Produkt des Monats: iTHERM SurfaceLine TM611 (Promotion)

Nicht-invasive Temperaturmessung

Endress+Hauser (Deutschland) GmbH+Co.KG

Der TM611 liefert präzise Messwerte ohne Eingriff in die Rohrleitung.

Bild: Endress + Hauser
01.09.2026

Eine neue Art der Temperaturmessung verlagert den Sensor nach außen. Das iTHERM SurfaceLine TM611 erfasst die Temperatur direkt an der Rohrleitung, ohne Prozessöffnung und ohne Abstriche bei der Messleistung.

Temperaturmessung bedeutet bislang häufig einen direkten Eingriff in den Prozess. Sensoren werden durch die Rohrwand in das Medium eingeführt und dort meist durch ein Schutzrohr abgesichert. Das liefert präzise Messwerte, bringt jedoch zusätzlichen Aufwand mit sich. Schutzrohre müssen ausgelegt, installiert und regelmäßig geprüft werden. Gleichzeitig entstehen durch jede Prozessöffnung potenzielle Schwachstellen, die im Betrieb zum Risiko werden können.

Mit dem iTHERM SurfaceLine TM611 verfolgt Endress+Hauser deshalb einen anderen Ansatz. Das Oberflächenthermometer misst die Temperatur nicht im Medium selbst, sondern direkt von außen an der Rohrleitung. Der Prozess bleibt geschlossen, ohne dass bei der Messleistung Abstriche gemacht werden müssen. Genauigkeit und Ansprechzeit sind mit invasiven Messungen vergleichbar.

Entscheidend ist der Kontakt

Damit die Temperatur an der Rohroberfläche zuverlässig erfasst werden kann, kommt es auf eine möglichst gute Wärmeübertragung zum Sensor an. Dafür verfügt das TM611 über ein speziell entwickeltes thermisches Koppelelement. Die Sensorauflage ist auf den Rohrdurchmesser abgestimmt und schafft eine große Kontaktfläche. Ein Wärmeleitmaterial gleicht kleinste Unebenheiten der Rohrwand aus und verhindert störende Luftspalten. Gleichzeitig reduziert die Konstruktion den Einfluss der Umgebungstemperatur.

Das Ergebnis ist eine schnelle und stabile Messung, die ohne elektronische Kompensationsalgorithmen auskommt. Besonders interessant ist das bei anspruchsvollen Prozessbedingungen. Hohe Strömungsgeschwindigkeiten und Prozessdrücke, dickflüssige, korrosive oder abrasive Medien, Molchprozesse und kleine Rohrdurchmesser können invasive Messstellen aufwendig machen. Beim TM611 kommt der Sensor dagegen nicht mit dem Medium in Berührung.

Neue Messstellen, ohne den Prozess anzutasten

Ein weiterer Vorteil zeigt sich in bestehenden Anlagen. Zusätzliche Temperaturmessstellen lassen sich beispielsweise für die Energieüberwachung oder zur Erhöhung der Prozesssicherheit nachrüsten, ohne die Rohrleitung zu öffnen oder umfangreiche Änderungen an der Anlage vorzunehmen.

Damit sinkt auch der Aufwand rund um Planung und Installation. Schutzrohr, Stutzen und Flansch werden nicht benötigt. Auch damit verbundene Schweißarbeiten, Prüfungen und konstruktive Anpassungen können entfallen. Das verkürzt Projektierungszeiten und reduziert Kosten sowohl bei der Installation als auch im späteren Betrieb.

Das iTHERM SurfaceLine TM611 ist für Rohrleitungen von DN8 bis DN1200 und Temperaturen bis 400 °C ausgelegt. Für die Einbindung in die Prozessautomatisierung stehen iTEMP Temperaturtransmitter mit den gängigen Kommunikationsprotokollen und optionaler Bluetooth-Konnektivität zur Verfügung. Internationale Zertifizierungen für Explosionsschutz und funktionale Sicherheit ermöglichen den Einsatz auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

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Bildergalerie

  • Edelstahl-Ausführung für energieintensive Prozesse: Der TM611 ermöglicht zuverlässige Temperaturmessung direkt an der Rohrleitung.

    Edelstahl-Ausführung für energieintensive Prozesse: Der TM611 ermöglicht zuverlässige Temperaturmessung direkt an der Rohrleitung.

    Bild: Endress + Hauser

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