit immer einen Schritt voraus sein.

Beispielprojekt: Rollstuhl für Naturliebhaber

Onward Project nutzt beispielsweise Ansys Discovery, um das Design des sogenannten AdvenChair zu optimieren, des ersten von Menschenhand betriebenen, geländegängigen Rollstuhls. Dieser kombiniert einen verstellbaren Sitz mit Mountainbike-Technologie, um das Durchqueren anspruchsvoller Wildnis zu ermöglichen.

„Wir haben den AdvenChair geschaffen, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen weiterhin die freie Natur genießen können – auch jenseits des Bürgersteigs“, erklärt Geoff Babb, Chairman von The Onward Project. „Die Vorabsimulation ist für uns notwendig, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wir implementieren Ansys Discovery in unseren Designprozess, um das Gewicht zu reduzieren, die strukturelle Integrität zu erhalten und letztendlich die Kosten zu senken.“

Im wahrsten Sinne eine Raketenwissenschaft

2017 Teil des Ansys-Start-up-Programms wurde die Firma Firefly Aerospace. Sie nutzt eine Kombination aus unterschiedlichen Ansys-Lösungen, um Trägerraketen zu konstruieren, die kleine Nutzlasten ins All befördern können. Das Unternehmen wurde 2019 ein kommerzieller Kunde und verlässt sich von der Fluiddynamik über die Wärmeübertragung bis hin zu metallischer Antriebshardware auf die Tools des Softwareanbieters.

„Bei Firefly ist unsere Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes Raketenwissenschaft“, sagt Tom Markusic, CEO von Firefly. „Es bedarf einer riesigen Menge an Simulationen und Modellierungen, um Komponenten zu entwerfen, die den enormen Start-, Flug- und Weltraumbedingungen standhalten.“ Durch die Ansys-Tools konnte das Start-up bis zu fünf Millionen Dollar bei der Konstruktion der Triebwerkskühlung, zehn Millionen Dollar bei der Erhöhung des Triebwerksschubs und bis zu 500.000 Dollar bei der Massenoptimierung einsparen.

„Bei Ansys sehen wir Simulation als eine Superkraft, und in vielen Fällen sind Start-ups die wahren Superhelden“, sagt Prith Banerjee, CTO bei Ansys. „Das Start-up-Programm setzt sich für die nächste Ära der Start-up-Unternehmen ein und stattet sie mit innovativen und kosteneffektiven Simulationslösungen aus, damit sie neue Produkte entwickeln können, die die Grenzen des Möglichen ausreizen und ihr Geschäft schnell skalieren.“

Bildergalerie

  • Geländegängiger Rollstuhl: Mit Ansys Discovery nimmt Onward Project die strukturelle Analyse ihres AdvenChair vor.

    Bild: Ansys

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