Nach Dänemark bekommt nun auch Deutschland eine organische Power-to-Gas-Anlage von Electrochaea.

Bild: Electrochaea

Cleantech-Projekt Infinity 1 Organisches Power-to-Gas für Oberbayern

20.11.2017

Bei ihrem Ziel, die örtlichen CO2-Emissionen 2030 zu halbieren, setzt die Stadt Pfaffenhofen nun auch auf ein ganz besonderes Power-to-Gas-Verfahren.

Electrochaea wirkt mit seinem patentierten und seit Juli auch preisgekrönten Power-to-Gas-Verfahren im Projekt „Infinity-1“ mit. Dessen Ziel ist es, den gesamten Strombedarf der bayerischen Stadt Pfaffenhofen mit selbst produziertem Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu decken.

Mit dem Verfahren des Münchner Cleantech-Startups wird überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Biomethan umgewandelt, das – wie es für Power-to-X-Verfahren üblich ist – später genutzt werden kann. Bei dem biologischen Verfahren von Electrochaea wird Strom in Gas umgewandelt und gleichzeitig CO2 gebunden. Dafür werden Urzeit-Mikroorganismen, sogenannte Archaeen, eingesetzt. In Pfaffenhofen wird zusätzlich zu der Erzeugung des Biomethans CO2 aus dem städtischen Klärwerk gebunden.

Die Electrochaea-Anlage ist nur ein Bestandteil des Projekts: Insgesamt sollen die örtlichen CO2-Emissionen pro Kopf und Jahr bis 2030 von sechs auf drei Tonnen halbiert werden. Die Stadt Pfaffenhofen ist in Europa führend in der Umstellung der Energieversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien und in der Reduktion von CO2-Emmissionen. Neben der Bürgerenergiegenossenschaft Bürgerenergie Pfaffenhofen, den Stadtwerke Pfaffenhofen und Electrochaea gehören Max Streicher Anlagentechnik (Anlagenbau), H-Tec Systems (Elektrolyse) und Audi Stiglmayr Paffenhofen (Gasmobilität) zum Infinity-1-Projekt.

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