Der sogenannte Sushi-Sensor hält nun auch auf dem europäischen Markt Einzug.

Bild: Yokogawa

Drahtlos Vibration und Temperatur messen Sushi-Sensor kommt nach Europa

11.02.2019

Der im März 2018 in Japan eingeführte Sushi-Sensor ist ein drahtloses Gerät mit integrierten Abtast- und Kommunikationsfunktionen, das speziell für die Überwachung von Vibrationen und Oberflächentemperaturen von Anlagenkomponenten entwickelt wurde. Nun wird der Sensor der Marke OpreX auch auf den europäischen Markt gebracht.

Der für industrielle IoT-Anwendungen optimierte Sushi-Sensor ermöglicht die Online-Überwachung der Betriebsbedingungen von Geräten. Das soll neben der Anlagenwartung auch die Ausfallsicherheit verbessern, weil Anzeichen von Anomalien frühzeitig erkannt werden.

Um Anzeichen von Geräteanomalien frühzeitig zu erkennen, müssen die Vibrationen und die Oberflächentemperatur von Anlagenteilen wie Kompressoren, Pumpen und Motoren häufig gemessen und überwacht werden. Aufwendig verdrahtete Geräte können an schwer zugänglichen Stellen problematisch sein. Daher besteht ein wachsender Bedarf an drahtlosen Vibrations- und Temperatursensoren, die einfach und kostengünstig installiert werden können, um die Wartungseffizienz zu verbessern.

Drahtloses Netzwerk für sicheren Betrieb

Der von Yokogawa entwickelte Sushi-Sensor ist ein kompaktes, drahtloses Gerät, das Vibrationen und Temperaturen automatisch misst und LoRaWAN verwendet: ein drahtloses Datenkommunikationsprotokoll mit geringem Stromverbrauch (LPWA). LPWA ist eine drahtlose Kommunikationstechnologie, die für die Fernkommunikation mit großer Reichweite bei geringem Stromverbrauch optimiert wurde. Bei LoRaWAN handelt es sich um ein LPWA-Protokoll, das auf einem offenen Standard basiert und von der LoRa Alliance mit mehr als 500 IoT-Unternehmen und Anwendern weltweit gefördert wird.

Yokogawa bietet ebenfalls drahtlose Feldsysteme an, die mit dem ISA100-Wireless-Standard kompatibel sind und einen stabilen und sicheren Anlagenbetrieb gewährleisten sollen. Diese drahtlose Netzwerktechnologie basiert auf dem Kommunikationsstandard ISA100.11a für die industrielle Automatisierung, der von der International Society of Automation (ISA) entwickelt wurde.

Merkmale im Überblick

1. Einfache Installation und Einrichtung
Der drahtlose Sensor ist kompatibel zum LoRaWAN-Kommunikationsstandard für die Fernkommunikation und benötigt daher keine Repeater. Zudem ist er batteriebetrieben, sodass keine externe Stromversorgung erforderlich ist.

Durch seine kompakte Größe und sein geringes Gewicht kann der Sensor problemlos an allen Anlagenteilen montiert werden. Darüber hinaus unterstützt er die Nahfeld-Funkverbindung (NFC), die eine Sensoreinstellung und die Überwachung des Sensorzustands über eine entsprechende App von einem Smartphone aus ermöglicht. Diese Technologie eignet sich für die Kommunikation im Nahbereich über einen Abstand von mehreren Zentimetern und ermöglicht einen schnellen Datenaustausch.

2. Umweltbeständigkeit
Der Sushi-Sensor ist nach Herstellerangaben umweltfreundlich, robust und eignet sich sehr gut auch zur Installation an unwirtlichen Anlagenstandorten.

3. Überwachung über Vor-Ort- oder Cloud-Server
Die vom Sushi-Sensor erfassten Daten können entweder von einem lokalen Server vor Ort oder einem Cloud-Server über ein LoRaWAN-Gateway überwacht werden. Bediener und Wartungspersonal können die Vibrationen und die Oberflächentemperatur der Geräte in der gesamten Anlage vom lokalen Server oder von jedem Gerät an einem entfernten Ort mit Zugriff auf den Cloud-Server überwachen.

Bildergalerie

  • Der Sushi-Sensor verwendet LoRaWAN und kann aus der Ferne über ein Smartphone überwacht werden.

    Bild: Yokogawa

  • Mit dem Sushi-Sensor lassen sich Vibration und Temperatur drahtlos messen.

    Bild: LoRa Alliance

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