Mit seiner neuen „Seamless Connectivity & Automation Plattform“ ermöglicht es Festo verschiedene Komponenten dank Modularität und Standardisierung in einem System zu integrieren.

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Nahtlose Integration von Automatisierungslösungen Plug & Produce

21.11.2018

Eine Automatisierungslösung, die alle Aufgaben aus einer Hand liefern kann, durch ihre Modularität und Standardisierung sich aber auch problemlos in jeglicher Form in vorhandene Systeme integrieren lässt, wäre ideal. Genau diesen Anspruch will Festo mit seiner „Seamless Connectivity & Automation Plattform“ erfüllen.

„Alles aus einer Hand“ bei Automatisierungslösungen klingt nach hohem Kundennutzen. Vom Handling-System über Antriebe, Steuerungen bis hin zur Software-Umgebung und Cloud-Services greift alles optimal aufeinander abgestimmt ineinander. Unterstützung erhält der Kunde außerdem schon beim Engineering durch Tools für die richtigen Dimensionierung der Komponenten. Zudem gibt es nur einen Ansprechpartner, der dann auch die Verantwortung bei etwaigen Problemen trägt. Andererseits gibt es bei Automatisierungslösungen aus einer Hand aber schnell Bedenken in Richtung Abhängigkeit von einem Hersteller, weil das Zusammenspiel aller Komponenten nur in deren „Universum“ optimal funktioniert. Fremdkomponenten verursachen dann schon wieder Integrationsaufwand oder die Funktionalität wird nicht zur Gänze ausgenutzt.

Auf welche Automatisierungslösung mit elektrischen oder pneumatischen Antriebskomponenten sollte man nun setzen? Wählt man spezialisierte Subsysteme verschiedener Hersteller aus, die jeweils am besten die einzelnen Fertigungsschritte einer Produktion bedienen? Der Aufwand liegt dann in der Verbindung und Steuerung der Subsysteme und einer nahtlosen Datenkommunikation über alle Ebenen hinweg. Außerdem müssen eine Vielzahl unterschiedlicher Tools und Softwarelösungen für die Dimensionierung, Simulation und Parametrierung verwendet werden. Gerade die Integration von Antriebs- und Motion-Control-Lösungen in vorhandene Automatisierungsumgebungen bedeuten Aufwand und somit Kosten.

Connectivity vom Werkstück bis in die Cloud

Als bekannter Experte für Mechanik und pneumatische Antriebstechnik hat es sich Festo auf die Fahne geschrieben, die Bedenken, wenn man alles aus einer Hand bezieht ebenso zu nehmen wie Mehraufwand oder Nachteile beim Einsatz in Fremdumgebungen zu verhindern. So bietet Festo ein überraschend breites Spektrum an elektrischer Automatisierung an. Neben moderner Motion-Control-Technologie zählt auch intelligente Software zum Angebot: Auswahl- und Dimensionierungswerkzeuge, eine einfach zu bedienende Automation Suite, Projektentwicklung und Zusammenarbeit für globale Teams über die Cloud, einfache IoT-Konnektivität und intelligente Wartungskonzepte. Festo positioniert sich damit klar als Komplettanbieter für Automatisierungsaufgaben inklusive einer durchgehenden Digitalisierung seiner Lösungen.

Dimensionieren und Simulieren

Die digitalen Lösungen beginnen bei Tools wie „Positioning Drives“, die eine optimale Dimensionierung von Achsen, Motoren und Servoantrieben ermöglichen. Der Hersteller will damit eine unnötige Überdimensionierung verhindern und für die ideale Passform der Komponenten sorgen. Darüber hinaus können mit dem „Handling Guide Online“ laut Festo komplette Handhabungs- und Portalsysteme innerhalb von 15 Minuten konzipiert werden – ausgelegt auf die vom Kunden vorgegebene Parameter. Eine individualisierte Teilenummer liefert das Tool für einen schnellen und einfachen Bestellvorgang praktischerweise gleich mit. In den Softwaretools von Festo lassen sich alle Antriebspakete auch simulieren, um die erwarteten Ergebnisse wie die Auslastung der Mechanik und der Servos zu überprüfen.

Integration in jede Umgebung

Als entscheidenden Vorteil gegenüber vielen auf dem Markt verfügbaren Antriebs- und Automatisierungslösungen sieht Festo die Auswahl an Integrationsmöglichkeiten und die konsequente Fokussierung auf Marktstandards. Letzteres garantiert dem Kunden, sich nicht durch proprietäre Technik in die Fänge eines Herstellers zu begeben. „Wir wollen mit diesen Standards ermöglichen, dass man unsere Produkte in jede andere Umgebung integrieren kann“, bekräftigt Eberhard Klotz, Head of Industry 4.0 Campaign bei Festo, die Wichtigkeit einer problemlosen Zusammenarbeit verschiedener Systeme. Festo bietet Kunden dabei drei Hauptoptionen für die intelligente Integration seiner Automatisierungslösungen:

Option 1: Direkte Integration

Die Antriebslösungen von Festo erlauben eine nahtlose Konnektivität in bestehende Host-Umgebungen von Siemens, Rockwell, Beckhoff, Omron, Bosch und viele mehr. Unterstützt werden die Antriebe durch zur Verfügung gestellte Funktionsblöcke an den standardisierten Schnittstellen. Die Host-Umgebung sieht damit die Festo-Lösung wie das eigene native Antriebspaket und es verhält sich auch so. Kunden können Handlings- und Antriebslösungen von Festo mit all ihren Vorteilen wie Dimensionierung oder Simulation verwenden, müssen aber keinerlei Anpassung bei ihrem Host-System und den Steuerungen vornehmen.

Option 2: Dezentrale Subsysteme

Die zweite Option der Integration sind komplette dezentrale Subsysteme, die sich nahtlos in alle Profinet- und EtherNet/IP-Umgebungen einbinden lassen. Als Bindeglied fungiert die Festo-Steuerung CPX-E mit EtherCAT-Master, die völlig autark diese komplexen Portale oder Handhabungssysteme betreibt. Alle Bewegungen werden im Subsystem mit Codesys programmiert und als Slave in das Hostsystem integriert. Für das Subsystem lassen sich wieder die Software-Auswahlwerkzeuge von Festo kostenlos nutzen und als einfache Programmierumgebung dient die neue Automation Suite. Damit ermöglicht Festo beispielsweise die Integration einer elektrischen Achse in das Subsystem mit zwei Klicks.

Option 3: Komplettautomatisierung

Neben der Integration der Motion-Control-Lösungen in vorhandene Automatisierungsumgebungen bietet Festo auch eine Komplettlösung aus einer Hand. Damit lässt sich das Risiko der Integration vieler Lieferanten minimieren, gleichzeitig bleibt der Kunde durch den konsequenten Fokus auf Standards flexibel und ungebunden. Neben den bereits erwähnten Vorteilen von der Auswahl bis zur Motion-Control-Programmierung beinhaltet das Komplettpaket Engineering-Software wie MyProjects für die globale Teamzusammenarbeit in der Festo-Cloud. Das CPX-IOT-Gateway sorgt für Cloud-Konnektivität und alle intelligenten Antriebslösungen sind über die MyDashboards-Lösung von Festo für jegliche Industrie 4.0-Anwendung gerüstet – hierzu zählen mobile Wartungskonzepte mit Smartenance (dem digitalen Wartungsmanager von Festo) sowie die vollständige Eplan-Integration und vieles mehr.

„Lückenlos integrieren - egal wo und wie. Unsere Automatisierungslösungen machen Schluss mit unflexiblen Insellösungen. Und genau das zeigen wir auf der SPS IPC Drives dieses Jahr in Halle 9 mit den Stichworten „Faster. Better. Connected.“, wie Eberhard Klotz das Leistungsversprechen von Festo hervorhebt.

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