Vom Bauteil zur Komplettlösung

Wie Franke Wachstum und Resilienz vorantreibt

Franke GmbH

Franke richtet sich konsequent auf kundenspezifische Systemlösungen, digitale Services und eine resiliente europäische Lieferkette aus.

Bild: Franke
02.06.2026

Franke setzt aktuell auf Stabilität und Kompetenz in den Kernsegmenten Drahtwälzlager und Linearführungen. Diese Bauteile dienen als zentrale Integrationselemente in anspruchsvollen Bewegungssystemen und damit als Schlüssel für möglichst kurze Wege von der Entwicklung bis zum Einsatz beim Kunden. Neben den etablierten Märkten Maschinenbau und Automation, Intralogistik und Fahrzeugbau rücken auch Pharma und Medizintechnik stärker in den Fokus.

Erstens kundenspezifische Baugruppen statt einzelner Bauteile, zweitens datengetriebene und vernetzte Services, drittens eine widerstandsfähige und nachhaltige Lieferkette in Europa: Innerhalb dieses Rahmens stehen drei Prioritäten im Vordergrund: der Ausbau der Marktanteile in den Kernmärkten, der Aufbau von Systemlösungen inklusive After-Sales-Services sowie die Steigerung der Performance und Resilienz wichtiger interner Prozesse. Ziel ist es, schneller Wert für Kunden zu schaffen, die Zufriedenheit zu erhöhen und stabile Margen zu sichern.

Wie Franke mit dem wirtschaftlichen Umfeld umgeht, lässt sich in einem Dreiklang beschreiben: Zum einen wächst die Nachfrage nach Automatisierung und Intralogistik; zum anderen prägen Preisvolatilität bei Rohmaterialien, Energie- und Logistikkosten sowie geopolitische Risiken das Geschäft. Zur Differenzierung setzt Franke auf kurze Lieferketten, hohe Zuverlässigkeit und maßgeschneiderte Systemlösungen – neben der Präsenz globaler Wettbewerber auch durch starke regionale Partnerschaften.

Die Kostenlage bleibt volatil: Materialien, Energie und Transport unterliegen Schwankungen. Gegenmaßnahmen umfassen strategische Lieferantenpartnerschaften, langfristige Beschaffungsverträge, Diversifikation der Beschaffung und eine stärkere lokale Fertigung. Regulativ orientiert sich das Unternehmen an Normen, Nachhaltigkeits- und Umweltauflagen, Compliance-Anforderungen sowie RoHS/REACH und ESG-Berichtspflichten. Transparenz, Audit-Fähigkeit und robuste Prozesse stehen dabei im Mittelpunkt.

Persönliche Motivation und Grundsätze leiten das Handeln des Managements: Langfristige Partnerschaften mit Kunden und Mitarbeitenden, verantwortliches nachhaltiges Wachstum in einem traditionsreichen Familienbetrieb sowie Stolz auf 75 Jahre technischer Expertise. Klare Entscheidungen, Fairness in Beziehungen, messbarer Kundennutzen, Pragmatismus verbunden mit Langfristigkeit, Lernbereitschaft und Integrität prägen das tägliche Geschäft.

Trends, Produktentwicklung und Digitalisierung bilden das Zukunftsbild von Franke

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bleiben zentrale Ziele – sowohl für das Unternehmen als auch für die Anwender der Systeme. Nachhaltige Produktion, energieeffiziente Fertigung und Abwärmenutzung kennzeichnen die eigene Wertschöpfung. Lebenszykluskosten senken und CO2-Emissionen reduzieren sich durch eine gründliche Lebenszyklus-Optimierung der Systeme. Bereits angegangen wurden Scope 1 und 2; Scope 3 rückt nun stärker in den Fokus, vor allem in Kooperation mit den wichtigsten Zulieferern.

Die Vorteile der Drahtwälzlager bleiben wirtschaftlich und ökologisch relevant: kompakte Bauformen, hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht, lange Lebensdauer und geringe Wartung. Anwender profitieren von niedrigeren Gesamtkosten, weniger Stillständen und einer höheren Leistungsdichte, insbesondere dort, wo kundenspezifische Gestaltungsspielräume echte Mehrwerte schaffen.

Die Anforderungen der Kunden reichen von maximaler Integration mit möglichst wenigen Schnittstellen über kompakte Bauform, Leichtbau, Präzision und Belastbarkeit bis hin zu Verfügbarkeit und langen Wartungsintervallen. Als Antwort bietet Franke modulare Baukastensysteme, konfigurierbare Schnittstellen, präzises Engineering nach standardisierten Toleranz- und Qualitätskriterien sowie umfangreiche Servicelösungen wie Predictive Maintenance, Spare-Parts-Programme und Refurbishing.

Digitalisierung durchdringt Produktentwicklung und Services

Digital Twins zur Produkt- und Prozessoptimierung, KI-gestützte Unterstützung im Engineering (Design-Optimierung, Bauteilwahl, Toleranzanalysen) und Wissensmanagement über kollaborative Plattformen wie das Franke-Wiki. Für Kunden gibt es Remote-Diagnose, Condition Monitoring, digitale Dokumentation, Konfigurations- und Simulationswerkzeuge sowie API-Schnittstellen, die eine nahtlose Integration in ERP, MES und CAD/PLM ermöglichen.

Bei Produktneuheiten stehen Hochleistungs-Wälzlager mit Direktantrieb, verbesserter Laufruhe, höherer Belastbarkeit, längeren Wartungsintervallen und verbesserter Korrosionsbeständigkeit im Mittelpunkt. Ergänzend dazu verbessern sich Linearführungen durch geringere Reibung, bessere Dichtungen und modulare Montagesysteme. Intelligente Sensorik zur Überwachung von Temperatur und Schmierstatus ermöglicht prädiktive Wartung und damit eine höhere Verfügbarkeit.

Kundennähe bleibt Kernkompetenz

Modulare Baukastensysteme, kundenspezifische Konfigurationen, maßgeschneiderte Komponenten und individuelle Zertifizierungen. After-Sales-Pakete mit Engineering-Unterstützung, Dokumentation, Schulungen und Service-Verträgen sichern Verfügbarkeit und Performance.

Die Beratungskompetenz ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells: Rund 90 Prozent der Produkte sind kundenspezifisch. Diese Ausrichtung macht keine einzelne Branche zum Schwerpunkt, sondern die enge Begleitung der Kunden durch den gesamten Entwicklungs- und Einsatzzyklus.

Seit der Einführung von MeinFranke bietet das Unternehmen Shop-Funktionen rund um Bestellung, Lieferzeiten, Spezifikationen, Dokumentationen, Berechnungswerkzeuge und Sofortangebote. Das Kundenportal erleichtert die Produktauswahl und ermöglicht direkten Expertensupport. Die Nutzung nimmt stetig zu, Transparenz und Effizienz tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei.

Ausblick

Wachstum durch Kernkompetenzen, maßgeschneiderte Systemlösungen und eine ganzheitliche europäische Lieferkette. Franke bleibt auf Wachstumskurs. Die enge Verzahnung von Engineering-Kompetenz, digitaler Infrastruktur und After-Sales-Exzellenz soll Kunden langfristig binden, interne Prozesse verschlanken und Margen stabilisieren – auch in sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Mit Blick auf Europa setzt das Unternehmen auf eine resiliente Lieferkette, die regionale Wertschöpfung fördert und kurze Reaktionswege gewährleistet.

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