Funkenerkennung Staubexplosionen mit smarter Funkendetektion vorbeugen

IEP Technologies GmbH

Egal ob Baustoffe, Kunststoffe, Nahrungsmittel oder Holz: Organische Materialien, die in pulvriger, körniger oder stückiger Form vorliegen, können unter bestimmten Bedingungen eine Kette bis hin zur Detonation in Gang setzen.

Bild: iStock, Jag_cz
22.02.2021

Ein kleiner Funke reicht aus, um bei industriellen Prozessen eine Staubexplosion mit gravierenden Folgen auszulösen. Um derartige Katastrophen zu vermeiden, kommt es auf das richtige Sicherheitskonzept an. Funkenerkennungstechnologien können die Gefahr vermindern, noch bevor Brände oder Explosionen entstehen.

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Mühlen, Filteranlagen, Siebe und Förderer – das sind nur einige der Gefahrenorte bei der Verarbeitung von Schüttgut. Denn dort treffen häufig sämtliche Voraussetzungen für eine Staubexplosion aufeinander: Staub, geschlossene Behälter und eine hinreichende Menge an Sauerstoff.

Hinzu kommt, dass Betreiber von beispielsweise Mühlen und Mahlanlagen oft keine Kenntnis darüber haben, welche unerwünschten Bestandteile in ihrem Schüttgut enthalten sind. So kann es vorkommen, dass sich in einem Produktionsprozess metallische Gegenstände wie beispielsweise Schrauben oder Steinchen befinden, die dann in den schnell laufenden Maschinen zu potenziellen Zündquellen werden.

Zündquellen erkennen

Um Funkenentstehung und die Bildung von Glutnestern zu verhindern, ist eine Erdung der Anlagen als Präventionsstrategie durch die Maschinenrichtlinien vorgegeben. Bereits seit vielen Jahrzehnten werden zudem Funkenerkennungs- und Löschsysteme an kritischen Stellen in Anlagen und Produktionsprozessen installiert, falls es trotz Erdung zu einem Funkenflug kommt.

Mithilfe eines solchen Systems können Funken und Glimmnester innerhalb weniger Millisekunden erkannt und durch ein Löschmittel unschädlich gemacht werden. Zudem ermöglichen es spezielle Detektoren, auch heiße Partikel zu erkennen, die kein sichtbares Licht abstrahlen und nur schwer mit herkömmlichen Detektoren zu erfassen sind.

Genau dort setzt die Technologie von IEP Atexon an: Die Lösung ist so konstruiert, dass ein einzelner Funkendetektor mit vollem 180-Grad-Sichtfeld die gesamte Querschnittsfläche beispielsweise eines Absaugrohrs erkennen und bei Bedarf ein Signal auslösen kann. Gegenüber herkömmlichen Modellen, die Funken erst ab einer Temperatur von 700 °C erkennen, sichtet das Detektormodell V300EX sogar Zündquellen mit einer Temperatur von nur 300 °C.

Zu den weiteren Vorteilen des Systems gehören eine schnelle und sichere Montage, bei der kein Schweißen erforderlich ist, sowie eine flache und geschützte Linsenstruktur mit sehr hoher Abriebfestigkeit. Zudem beinhaltet das Modell VF300EX einen Tageslichtfilter, falls doch mal Licht in die Rohrleitung fallen sollte.

Beide Detektoren verfügen über eine Atex-Zertifizierung für die Zonen 20, 21 und 22. Wird das Signal ausgelöst, löscht das Löschsystem daraufhin Funken und Glut mit einer geringen Menge Löschwasser, während ein Signalrouter den Löschvorgang steuert und überwacht.

Systemkompetenz aus einer Hand

Komplexe Anlagen bestehen oft aus der Kombination von Mühle, Rohrleitung und Filter. Diese Tatsache gilt es auch bei dem individuellen Sicherheitskonzept zu berücksichtigen. In der Regel sind Mühle und Filter durch Vorrichtungen zur Druckentlastung oder Explosionsunterdrückung geschützt, während kurz vor dem Filter die Funkendetektion eingesetzt wird: Konstruktiver Explosionsschutz und -prävention bilden zusammen ein Gesamtkonzept für die Sicherheit von Produktionsanlagen.

„Mit einem Komplettanbieter profitieren Anlagenbetreiber nicht nur davon, dass die Explosionsschutzsysteme nahtlos ineinandergreifen, sondern auch von einer Kostenersparnis sowie einer klaren Zuordnung der Verantwortlichkeiten, der Haftung und der Garantieleistung“, erläutert Markus Häseli, Geschäftsführer Deutschland und Director of Sales Europe bei IEP Technologies. „Der beste Explosionsschutz-Anbieter ist allerdings nicht derjenige, der pauschale Forderungen des Kunden bedenkenlos akzeptiert. Gefragt ist stattdessen jemand, der die Einsatzbedingungen exakt evaluiert und weiß, wann eine Technologie an ihre Grenzen stößt und wann eine Anlage auch mit weniger Aufwand geschützt werden kann.“

Bildergalerie

  • Im Gegensatz zu anderen Modellen sichtet das Detektormodell V300EX auch Zündquellen mit einer Temperatur von 300 °C.

    Im Gegensatz zu anderen Modellen sichtet das Detektormodell V300EX auch Zündquellen mit einer Temperatur von 300 °C.

    Bild: IEP Technologies

  • Der IEP Atexon ist so konstruiert, dass ein einzelner Funkendetektor mit vollem 180-Grad-Sichtfeld die gesamte Querschnittsfläche beispielsweise eines Absaugrohrs erkennen kann.

    Der IEP Atexon ist so konstruiert, dass ein einzelner Funkendetektor mit vollem 180-Grad-Sichtfeld die gesamte Querschnittsfläche beispielsweise eines Absaugrohrs erkennen kann.

    Bild: IEP Technologies

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