Neun Gramm für 600 Milliliter Wasser: Für ihr Wassersortiment hat die Arpanon Beverage Company gemeinsam mit Sidel eine leichte PET-Flasche entwickelt. Diese wird auf einer Sidel-Combi-Anlage mit einer Leistung von 36.000 Flaschen pro Stunde produziert. Trotz des geringeren Materialeinsatzes soll die Flasche auch ohne Stickstoffbeaufschlagung einer Stapellast von mehr als 30 kg standhalten.
„Unser Ziel war es, eine Flasche zu erhalten, die den Materialverbrauch senkt und gleichzeitig die Leistung liefert, die für eine effiziente Produktion und einen effizienten Vertrieb erforderlich ist“, kommentiert Pavares Kiatsuarpanon, Geschäftsführer bei Arpanon. „Das endgültige Design lieferte genau die Kombination aus Gewichtsreduzierung, Festigkeit und Betriebseffizienz, die wir gesucht haben.“
Wie eine PET-Flasche leichter wurde
Für die 600-ml-Wasserflasche wollte Arpanon das bisherige Flaschengewicht reduzieren und dabei eine zuverlässige Produktionsleistung beibehalten. Die Herausforderung bestand darin, das Flaschengewicht zu verringern und gleichzeitig die für die Abfüllung, das Handling und den Vertrieb erforderliche Festigkeit zu gewährleisten.
Sidel setzte dafür Maßnahmen zur Verbesserung der Verpackung um. Das Ergebnis ist eine PET-Flasche mit einer 25/22-Mündung und einem Gewicht von 9 g, die auch ohne Stickstoffbeaufschlagung einer Stapellast von über 30 kg standhält. Die Verbesserung umfasste das Preform-Design, die Flaschenentwicklung und die Anpassung der Anlage. Dadurch konnte das Flaschengewicht um etwa 30 Prozent reduziert werden, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wurde.
Drei Produktionsschritte in einer Anlage
Neben der Flaschenentwicklung lieferte Sidel mit der Combi-Anlage eine Produktionslösung, die die Prozesse Blasformen, Abfüllen und Verschließen in einem System kombiniert. Die Anlage erreicht eine Produktionsleistung von 36.000 Flaschen pro Stunde. Durch die gemeinsame Entwicklung von Flasche und Produktionsprozess wurde die gewichtsreduzierte Flasche auf den gesamten Herstellungszyklus abgestimmt.
Die Combi-Lösung umfasst den Blasformprozess, die Handhabung der Flaschen, die Abfüllung und die weiteren Produktionsschritte. Sie reduziert außerdem den Energieverbrauch, den Platzbedarf der Produktion und den betrieblichen Aufwand. Dadurch konnte Arpanon die Produktionsleistung verdoppeln und den erforderlichen Personalaufwand auf 25 Prozent des bisherigen Umfangs reduzieren. Der Blasdruck konnte ebenfalls um etwa ein Drittel verringert werden, während der Stromverbrauch pro Einheit um 50 Prozent sank. Die Produktionszeit konnte durch den schnelleren Betrieb um etwa 70 Prozent gesenkt werden.
„Um eine Flasche zu realisieren, die nur 9 g wiegt und trotzdem der unveränderten Stapellast standhält, war eine sorgfältige Optimierung in jeder Entwicklungsphase erforderlich“, fährt Pavares Kiatsuarpanon fort. „Sidel vereint Verpackungskompetenz mit Anlagenbau und konnte Arpanon daher mit der Entwicklung einer Lösung unterstützen, die sowohl die Ziele von Arpanon hinsichtlich der Gewichtsreduzierung erfüllte, als auch eine effiziente Serienproduktion ermöglichte.“
Weniger Gewicht mit Folgen für die Produktion
Das reduzierte Flaschengewicht senkt den Materialverbrauch und hat Auswirkungen auf die Anlagenleistung. Die Kombination aus Gewichtsreduzierung und Prozessoptimierung führte zu einer Reduzierung des Abfallaufkommens auf ein Fünftel. Dazu trugen eine bessere Materialausnutzung und eine höhere Ressourceneffizienz bei. Das geringere Flaschengewicht verringerte außerdem die Verpackungskosten und unterstützte Arpanon bei der Umsetzung seiner Verpackungsziele und betrieblichen Anforderungen.