Digitale Identifikation in der Pharma

Vials prozesssicher kennzeichnen ohne Inlay-Schäden

Das Robust RFID-Label von Schreiner MediPharm schützt den integrierten Chip zuverlässig vor mechanischer Belastung und ermöglicht dauerhaft eine sichere Funktionalität.

Bild: Schreiner MediPharm
11.05.2026

Auf der Interpack präsentieren Herma und Schreiner MediPharm erstmals eine aufeinander abgestimmte Lösung für eine prozesssichere RFID-Etikettierung von Vials bei hohen Taktzahlen. Robuste RFID-Labels mit Schutzstruktur und eine materialschonende Etikettiertechnik reduzieren die mechanische Belastung, sodass das Risiko von Chipbruch in Tests praktisch auf Null sinkt.

Für die prozesssichere RFID-Etikettierung von Vials selbst bei hohen Taktzahlen präsentieren Herma und Schreiner MediPharm auf der Interpack erstmals eine gemeinsam abgestimmte Lösung. Sie kombiniert besonders robuste RFID-Labels von Schreiner MediPharm mit materialschonender Etikettiertechnik von Herma (Herma, Halle 16, Stand D72-3). Damit lassen sich RFID-Labels mit integriertem Inlay zuverlässig applizieren – auch unter anspruchsvollen Bedingungen, wie sie für pharmazeutische High-Speed-Anwendungen typisch sind. Gerade RFID- und NFC-Technologien gewinnen in der Pharmaindustrie weiter an Bedeutung. Sie unterstützen unter anderem eine sichere digitale Identifikation, automatisiertes Medikamentenmanagement, Rückverfolgbarkeit und den Schutz vor Manipulation. Bei kleinen zylindrischen Behältnissen wie Vials oder Spritzen stellt die Verarbeitung von RFID-Labels jedoch hohe Anforderungen. Die integrierten Chips und Antennen müssen während des gesamten Etikettierprozesses vor mechanischer Belastung geschützt werden. Denn Beschädigungen am RFID-Inlay können dazu führen, dass ein Label nicht mehr zuverlässig auslesbar ist.

Konstruktive Vorteile sorgen für stabile Prozesse

Die neue gemeinsame Lösung von Schreiner MediPharm und Herma setzt genau hier an. Die Robust RFID-Labels von Schreiner MediPharm verfügen über eine spezielle Schutzstruktur, die Chip und Antenne gezielt vor mechanischen Einwirkungen abschirmt. Sie eignen sich auch für Gefäße mit engen Radien, wie Vials oder Spritzen. Zugleich sorgt eine prozessoptimierte Etikettiertechnik von Herma dafür, die Labels besonders schonend zu transportieren, zu spenden und zu applizieren. Technologische Basis ist die speziell für Pharma- und Health-Care-Anwendungen entwickelte Herma 132M HC.

Die Rundum-Etikettiermaschine ist auf hohe Leistung, exakte Produktführung und stabile Prozesse ausgelegt. Für die sichere Verarbeitung der RFID-Labels sorgen mehrere konstruktive Merkmale: Sanfte Geschwindigkeitsrampen aus dem Herma 500 Etikettierer-Portfolio unterstützen einen gleichmäßigen Materialfluss. Leichtlaufrollen reduzieren mechanische Einwirkungen beim Etikettentransport. Ein servogeregelter Drehstern gewährleistet eine präzise und ruckfreie Produktübergabe. Hinzu kommen ein pneumatisch gefederter, fein einstellbares Anwalzband sowie produktspezifisch angepasste Drehsternrollen, die eine besonders sanfte Führung der Vials ermöglichen.

Abgestimmtes Zusammenspiel

In Tests auf der Herma 132M HC zeigte sich bereits, dass das Risiko von Chipbruch durch das abgestimmte Zusammenspiel von Robust RFID-Label und Maschine praktisch gegen Null geht. Herkömmliche Standardlösungen hatten bislang deutlich höhere Ausfallraten. Damit präsentieren Schreiner MediPharm und Herma eine Lösung, die nicht nur die Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und digitale Identifikation erfüllt, sondern auch die notwendige Prozessstabilität für industrielle pharmazeutische Anwendungen bietet.

Bildergalerie

  • Die Etikettiermaschine HERMA 132M HC ermöglicht eine präzise und prozesssichere Applikation der Robust RFID-Labels von Schreiner MediPharm auch bei hohen Taktraten.

    Die Etikettiermaschine HERMA 132M HC ermöglicht eine präzise und prozesssichere Applikation der Robust RFID-Labels von Schreiner MediPharm auch bei hohen Taktraten.

    Bild: Schreiner MediPharm

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